LANDKREIS KITZINGEN – Die HNO-ärztliche Versorgung im Landkreis Kitzingen steht aktuell vor einer großen Herausforderung: Derzeit ist nur eine niedergelassene HNO-Ärztin tätig, während ein weiterer Arztsitz unbesetzt ist. Praxisräume stehen bereits zur Verfügung und könnten kurzfristig bezogen werden.
Auf der jüngsten Gesundheits- und Präventionskonferenz wurde die Situation deutlich benannt. Ein Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) appellierte eindringlich, die offene Stelle zeitnah zu besetzen. Ohne eine zweite Praxis müssen Patientinnen und Patienten teils weite Wege – etwa nach Würzburg oder in umliegende Landkreise – in Kauf nehmen. Dies führt zu längeren Wartezeiten und stellt insbesondere für ältere Menschen eine erhebliche Belastung dar.
Prävention als weiterer Schwerpunkt
Parallel zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung startet im Landkreis der Masterplan Prävention des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention. In diesem Rahmen wird auch das Landesprogramm „Sport vor Ort“ umgesetzt. Ziel ist es, niedrigschwellige Bewegungsangebote zu schaffen und die gesundheitliche Vorsorge in der Bevölkerung zu stärken. Konkrete Maßnahmen werden in Kürze vorgestellt.
Mehr Sicherheit durch Reanimationsschulungen
Ein weiteres zentrales Projekt ist die Reanimationsinitiative des Bayerischen Roten Kreuzes, der Klinik Kitzinger Land und der Gesundheitsregion plus Kitzingen. Dabei werden Laien in Betrieben, Schulen, Vereinen und Gemeinden geschult, um im Notfall schnell helfen zu können. Im Fokus stehen die einfachen Schritte „prüfen, rufen, drücken“.
Ziel des Projekts ist es, die Hemmschwelle für Erste-Hilfe-Maßnahmen zu senken und die Überlebenschancen bei Herz-Kreislauf-Notfällen nachhaltig zu verbessern.
Die Gesundheitsregion plus steht hierzu im engen Austausch mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern und koordiniert gemeinsam mit den beteiligten Partnern Maßnahmen zur langfristigen Sicherung der gesundheitlichen Versorgung im Landkreis.
Auf dem Bild: HNO-ärztliche Versorgung, Prävention und Reanimation standen im Mittelpunkt der ersten Gesundheitskonferenz im Landkreis Kitzingen.
Foto: Benno Schwab

