Aubstadt verlängert dank Goalgetter Pitter und „Stürmer“ Behr die Minusserie von Eichstätt und tauscht mit dem Gegner die Plätze – VIELE FOTOS!

Aubstadt verlängert dank Goalgetter Pitter und „Stürmer“ Behr die Minusserie von Eichstätt und tauscht mit dem Gegner die Plätze – VIELE FOTOS!

AUBSTADT – Der Fünfte beim Sechsten: Klar, dass der VfB Eichstätt nach den zuvor sieben Partien ohne Sieg im Grabfeld nicht verlieren und den Gastgeber an sich vorbei ziehen lassen wollte. Doch Fußball ist kein Wunschkonzert. Droht den Oberbayern im Saisonfinale nun sogar ein Abrutschen bis auf Rang 13?

Fünfter sind nun die Grabfelder, Sechster der VfB nach einem spannenden, aber an Höhepunkten armen Match mit einem Goldenen Tor, zu dem man die beiden Hauptbeteiligten extra erwähnen muss. Vorlagengeber Steffen Behr deshalb, weil der Kapitän von Aubstadt an sich Innenverteidiger ist, nach abgesesener Sperre aber hinten rechts auf der Außenbahn zum Einsatz kam und beim 1:0 ungewohnten Offensivdrang zeigte.

Seine flache Hereingabe verwerte zehn Minuten vor dem Ende mit Timo Pitter ein ebenfalls schon über 30-Jähriger, der mal beim FC Dallas in der Major League Soccer spielte und in den USA sich mit Dirk Nowitzki treffen durfte. Der Fußball schreibt schöne Geschichten…

Die vom Dienstagabendspiel ist an sich schnell erzählt. „Es war die erwartete Partie auf Augenhöhe“, sagten beide Trainer unisono. Mit den 522 Zuschauern sahen trotz kleiner Kulisse fast so viele Leute zu, wie das kleine Dorf Aubstadt Einwohner hat. Sie sahen nur drei richtige Torchancen. Die eine führte zum Treffer, die beiden anderen vergab Eichstätt.

Sowohl Aurel Kuqanajs Kopfball nach Flanke von Alexander Beusch vor dem 1:0 als auch der Schuss von Jonathan Grimm nach einer Ecke eine Viertelstunde vor dem Ende verfehlten aber das Ziel. Jeweils knapp, aber egal.

„Richtig zwingend war Aubstadt nur ein Mal. Da haben wir vorher den Ball im Mittelfeld schlampig gespielt. Und in der Regionalliga haben die Gegner halt die Qualität, um so einen Fehler auszunutzen“, weiß Dominik Haußner, der mit Neumarkt und Ammerthal schon zu Bayernliga-Zeiten in der NGN-Arena gastierte.

„Es ist richtig schade. Wir waren die dominierende Mannschaft heute, hätten ein Unentschieden mehr als verdient gehabt auf dem tiefen Boden“, haderte Haußner. „Die Niederlage ist ärgerlich, aber mit der Leistung bin ich schon zufrieden. Nur fehlte uns halt die Durchschlagskraft.“

Direkt nach der Partie fand es Eichstätts Trainer auch „nicht so einfach für Auswärtsmannschaften an einem Dienstagabend“. Ehe er dann die anderen Resultate der Regionalliga mitbekam: Memmingen siegte in Ansbach, Fürth 2 in Burghausen, Aschaffenburg in Illertissen, Bayreuth punktete in Würzburg….

„Wir wollten heute schon gewinnen“, betonte Haußner und bekräftigte: Er will die Saison nicht abschenken. Drei Heimspiele hat Eichstätt noch, dazu das Highlight bei Bayern München 2. Memmingen als 13. hat nun nur noch acht Punkte weniger. Der VfB ist jetzt Sechster, Aubstadt Fünfter. Rollentausch.

„Wir wollen das Maximale erreichen“, gibt TSV-Coach Claudiu Bozesan diesen Rang als Ziel vor. Auch bei den kleinen Bayern – schon kommendes Wochenende – und gegen Bayreuth stehen noch interessante Spiele an für die Unterfranken, die Respekt hatten vor den langen und den zweiten Bällen von Eichstätt. „Aber wir haben alles gut wegverteidigt und nach der Pause nur eine Chance zugelassen. Das zu Null war heute ganz wichtig.“

Da ertönte längst laute Musik in der Dunkelheit in der inzwischen fast menschenleeren Arena auf dem Land. Ein paar Leute verspeisten noch eine der restlichen Bratwürste, die als die besten in der Regionalliga Bayern gelten. Für die Gäste aus Eichstätt wäre der Appetit nach einem Ende ihrer Minusserie sicherlich größer gewesen…

Fußball, Regionalliga Bayern: TSV Aubstadt – VfB Eichstätt: 1:0 (1:0)
Aubstadt: Brätz – Behr, Hüttl, Nickel, Feser – Heinze (ab 90.+2 Vollmuth), Fischer – Pitter (ab 82. Hushcha), Trunk (ab 73. Schmidt), Sturm (ab 87. Barget) – Grimm (ab 90.+6 Mrozek); ohne Einsatz: Mack, Eckstein, Stahl; Trainer: Bozesan.
Eichstätt: Sauernheimer – Herger, Bösl, Spies (abn 89. Amidou), Lamprecht – Fries (ab 59. Schraufstetter), Grimm – Beusch (ab 59. Nitaj), Schittler, Wolfsteiner (ab 71. Hofrichter) – Kuqanaj (ab 71. Meixner), ohne Einsatz: Biehler, Rachinger; Trainer: Haußner.
Schiedsrichter: Andreas Dinger (Bischofsgrün)
Tor: 1:0 (36.) Timo Pitter
Zuschauer: 522

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