SCHWEINFURT – Ein Schauspiel nach dem Roman von Oscar Wilde ist »Das Bildnis des Dorian Gray«. Der viktorianische Dauerbrenner, den das Theater der Stadt Schweinfurt am Donnerstag, 7. Mai 2026 um 19:30 Uhr zeigt, ist unserer Gesellschaft wie auf den Leib geschrieben: provokant und queer, eine pointierte Studie über Schönheitswahn und den Traum ewiger Jugend, über Moral und Gewissen.
»Das Bildnis des Dorian Gray« ist eine veritable Gruselstory voller Sprachwitz. Und diese Geschichte wird erzählt: Schönheit – davon hat der junge Dorian Gray in Hülle und Fülle und zieht deswegen die Aufmerksamkeit des zügellosen Dandys Sir Henry Wotton auf sich. Er lässt sich von dessen Rede über einen neuen Hedonismus mitreißen und beginnt, die Welt wie ein Kunstwerk zu betrachten. Anstelle von Empathie, Zuneigung und Moral zählt für ihn fortan nur noch das Ästhetische, auch in seiner Liebesbeziehung zur Schauspielerin Sibyl Vane. Ein Künstler fertigt sogar ein Porträt Dorians an, das dessen Jugend einfängt – und plötzlich beginnt, an seiner Stelle zu altern.
»Ewig jung«, das Songdrama von Erik Gedeon sorgt seit seiner Dresdner Uraufführung 2007 landauf, landab für ein begeistertes Publikum. Kein Wunder, denn die Verbindung von legendären Pop- und Rockklassikern, Schauspiel, Slapstick und schrägem Humor lässt kein Auge trocken. Das Theater zeigt die Inszenierung des Theaters für Niedersachsen aus Hildesheim gleich zweimal: am Samstag, 16. Mai 2026 um 19:30 Uhr und am Sonntag, 17. Mai 2026 um 17:00 Uhr. Es erwartet uns perfekte Unterhaltung mit Kultpotenzial. Wir schreiben das Jahr 2070.
Die Kulissen im Theater stehen noch, aber der Theaterbetrieb wurde eingestellt. Eine Handvoll hochbetagter Schauspieler und Schauspielerinnen nutzt die Räumlichkeiten als Altersresidenz. Hier sitzen sie auf der Bühne zusammen und durchleben noch einmal ihre früheren Erfolge. Einzig Schwester Camila stört das Idyll und versauet ihnen die Stimmung. Dreht sie ihnen aber den Rücken zu, zeigt sich bei den alten Bühnenstars die Gier auf das wilde Leben von damals. Da wird geflirtet, getanzt und vor allem gesungen. Mit einem Sack voller unsterblicher Hits im Gepäck, von »I Love Rock ’n’ Roll« über Maffays »So bist Du« bis hin zu »Born to be wild«, lassen es die Bühnenstars a. D. musikalisch krachen. Denn: Einmal Rampensau, immer Rampensau!
Die große Hollywood-Gala mit den Kölner Symphonikern am Freitag, 22. Mai 2026 um 19:30 Uhr im Theater im Gemeindehaus verspricht ein genussvolles Klangerlebnis. Das Orchester interpretiert gemeinsam mit Gesangssolistinnen und -solisten der Kammeroper Köln berühmte Melodien aus der Traumfabrik Hollywood. Beim Schweinfurter Publikum ist das Ensemble vom Rhein ja bereits bestens eingeführt. Für die Aufführung von Filmmusik-Klassikern aus »James Bond«, »Superman«, »Fluch der Karibik«, »Indiana Jones«, »Star Wars«, »Titanic« und »Harry Potter« setzen die gut 40 Musiker aus Köln all ihre Perfektion, Leidenschaft und dynamische Frische ein, und ein Lied wie »Don’t Cry for Me Argentina« oder die großartigen Songs aus »Der Glöckner von Notre-Dame« entfalten ihren vollen Zauber durch die gesangliche Interpretation. Die Konzerte der Kölner Symphoniker bleiben durch die souverän-intelligente Interpretation des Orchesters in lebendiger Erinnerung. Neben den Opernaufführungen mit dem Ensemble der Kammeroper Köln sowie Musical-Aufführungen mit der Deutschen Musical Company spielt das Orchester eigene Konzerte im symphonischen Bereich, im Bereich der Filmmusik sowie große Galakonzerte.
Die Theater- und Konzertfahrten nach Meiningen am 9. Mai und nach Bamberg am 30. Mai sind bereits ausverkauft.
Karten können an der Tageskasse im
Museum Otto Schäfer und im Bürgerservice,
Markt 1, 97421 Schweinfurt bezogen werden.
Telefon Theaterkasse: (09721) 51 4955
Online-Vorverkauf und weitere Informationen auf
www.theater-schweinfurt.de
Fotos: Kammeroper Köln, Clemens Heidrich, Martin Sigmund



