GOCHSHEIM – 98 Museen in Unterfranken, darunter Schweinfurt, Gerolzhofen, Gochsheim und Geldersheim öffneten am Internationalen Museumstag ihre Tore als Orte des kulturellen und gesellschaftlichen Austausches und luden die Gäste zu informativen Führungen und Aktionen.
Das Handarbeitsteam des Historischen Förderkreises Gochsheim-Weyer lud zur Sonderaktion „Rund um die Wolle“ ins Reichsdorfmuseum in den Gochsheimer Kirchgaden. Die Besucher erlebten eine kleine Zeitreise zu altbewährten Handarbeitstechniken, durch die man sich früher selbst mit Textilien versorgte.
Katrin Haas und die Aktiven des Handarbeitsteams (Heike Blaurock, Petra Horth, Karin Hümpfner, Gaby Jansen, Erika Kinzinger-Vollert, Kubra Sari, Angelika Schneider, Christine Schubert, Birgit Stahl, Gabi Ziegler u.a.) zeigten, wie man Wolle kämmt und zu Wollfaden spinnt. Die Besucher konnten aber auch beim Weben, Sticken und Häkeln zusehen und Informationen erfragen, beispielsweise über die Reißfestigkeit der Fäden, das Färben und die Pflege.
Während Stricken auch heute noch sehr verbreitet ist und viele Anhängerinnen hat, ist Klöppeln eine seltene Freizeitbeschäftigung und erfordert Geduld und Fingerfertigkeit. Gleich am Eingang des Reichsdorfmuseums erwartete eine Bastelstation die Kinder und wer wollte, konnte auf die Suche nach dem Puzzlekönig gehen. Im Gadenkeller warteten Kaffee und Kuchen auf die großen und kleinen Gäste.
Bernd Ehrlitzer, Vorsitzender des Historischen Förderkreises Gochsheim-Weyer, dankte Katrin Haas und ihrem Team, das sich allmonatlich einmal zum gemeinsamen Handarbeiten im Gadenkeller trifft und nicht nur fachsimpelt, für ihre Mitwirkung am Aktions- und Museumstag.
Nicht wenige Besucher nutzten die Gelegenheit, um auch die anderen Abteilungen des Museums aufzusuchen, die Radsportabteilung, die Druckerei oder die heimatgeschichtliche Ausstellung.
Auf den Fotos:
Vorsitzender Bernd Ehrlitzer und Katrin Haas freuten sich auch im Namen des Historischen Förderkreises über die mehr als zehn mitwirkenden Frauen wie hier beim Spinnen und Stricken.
Ihre eigenen Vorstellungen flossen in die Anhängerchen ein, die von Erika Kinzinger-Vollert und den Kindern bzw. auch deren Eltern hergestellt wurden.
In der „guten Stube“ stickten, häkelten und strickten die beiden Damen der Handarbeitsgruppe und zeigten verschiedene Sticharten.
Text und Bilder: Peter Volz



