GROSSBARDORF – Zumindest mit einem Bein steht der TSV Großbardorf nach drei Saison Abwesendheit wieder in der Fußball-Bayernliga. Das Hinspiel der Relegation verlief für die Gallier überaus zufriedenstellend.
Vor der tollen Kulisse von 1301 Zuschauern im Westphalenstadion trafen Johannes Hau früh und Luis Wäcke spät für die Grabfelder gegen den Platzhirschen ATSV Erlangen. Ein Unentschieden oder eine knappe Niederlage reicht den Unterfranken also am Pfingstmontag ab 16 Uhr bei den Mittelfranken, um danach vielleicht auch auf der Bergkirchweih zu feiern.
Mit Relegationen machten die Großbardorfer die letzten beiden Male jedoch keine guten Erfahrungen. 2023 setzte man sich als Bayernligist zwar in Runde eins mit zwei 4:1-Siegen gegen den jetzigen Landesliga-Meister Don Bosco Bamberg durch, musste dann aber nach einem 0:3 bei Bayern Hof und nur dem 2:0 zuhause absteigen. Diese Partien sollten Warnung genug sein für das Rückspiel am Montag.
Ein Jahr später startete der Landesliga-Vizemeister (damals hinter dem TSV Karlburg) mit einem 2:1 und einem 4:0 gegen Coburg, führte in Runde zwei nach einem 0:0 zuhause auswärts bereits beim Würzburger FV, setzte schon zum Jubeln an, ehe der Ausgleich fiel und die Gallier in der Verlängerung mit 3:5 verloren. Heuer gibt´s nur eine Runde…
In den anderen beiden für die Bayernliga Nord relevanten Partien ist einerseits zwischen Münchberg und Stadeln nach dem 0:0 im Hinspiel vor 1173 Zuschauern alles noch offen, so wie andererseits der FC Coburg nach dem 1:2 in Pfaffenhofen vor 1098 Fans einem Rückstand zuhause hinterher läuft.
In Seebach (0:0 gegen Kottern) war die Kulisse mit 894 Anhängern dreistellig, dafür schauten in Wasserburg (2:0 gegen Hauzenberg) 1412 Interessierte zu.
Hier noch der Bericht aus Großbardorfer Vereinssicht:
Es war ein Abend wie aus dem Bilderbuch. Super Wetter. Mit 1.300 zahlenden Zuschauern eine wahnsinnige Kulisse. Und am Ende ein hochkonzentrierter Auftritt unserer jungen Mannschaft, der uns eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am Ostermontag lässt.
„Wir haben am gestrigen Abend eine starke Vorstellung abgeliefert. Unsere junge Mannschaft hat sich nicht von der Kulisse beeindrucken lassen und auch nicht vom spielstarken Gegner“, weiß Sportvorstand Andreas Lampert. „Von Beginn an haben wir das Heft in die Hand genommen und auch immer wieder spielerische Lösungen gefunden. Zum Ende hin hat man gesehen, dass die letzten Wochen schon einige Körner gekostet haben, aber ich meine, dass unser 2:0 Sieg auch in der Höhe verdient war“, so Lampert. „Wir haben jetzt eine gute Ausgangsposition, mehr aber auch noch nicht. Es wird in Erlangen am Montag bei wohl am Ende 30 Grad auf deren großem Platz sicher nochmal extrem schwer. Wir müssen nochmal alle Kräfte mobilisieren, aber die Jungs sind bereit. Wir wissen was uns erwartet, haben aber definitiv das Selbstbewusstsein als beste Auswärtsmannschaft der Landesliga Nordwest, dass wir auch am Montag erfolgreich sein können“, hofft Lampert abschließend.
ATSV Erlangen vs. Grabfeld Gallier
Montag, 25.05., 16:00 Uhr
Erlangen


