SCHWEINFURT – Am Sonntag waren die Toiletten am Gästeblock der Riedel Bau-Arena im Schweinfurter Sachs-Stadion verschlossen. Wohl damit besser niemand vom Turnier auf dem benachbarten Feld da mal reinschaut. Denn am Samstag waren die Vandalen da.
Oder besser: Die Fans des FC Hansa Rostock. Fast 3000 tummelten sich im Gästeblock und demzufolge im Bereich der Toilettenanlage gleich neben dem Verpflegungsstand. Dort sah´s nach der Partie aus… wie erwartet. Die Türen, die Wände und genauso der Flutlichmast waren komplett beklebt. Zur „Hansa Zone“ gemacht, so eine Aufschrift.
Blau, Weiß und Rot dominiert seitdem die „Aufkleber-Arena“ – dank der Fans aus auch Güstrow, Parchim, Reutershagen oder Ueckermünde, woher die Fans kamen, was nun nachlesbar ist.
Im Prinzip ist das Sachbeschädigung – aus Sicht der Fußballfans aber Alltag und notwendig, fremde Reviere zu markieren. Als das Geworfene und Hochgehaltene während der Partie oder die Reste des Feuerwerks ließen die Mecklenburg-Vorpommerer ja auch zurück. Fußballstadien als Sauställe…
Beseitigen sollte seitens der Stadt oder vom FC 05 die Aufkleber besser niemand. Schon 14 Tage nach dem Gastspiel der Rostocker kommen ja die Münchner Löwen. Auch da wird der Gäste-Fanblock ausverkauft sein – und das Toilettenhäuschen und der Flutlichtmast dann anders dekoriert ausschauen. Zumindest in ähnlichen Farben…
Nochmal zwei Wochen später verabschieden sich dann die Schnüdel und Erzgebirge Aue gemeinsam aus der 3. Liga. Auch da dürften aus dem Osten eine Menge Schlachtenbummler mitkommen. Lila-Violett wird danach dominieren – und erst Ende Mai lohnt sich ein Entfernen der Hinterlassenschaften. Kommende Saison in der Regionalliga Bayern bleibt ja gegen Vilzing, Buchbach oder Illertissen der Gästeblock der Gästeblock leer.








