SCHWEINFURT – Am Donnerstag geht´s weiter mit dann vier Tagen Programm in der Kulturwerkstatt Disharmonie. Hier alles Wissenswerte…
Donnerstag, 07. Mai, 19:30 Uhr, Disharmonie
Fee Badenius – Ich bring mich ganz groß raus
Alles muss man selber machen! In ihrem neuen Programm überlässt Fee Badenius nichts mehr dem Zufall und bringt sich ab sofort selbst ganz groß raus! Dabei bleibt sie so, wie das Publikum sie seit vielen Jahren kennt und liebt: Witzig, ehrlich, ironisch und musikalisch.
Gleichzeitig hat sie haufenweise neue Lieder im Gepäck. Gefühlvolle Balladen, fröhliche Pop-Songs, schräge Humoresken und wie immer: Texte, die erheitern und berühren. Fee Badenius singt und erzählt aus vollem Herzen vom Gefühl der inneren Leere, mit großen Worten über kleine Alltäglichkeiten und deckt mit zarter Stimme und warmherzigem Humor die ganze Bandbreite des menschlichen Lebens ab. So entsteht ein Abend irgendwo zwischen Liedermacher-Abend und Musik-Kabarett, und doch ist es ganz und gar vor allem eines: Ein Abend mit Fee Badenius.
Freitag, 08. Mai, 15:00 Uhr, Disharmonie
Kinkerlitzchen Kindertheater
WIE ES UNS GEFÄLLT
oder
Irgendwas mit Shakespeare
Eine Heldenreise von Micha Schirmer
Steigen sie mit uns auf die Bretter, die die Welt bewegen. Lernen sie Hamlet kennen und streifen sie mit den Räubern durch die Wälder, tanzen sie mit Pantalone eine Gavotte und warten sie mit uns… ja auf wen eigentlich? Letztendlich werden wir Mephisto die Frage stellen müssen:
Was ist des Pudels Kern?
„Theater für Alle“ in einem Streifzug über die Bühnen der Welt.
Die Kinkerlitzchen sind eine Theatergruppe der offenen Jugendarbeit des Marktes Werneck. Die Mitglieder sind zwischen
6-25 Jahren, ihre Stücke aber richten sich an jedes Alter.
Also bon courage und Bühne frei,
Micha Schirmer, Matthias Reimers und die Kinkerlitzchen
Dauer ca. 45 Minuten
Samstag, 09. Mai, 19:30 Uhr, Disharmonie
Matthias Egersdörfer „langsam“
In der Früh fängt es manchmal an, dass der Himmel ohne Vorwarnung auf dich herunterstürzt. Die Frau hat zu wenig oder zu viel geschlafen. Sie redet drauflos. Unter einer Lawine aus Wörtern wirst du verschüttet. Da hast du noch keinen Schluck Kaffee getrunken. Du bist froh, dass die Erdanziehungskraft funktioniert und warst gerade dabei, deine Finger zu zählen. Schlimm an der Situation ist die hohe Geschwindigkeit, mit der die Wörter gesprochen werden. Schlimm ist das Gerenne der Mitmenschen in den Straßen, das Rasen der Traktoren über die Felder, die Hochgeschwindigkeit, mit der die Nachrichten und Katastrophen blitzen und donnern. Es ist einige Jahre her, dass der Egers einmal in einer Küche gearbeitet hat. Die Küchenchefin hat in kurzer Zeit dreihundert Mal zu ihm gesagt, dass er sich beeilen soll. Der Egers hat es versucht. Aber es ging nicht schneller. Der Egers ist langsam. Er schneidet Zwiebeln langsam, denkt langsam und spricht meistens nicht besonders schnell. In dieser Langsamkeit hat er auch das neue Programm geschrieben. Das hat sehr lange gedauert. Buchstabe um Buchstabe, Wort um Wort. Satz um Satz. Mit einer trägen Wucht stemmt sich der Kabarettist darin gegen die Schnelligkeit der Welt. Der ganze Abend feiert die Langsamkeit und deswegen werden auch die Geschichten nicht in erhöhtem Tempo vorgetragen. Aber Sie brauchen sich als Zuschauer keine Sorgen zu machen, dass Sie wegen der geringen Geschwindigkeit vielleicht müde werden. Weil es gut sein kann, dass der Egers einmal eine Wut bekommt. Er regt sich ja oft einmal auf wegen Allem und Nichts. Und da wachen Sie dann schon wieder auf.
Matthias Egersdörfer
Regie: Claudia Schulz
www.egers.de
Sonntag, 10. Mai, 17:00 Uhr, Disharmonie
„Unter Grund“ – Eine (solidarische) Lesung mit Musik
Nach langer Zeit kehrt Franka in ihre alte Heimat zurück. Sie sieht die fränkische Landschaft, sieht die Himmelsweiher, die Dörfer und Denkmäler, den alten jüdischen Friedhof – und begegnet dem Verdrängten, das hier begraben liegt. Annegret Liepold erzählt in ihrem Debütroman von einer Jugend auf dem Land, von Sehnsucht, Warten, Liebeskummer und den Nuller Jahren, als Deutschland Weltmeister im eigenen Land werden wollte. Als ihre Protagonistin, Franka, Frust mit Faustschlägen übertünchte und immer tiefer in die rechte Szene abrutschte.
Auch Maxi Pongratz kennt die Vorzüge und Fallstricke von ‚Heimat‘. Doch der Oberammergauer sucht in seiner Musik nicht nach einfachen Lösungen komplexer Probleme, sondern findet Auswege mit Witz, Charme und Wortspielen, die stottern, stolpern und vor allem: Gut unterhalten.
Gemeinsam untersuchen Annegret Liepold und Maxi Pongratz das Unter- und Abgründigen im Alltag und Zusammenleben, sehen hin, wo wir manchmal lieber wegblicken.
Die Einnahmen der Veranstaltung kommen dem Bündnis „Schweinfurt ist bunt e.V“ zugute, das sich für Demokratie und Toleranz, gegen Rassismus und Rechtsextremismus einsetzt.
Eintritt frei, um telefonische Anmeldung wird gebeten
Foto Copyright
Fee Badenius: © Leszek Januszewski
Solidarische Lesung: © Annegret Liepold und Maxi Pongratz


