MARKTHEIDENFELD – Die Stadt Marktheidenfeld schreibt ihren Kunstpreis in diesem Jahr bereits zum 15. Mal aus.
Seit der ersten Ausschreibung im Jahr 1998, die mit der Eröffnung des städtischen Kulturzentrums Franck-Haus einherging, wird der Kunstpreis alle zwei Jahre zu wechselnden Themen und Techniken vergeben und hat sich zu einem festen Bestandteil der regionalen Kulturszene entwickelt.
In diesem Jahr findet der Wettbewerb in der Kategorie Zeichnung und Grafik statt, das diesjährige Thema des Kunstpreises lautet „Dazwischen“. Der mit 2.000 Euro dotierte Jury-Preis wird durch einen Publikumspreis in Höhe von 500 Euro ergänzt.
„‘Dazwischen‘ kann ein Zustand, ein Ort, eine Zeit oder eine Empfindung sein“, erläuterte Kulturamtsleiterin Inge Albert bei der offiziellen Bekanntgabe des Kunstpreis-Themas. „Es beschreibt den Übergang, die Ambivalenz, die Spannung zwischen zwei Polen oder die unbestimmte Zone, die sich jenseits klarer Kategorien befindet“, so Albert.
Das Thema sei, so die Kulturamtsleiterin, „klar genug und doch weit genug gefasst, um eine hohe Bandbreite an künstlerischen Ansätzen zu ermöglichen – räumlich, zeitlich oder psychologisch. Jeder kann sich buchstäblich ein Bild davon machen. Gesucht werden Werke, die das „Dazwischen“ in all seinen Facetten erforschen, hinterfragen, sichtbar machen oder neu definieren.
Die Linie als bestimmendes Element der Zeichnung steht dabei im Mittelpunkt der Technik. Insgesamt werden Ende 2026 voraussichtlich rund 40 Werke im Kulturzentrum Franck-Haus präsentiert. Ziel der Ausstellung ist es, Besucherinnen und Besucher durch die Vielfalt der Perspektiven und Ausdrucksformen zu einer eigenen Auseinandersetzung mit dem Thema anzuregen.
Teilnahmeberechtigt sind Künstlerinnen und Künstler, die ihren Wohnsitz im Regierungsbezirk Unterfranken oder im Main-Tauber-Kreis haben. Zugelassen sind Arbeiten aus den Jahren 2025 oder 2026. Pro Person können maximal zwei Werke eingereicht werden; auch Diptychen, Triptychen oder serielle Arbeiten sind zugelassen. Die maximale Größe beträgt 1,5 m² einschließlich Rahmen, die maximale Höhe oder Breite 1,80 m. Nicht zugelassen sind raumgreifende oder hängende Arbeiten wie Installationen und Objektkästen sowie Werke, die nach der Natur der Sache zum Zerfallen neigen oder nur auf begrenzte Dauer geschaffen sind. Plagiate und Arbeiten, die den ausgeschriebenen Vorgaben nicht entsprechen, werden zurückgewiesen.
Der Kunstpreis der Jury ist mit 2.000 Euro dotiert und wird von Arc Grün Landschaftsarchitekten, Stadtplaner GmbH Kitzingen und Georg Redelbach Architekten Marktheidenfeld gestiftet. Der Publikumspreis in Höhe von 500 Euro wird von Land + Plan Landschaftsarchitekten Wartmannsdorf gestiftet und wird während der Ausstellung durch eine Publikumsabstimmung ermittelt.
Für den ersten Durchgang des Wettbewerbs ist eine digitale oder postalische Bewerbung erforderlich, keine Einreichung von Originalen. Bewerbungsfrist ist Freitag, der 16. Oktober 2026, 23.59 Uhr.
Die Jury sichtet im ersten Durchgang die eingegangenen Bewerbungsunterlagen online und wählt etwa 80 Arbeiten aus, die zur Einlieferung der Originale zugelassen werden. Die betreffenden Künstlerinnen und Künstler werden anschließend benachrichtigt. In einem zweiten Durchgang entscheidet die Jury anhand der eingereichten Originale über die Aufnahme in die Ausstellung sowie über den Kunstpreis 2026.
Die Ausstellung zum Kunstpreis 2026 ist vom 14. November 2026 bis 10. Januar 2027 im Kulturzentrum Franck-Haus in Marktheidenfeld zu sehen.
Weitere Informationen und die vollständigen Ausschreibungsunterlagen stehen auf der Homepage der Stadt Marktheidenfeld zum Herunterladen bereit:
Auf dem Bild: Der Kunstpreis 2026 der Stadt Marktheidenfeld steht unter dem Thema „Dazwischen“. (Von links) Erster Bürgermeister Thomas Stamm, Kulturamtsleiterin Inge Albert sowie die Sponsoren Susanne Siebenlist von Land + Plan Landschaftsarchitekten und Thomas Wirth von Arc Grün Landschaftsarchitekten.
Foto: Natalie Pfab

