WÜRZBURG – Meilenstein für Spitzenmedizin am Universitätsklinikum Würzburg (UKW): Der Haushaltsausschuss im Bayerischen Landtag hat am 16. April 2026 den Vorabmaßnahmen der Erschließung für das Erweiterungsgelände Nord am Würzburger Uniklinikum zugestimmt.
Bereits im Februar gab es ein entsprechendes Votum des Ministerrates. Damit kann die Baufeldfreimachung für das Großprojekt im kommenden Herbst starten. Hierfür wird ein Budget von 102,4 Millionen Euro bereitgestellt. Im Anschluss an die Erschließung können dann die Hochbauarbeiten für den ersten Bauabschnitt des neuen Klinikkomplexes beginnen.
Neubau führt Klinikbereiche zusammen
Der erste Bauabschnitt auf dem Erweiterungsgelände Nord des UKW mit rund 270 Betten wird zukünftig für die Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, die Augenklinik (beide bisher in der Kopfklinik) und die Frauenheilkunde entsprechende Operationssäle, Intensivpflegeplätze und Zentraleinrichtungen auf einer Nutzungsfläche von insgesamt ca. 30.000 Quadratmetern Platz bieten. Damit werden modernste Räumlichkeiten geschaffen, mit denen die jetzigen Flächen aus den 1970er (Kopfklinik) bzw. 1930er Jahren (Frauenklinik) ersetzt werden.
Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume betont: „Das ist der Start für ein echtes Generationenprojekt. Nordbayerns größte Baumaßnahme kann im Herbst starten. Nach dem Ministerrat hat nun auch der Haushaltsausschuss den Weg frei gemacht. Herzlichen Dank für das Votum. Die Weiterentwicklung des Universitätsklinikums Würzburg ist ein Vorzeigeprojekt der universitären Spitzenmedizin – die Staatsregierung treibt das mit voller Kraft voran. Auch künftig wollen wir am UKW für die kommenden Generationen eine hochwertige medizinische und zeitgemäße Patientenversorgung gewährleisten und Forschung und Lehre auf höchstem Niveau anbieten.“
„Nach dem Votum des Ministerrats im Februar ist die Entscheidung des Haushaltsauschuss ein weiterer wichtiger Meilenstein: Er sichert auch in Zukunft Spitzenmedizin am UKW. Durch die Norderweiterung können wir die Leistungsstärke der Würzburger Universitätsmedizin in den kommenden Jahrzehnten weiter ausbauen,“ betont Prof. Dr. Tim J. von Oertzen, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKW.
Der Dank des UKW gilt dabei allen, die an dieser Zukunftsentscheidung mitgewirkt haben: Dazu zählen neben dem Wissenschaftsministerium und der weiteren beteiligten Ministerien auch zahlreiche Landtagsabgeordnete, die sich in diesen Prozess eingebracht haben. Die Entscheidung des Hauhaltsauschusses für die Baufeldfreimachung sei ein großartiger Impuls für Forschung, Lehre und Innovation sowie die Sicherstellung der universitären Maximalversorgung in Unterfranken und den angrenzenden Regionen.
„Wir freuen uns sehr über die große Unterstützung des Freistaates Bayern bei diesem Projekt. Nach einer intensiven Planungsphase kann mit der Erschließung des Baufeldes bald die erste sichtbare Etappe für den Neubau gestartet werden“, sagt Philip Rieger, Kaufmännischer Direktor des UKW. Er dankt auch dem Staatlichen Bauamt Würzburg und den beteiligten Fachabteilungen des UKW für die enge Zusammenarbeit bei diesem Mammut-Projekt.
Prof. Dr. Matthias Frosch, Dekan der Medizinischen Fakultät in Würzburg und Vorstandsmitglied des Universitätsklinikum Würzburg, erklärt: „Diese Entscheidung ist ein weiterer Impuls zur Stärkung der Universitätsmedizin. Der sehr starke biomedizinische Forschungsstandort Würzburg wird damit erneut in seiner exzellenten Entwicklung bestätigt.“
Umfangreiche Erschließungsmaßnahmen für den Neubau nötig
Bevor der erste Bauabschnitt starten kann, ist eine umfangreiche Baufeldfreimachung nötig, für die es jetzt grünes Licht gab. Dazu zählen etwa die Errichtung eines Ersatzparkplatzes für die Dauer der Bauphase und eines Interims-Hubschrauberlandeplatzes, Oberbodenabtrag und Teilaushub, die Errichtung von Trafostationen zur Baustromversorgung, die Herstellung von Baustraßen außerhalb des Baufeldes und die Verlegung von Wasser- und Gasleitungen. Das Projekt auf dem Erweiterungsgelände Nord des UKW ist eine der größten Baumaßnahmen in Bayern.
Verlagerung der Parkplätze als erste Maßnahme
Die Verlagerung der Parkplätze und des Hubschrauberlandeplatzes ist nötig, da der künftige Neubau auf den Flächen entsteht, die aktuell hierfür genutzt werden. Wenn diese Ersatzflächen in Betrieb genommen werden, wird mit den Vorab-Aushubarbeiten begonnen. Nach Fertigstellung des ersten Bauabschnittes sollen die Interimsplätze dann wieder zurückgebaut werden und das Parken ist dann wieder in direkter Nähe der Klinikgebäude möglich.
Auf dem Bild: Das Modell zeigt den geplanten ersten Bauabschnitt für das Erweiterungsgelände Nord am UKW. Im Herbst 2026 können nun die Vorabmaßnahmen zur Erschließung starten. Fotonachweis: H.-P. Wuthenow

