OBERSCHWARZACH / WIEBELSBERG – Nach dem aufstieg in die Bezirksliga im Jahr 2014 war Platz neun der schlechteste, Rang fünf der zweitschlechteste. Dazu kamen drei Mal Plaztz vier, drei Mal Rang drei – und zwei weitere Male durfte die SG Oberschwarzach/ Wiebelsberg als Zweiter um den Aufstieg in die Landesliga spielen. Das alles unter dem Spielertrainer-Duo Alexander Gress / Simon Müller.
Das hörte 2025 nach 14 gemeinsamen Jahren auf, nachdem sie das Team von der A-Klasse eben fast in die Landesliga geführt hatten. Mit solchen Leistungen wachsen die Ansprüche. Und unter denen hatte Luca Schmitt zu leiden. Der 25-Jährige kam letzten Sommer von der SG Heidenfeld/ Hirschfeld als Nachfolger von Gress und Müller.
Beide Routiniers aber spielten entgegen der eigentlichen Vorhaben weiter, kickten 23 Mal (Gress) und 16 Mal (Müller) mit, blieben dem Kader genauso erhalten wie andere Leistungsträger. Philipp Mend, Sven Friedrich, Sebastian Reinstein, Jonas Edwards, Jonathan Popp – sie alle mischen meisten mit. Das alles aber verhinderte nicht, dass die SG Oberschwarzach/ Wiebelsberg akut vom erstmaligen Abstieg aus der Bezirksliga bedroht ist.
Auf sechs Partien in Serie mit nur dem einen Punkt gegen Ettleben/Werneck und Niederlagen beispielsweise zuhause im Derby gegen Gerolzhofen und bei Großbardorf 2 sowie dem 0:3 gegen Tabellenführer Aubstadt 2, als man jedoch bis zurz vor Schluss bestens mithielt – folgte jüngst das 1:1 beim abgeschlagenen Schlusslicht TSV Trappstadt. Zehn Minuten vor dem Ende kassierte das mit voller Kapelle angetretene Team den Ausgleich. Kurioser Weise war es das Wiedersehen nach einem Rassismus-Vorfall im Hinspiel.
Das Remis war den Verantwortlichen anscheinend zu viel. Denn via soziale Medien meldeten sie nun: „Die SG O/W hat sich von seinem Spielertrainer Luca Schmitt getrennt. Es übernehmen Co-Trainer Christian Lorey und Sebastian Röckelein.“ Schmitt, der selbst 25 Mal auflief, der dabei fünf Tore erzielte, darunter auch wichtige, der die Mannschaft ebenso coachte, als sie bis in Kreispokal-Finale einzog, das am 1. Mai zuhause in Oberschwarzach gegen Bergrheinfeld stattfindet, ist nun also wieder Vergangenheit.
Mit 25 Punkten nach 25 Partien belegt die SG Relegationsrang 13. Bei sieben Zählern Vorsprung auf die SG Essleben dürfte der direkte Abstieg kein Thema sein, aber das rettende Ufer ist fünf Spiele vor Saisonende greifbar: Knetzgau ist punktgleich, Rödelmaier gerade mal einen Zähler entfernt.
Drei der letzten Aufgaben finden zuhause statt: Diesen Sonntag gegen Tabellennachbar Altbessingen, der am Mittwoch trotz Führung gegen das Team der Stunde aus Bregrheinfeld verlor, gegen Rödelmaier und gegen Bergrheinfeld. Zudem geht es nach Knetzgau und nach Gochsheim.
Ganz wichtige Duelle stehen also noch an. Die SG Oberschwarzach/ Wiebelsberg hat den direkten Klassenerhalt selbst noch in der Hand. Nur halt ohne den Spielertrainer, der eine weitaus kürzere Verweildauer aufzuweisen hatte als seine beiden weiter mitmischenden Vorgänger.


