ELFERSHAUSEN – Wie schon im Jahr zuvor endete die Relegation zur Fußball-Bezirksliga Unterfranken früh für die DJK Büchold. Der Dorfverein aus der Nähe von Arnstein scheiterte auch diesmal in Runde eins, nicht unverdient allerdings mit 1:2 am FC Frankonia Thulba in einem typischen Entscheidungsmatch mit viel Abnutzungskampf.
Entscheidungsspiele: Das ist das Salz in der Suppe der Saison, der Pfeffer auf dem Steak, die Schaumkrone auf der Bierhalben. Großer Fußball am Dienstagabend im Schwedenbergstadion des FC Elfershausen bei Hammelburg, das direkt vor dem Eingang einen Bahnhof hat. Den kann der Fast-Namenskollege aus Elversberg ja bekanntlich nicht bieten. Und der ist nun Bundesligist. Büchold bleibt Kreisligist, Thulba kann weiter von der Rückkehr in die Bezirksliga träumen.
Vor sensationellen 1785 Zuschauern am Fuße der Trimburg ging Büchold kurz vor der Pause durch Marius Pfeuffer zwar in Führung, der Gegner aber drehte nicht unverdient nach der Pause die Partie. Auf das 1:2 von Jonas Eschenbacher in der 82. Minute wusste die DJK keine Antwort mehr. David Betz hatte gleich nach der Pause ausgeglichen mit einem abgefälschten Freistoß. Alle drei Treffer des Abends waren so etwas wie „Kacktore“…
Besonders bitter ist es für die Verlierer, da Thulba in Runde zwei nun am Freitag beim FC Hammelburg aus die DJK Altbessingen trifft. Das ist der Bücholder Nachbarort, gegen den eine Partie im Schwebenrieder Landesligastadion wohl über 2000 Fans angelockt hätte.
„Wir waren heute nicht schlechter. Thulba hat nur zwei Mal auf unser Tor geschossen. Aber wir halt auch nur ein Mal auf das des Gegners…“, kommentierte Trainer Niko Wolf, dessen Team wie schon in der letzten Saison das finale Auswärtsspiel der Kreisliga-Punkterunde beim favorisierten TSV Grettstadt bestritt. Wie bereits 2025 war es ein „Finale“ um den Relegationsplatz und musste Büchold gewinnen.
Nach einem 2:1 vergangenes Jahr klappte es diesmal mit einem 3:0 deutlich. Am letzten Spieltag hatte Grettstadt als 15. Team der Liga frei und erledigte die DJK mit einem 3:1 gegen Egenhausen seine Aufgabe souverän und überholte den Rivalen in der Tabelle. Platz zwei hinter der SG Eschenbachtal Schleerieth, Sensationsmeister aus einem noch kleineren Dorf der Marktgemeinde Werneck, konnte jedoch nur kurz gefeiert werden. Schon drei Tage später stand der Saison-Höhepunkt an.
Und ausgerechnet da kassierte die DJK Büchold, die im Jahr 2022 noch in der A-Klasse spielte, ihre allererste Niederlage im Jahr 2026. Ein Grund war sicherlich auch der, dass Thulba den 35 Jahre alten Goalgetter Johannes Feser aus dem Spiel nahm. Der Ex-Landesligaspieler des FC Fuchsstadt erzielte nach 26 Toren in der Vorsaison in dieser 21 Treffer. Er bleibt, während mit Sebastian Heinlein eine weitere erfahrene Stütze seinen Abschied erklärte. Das kleine Fußball-Märchen im Dorf wird sich wohl nur schwer nochmals wiederholen lassen.
Querverbindungen: Thulba traf vor zwei Jahren in der ersten Runde auf Grettstadt, gewann, verlor dann aber gegen Großbardorf 2, das letzten Mai die Bücholder ausschaltete. um letztlich wieder aufzusteigen in die Bezirksliga, aus der die kleinen Gallier 2024 trotz der zwei Siege zuvor abstiegen nach einem 0:3 im Finale gegen die Freien Turner Schweinfurt 2, die Großbardorf 2 dann ein Jahr später im Halbfinale ausschaltete und zum Abstieg verdonnerte.
Weder Großbardorf 2 noch Thulba werden in der nächsten Kreisliga-Saison gegner der Bücholder sein. Aber es kommt wieder zu den Duellen mit Grettstadt. Und wer weiß: Vielleicht sieht der Spielplan für 2026/27 erneut das direkte Aufeinandertreffen Mitte Mai vor…
Übrigens: Auch in Rundes eins in der Bezirksliga West gab´s ein 2:1 – für den TSV Neuhütten-Wiesthal gegen den SV Heidingsfeld-Würzburg vor allerdings „nur“ 871 Zuschauern in Altfeld. Die Sieger treffen nun am Freitagabend in Runde zwei auf den TSV Lohr. Gespielt wird in Partenstein.
Unter einem Filmbeitrag folgen noch mehrere Fotos, vorher aber erst einmal das:
Diesen Beitrag präsentieren Elke Schaller und Sport König, die beide der DJK Büchold dennoch zu einer grandiosen Saison gratulieren.
























