SCHWEINFURT / MAIN-RHÖN – Richard Paul, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schweinfurt, bewertet die Lage auf dem Arbeitsmarkt wie folgt: „Die Bilanz für den April fällt verhalten aus: Die saisonübliche Belebung des Arbeitsmarktes erfolgt in diesem Jahr nur in sehr kleinen Schritten und fällt in den einzelnen Regionen innerhalb des Agenturbezirks unterschiedlich aus.
Während die Arbeitslosigkeit in Bad Kissingen, Rhön-Grabfeld und der Stadt Schweinfurt leicht gesunken ist, steigt sie in den Haßbergen und dem Landkreis Schweinfurt leider geringfügig an. In Summe sinkt im Agenturbezirk die Arbeitslosenquote zwar leicht um 0,1 Prozent, aber sie verharrt nahezu auf dem Niveau des Vormonats und dem des Vorjahres. Einzig sorgt die moderat steigende Zahl an neu gemeldeten Stellen für einen vorsichtigen Lichtblick.“
Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Schweinfurt (Stadt Schweinfurt, Landkreis Bad Kissingen, Landkreis Rhön ‑ Grabfeld, Landkreis Haßberge, Landkreis Schweinfurt) im April 2026 gesunken. 9.789 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 135 Personen weniger (-1 Prozent) als im März, aber 357 Personen bzw. 4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,9 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 3,8 Prozent.
Dynamik am Arbeitsmarkt
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 2.592 Personen arbeitslos. Davon kamen 953 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 2.711 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 948 eine Erwerbstätigkeit auf.
Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen
In der beitragsfinanzierten Arbeitslosenversicherung (Agentur für Arbeit, SGB III) lag die Arbeitslosigkeit bei 5.258 Personen (164 Personen weniger als im Vormonat, aber 308 Personen mehr als vor einem Jahr).
Bei den Trägern der Grundsicherung (Jobcenter) waren 4.531 arbeitslose Menschen registriert (29 Personen mehr als im Vormonat und 49 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Jobcenter wurden 46 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
In den Jobcentern stieg die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 37 (entspricht 1 Prozent) auf insgesamt 7.803.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 10.363 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 10 Personen mehr (0,1 Prozent) als vor einem Jahr.
(Grundsicherungsdaten sind vorläufig und hochgerechnet)
Stellenmarkt
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 804 Stellen wurden im April neu gemeldet. Das sind 49 mehr als im Vormonat und 70 mehr als vor einem Jahr. Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Gesundheits ‑ und Sozialwesen, Verarbeitendes Gewerbe, Handel – Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Baugewerbe sowie freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Aktuell befanden sich damit 4.487 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

