WÜRZBURG – Es war eine erfolgreiche Playoff-Generalprobe für die Fitness First Würzburg Baskets: Am 34. und letzten Hauptrunden-Spieltag der easyCredit BBL setzten sie sich dank physischer Verteidigung mit 75:58 (41:25) deutlich gegen die MHP Riesen Ludwigsburg durch.
Eine Vorentscheidung fiel bereits im ersten Viertel, das die Baskets mit 23:10 für sich entscheiden konnten. Ab dem zweiten Abschnitt waren die Gäste besser im Spiel, an einem unter dem Strich souveränen Start-Ziel-Heimsieg der Gastgeber kamen in der ausverkauften tectake Arena aber nur im dritten Viertel kurz Zweifel auf.
Headcoach Sasa Filipovski setzte alle zwölf Spieler ein und konnte die Minuten gut verteilen. Elf Würzburger Spieler trugen sich in die Scorerliste ein, Topscorer der Partie war David Muenkat, der mit 15 Punkten und 10 Rebounds ein Double-Double auflegte. „Wir haben die Hauptrunde mit der richtigen Einstellung und drei Siegen beendet. Jetzt haben wir ein paar Tage Zeit, um uns auf die ersten beiden Viertelfinalspiele in Bonn vorzubereiten“, sagte Filipovski nach dem Spiel.
Die ersten beiden Spiele der Viertelfinal-Serie zwischen dem Tabellenvierten Telekom Baskets Bonn und dem Fünften Fitness First Würzburg Baskets finden am kommenden Freitag (16. Mai / 20:30 Uhr) und zwei Tage später (Sonntag / 18. Mai / 18:30 Uhr) im Bonner Telekom Dome statt. Der Vorverkauf für Spiel drei der Serie (Freitag/22.Mai/20:30 Uhr) in der Würzburger Turnhölle startet für Dauerkarten-Inhaber am heutigen Montag um 18 Uhr, der freie Verkauf beginnt im Onlineshop am Donnerstag.
Für die Baskets ging es um nichts mehr, Ludwigsburg brauchte einen Sieg, um für die Play-In-Qualifikation nicht auf Schützenhilfe der Konkurrenz hoffen zu müssen. Umso mehr freute sich Sasa Filipovski nach dem Spiel über die professionelle Einstellung seiner Mannschaft, die im A81-Duell der easyCredit BBL von Beginn an auf Playoff-Niveau verteidigte und sich frühzeitig absetzen konnte.
Im Angriff hatten die Baskets bereits nach zwei Minuten den Ball bereits dreimal erfolgreich zum Brett gebracht. Zweimal David Muenkat und Kapitän Eddy Edigin trafen zur 6:0-Führung. Die Gäste kamen in der ersten Halbzeit dagegen kaum in die Zone und hatten nach den ersten zwanzig Minuten mehr Ballverluste (10) als Abschlüsse aus dem Zweierbereich (9). Weil von den 17 Ludwigsburger Dreierversuchen in Halbzeit eins nur drei erfolgreich waren (18 Prozent), konnten sich die Baskets schon in der Anfangsphase zweistellig absetzen.
Davion Mintz sorgte mit einem Fastbreak-Dunk in der 6. Minute für einen 12:4-Vorsprung und beste Stimmung in der erneut ausverkauften tectake Arena. Noch vor dem Ende des ersten Viertels hatten die Baskets ihren Vorsprung durch einen 9:0-Lauf auf 23:9 ausgebaut, in der 16. Minute lagen sie nach dem nächsten Muenkat-Treffer aus der Nahdistanz mit 19 Zählern vorne (34:15).
Von diesem Zeitpunkt an hielten die Gäste besser dagegen und konnten den Abstand bis zum Seitenwechsel auf 41:25 verkürzen. Im dritten Viertel starteten die MHP Riesen dann die erwartete Aufholjagd: Sie erhöhten Konzentration und Intensität am defensiven Ende des Feldes und störten den Rhythmus der Baskets-Angreifer mit Erfolg. Zwei Dreier und dazwischen zwei Freiwürfe von Elijah Hughes waren ein wesentlicher Bestandteil eines 12:1-Zwischenspurts, mit dem die Gäste in der 17. Minute wieder gefährlich nahe herankamen (47:40).
Sasa Filipovski nahm die Auszeit, Ludwigsburg erzielte danach im dritten Abschnitt keine Punkte mehr, und die Baskets lagen durch zwei Korbleger von Johnathan Stove und einen Freiwurf von Marcus Carr vor dem letzten Viertel wieder zweistellig vorne (52:40). Der Schlussabschnitt startete mit einem Dunk von Charles Thompson zum 54:40, weitere Comeback-Versuche der Ludwigsburger wurden danach bis zum Schluss immer wieder durch erfolgreiche Würzburger Offensivaktionen im Keim erstickt.
Spätestens nach einem 8:0-Lauf zum Zwischenstand von 62:43 in der 36. Minute war eine Vorentscheidung gefallen, Davion Mintz machte schließlich knapp zwei Minuten vor der Schlusssirene mit einem Dreier zum 69:52 den Deckel drauf auf den 20. Saisonsieg der Fitness First Würzburg Baskets.
Fitness First Würzburg Baskets – MHP Riesen Ludwigsburg 75:58
(23:10, 18:15, 11:15, 23:18)
Für Würzburg spielten:
David Muenkat 15 Punkte (10 Rebounds), Davion Mintz 11/1 Dreier, Johnathan Stove 9, Lukas Herzog 8/1, Eddy Edigin Jr. 7, Marko Petric 6, Alen Pjanic 6/1, Marcus Carr 5, Christian Skladanowski 3/1, Charles Thompson 3, Leo Saffer 2, Christoph Philipps.
Top-Performer Ludwigsburg:
Stefan Smith 12/1, Keeshawn Kellman 11, Brandon Tischler 3 (9 Rebounds).
Key Stats:
Feldwurfquote: Würzburg 4 Prozent – Ludwigsburg 27 Prozent
Assist: Würzburg 16 – Ludwigsburg 11
Sasa Filipovski, Headcoach Fitness First Würzburg Baskets:
„Ich bin sehr glücklich und stolz auf das, was wir in dieser Saison erreicht haben. Wir haben die Hauptrunde mit der richtigen Einstellung und drei Siegen beendet. Glückwunsch an meine Spieler, meinen Trainerstab und an unsere Fans. Glückwunsch auch an Ludwigsburg, die sich trotz der Niederlage für die Play-Ins qualifiziert haben. Es war für alle Teams heute eine schwierige Situation. Jetzt haben wir ein paar Tage Zeit, um uns auf die ersten beiden Viertelfinalspiele in Bonn vorzubereiten. Platz fünf in der BBL und unser gutes Abschneiden in der Champions League sind eine großartige Leistung und ein großer Erfolg für unseren Klub.“
Mikko Riipinen, Headcoach MHP Riesen Ludwigsburg:
„Glückwunsch an Würzburg und Coach Filipovski, sie haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir konnten heute nicht über 40 Minuten so physisch spielen, wie wir es eigentlich wollten. Wenn wir sehr physisch waren, haben wir unsere Würfe nicht getroffen. Wenn wir weniger physisch waren, haben wir getroffen. Diese beiden Dinge müssen wir über eine längere Zeit kombinieren. Wir können aus diesem Spiel einiges lernen. Aber um ehrlich zu sein, ist dieses Spiel jetzt schon völlig egal und wir müssen nach vorne schauen. Wir sind noch am Leben, das ist ein Schritt nach vorne im Vergleich zur letzten Saison und sehr wichtig für uns. Wir haben jetzt aber die schwierigste Situation aller vier Mannschaften in den Play-Ins, darauf werden wir uns ab sofort konzentrieren.“

