SCHWEINFURT – Mit 9.036 Zuschauern waren es dann doch ein paar weniger als gedacht und wurde der Zuschauerrekord, aufgestellt zum Start gegen Energie Cottbus, dann doch knapp verfehlt. Im Gegensatz zu den Fans von Hansa Rostock zwei Wochen zuvor entpuppten sich die Anhänger der Münchner Löwen zudem eher als kehlenlose Chorknaben. Kein Wunder, ging es doch auch für den TSV 1860 um nichts mehr.
Trotz großer Offensivnamen wie Kevin Volland (2021 noch Bestandteil der Nationalmannschaft bei der europaweiten EM) oder Florian Niederlechner, die in Schweinfurt komplett blass bließen, wie eigentlich das gesamte weiß-blaue Rudel. Nur Sigurd Haugen traf, glich die Führung des FC 05 durch Sebastian Müller (traf artistisch ausgerechnet auf Flanke des Ex-Löwen Kristian Böhnlein) aus. Zum 300. Drittligaspiel der Münchner werden noch zahlreiche kommen, zu den letzten beiden der Schnüdel wohl so schnell keine mehr.
Es war ein Spiel auf Augenhöhe, das vierte Remis in Folge für die Schweinfurter. „Ab einem gewissen Zeitpunkt war es zerfahren“, so Löwen-Coach Markus Kauczinski. „Das 1:1 müssen wir nicht kriegen…“, weiß 05-Trainer Jermaine Jones, „aber das 1:1 geht in Ordnung“. Es war wenig spektakulär, aufgrund der fehlenden Bedeutung auch nicht aufregend. Ähnlich wie das Freundschaftsspiel vor ein paar Wochen gegen Schalke 04.
Die Gelsenkirchener stiegen ja dann Samstagabend auf, ausgerechnet nach einem Sieg gegen Fortuna Düsseldorf, Gegner der Schnüdel in Pokalrunde eins mit über 10.000 Zuschauern und dem besten Saisonbesuch ausgerechnet an einem Montagabend, als man nach dem 2:4 Mitte August noch hoffen konnte, die Runde möge für den FC 05 gut verlaufen und Spieler wie Manuel Wintzheimer und Erik Shuranov, die beiden Torschützen, mögen einschlagen. Der eine schaute gegen 1860 die gesamten 90 Minuten zu, der andere stand gar nicht im Kader…
Was nach Düsseldorf kam ist hinlänglich bekannt. Die Fortuna wechselte gleich zwei Mal den Trainer und tauschte den Sportchef aus, der FC 05 brachte kaum etwas auf die Reihe, stabilisierte sich aber in 2026 einigermaßen und kann darauf hoffen, die notwendigen Punkte noch einzufahren, um nicht als schlechteste Drittliga-Mannschaft aller Zeiten zu enden. Es geht nach Hannover gegen Havelse und zum Abschluss gegen Erzgebirge Aue. Danach wird der Schalter „großer Fußball“ in der Riedel Bau-Arena wieder auf „Aus“ gedrückt.
Beide letzte Rivalen sind Mitabsteiger, bei Havelse machte das 0:4 in Verl den Deckel drauf. Auch Ulm muss sicher in der Regionalliga. Osnabrück feierte am Samstag den Aufstieg, wird von Cottbus, Essen oder Duisburg direkt in die 2. Bundesliga begleitet. Kommenden Samstag kann derweil der SC Eltersdorf in Bamberg die Rückkehr in die Regionalliga Bayern fix machen. Das vorentscheidende 3:0 gegen Neumarkt sahen in der Nähe von Erlangen immerhin 850 Zuschauer.
Unter der Aufstellung und der Werbung folgen noch ein Video und danach einige Bilder des Bayern-Derbys.
FC 05: Stahl – Doktorczyk, Vakouftsis, Trslic, Zeller, Latteier, Angleberger, Langhans (ab 80. Dellinger), Böhnlein (ab 62. Endres), Grimbs (ab 63. Geis), Müller; ohne Einsatz: Zorn – Krätschmer, Fery, Öden, Forkel, Wintzheimer; Trainer: Jones.
Die LVM-Versicherung präsentiert die gesamte Saison die Berichterstattung der Schnüdel aus der 3. Liga und drückt dem FC 05 stets die Daumen:




















