OBERNAU BEI ASCHAFFENBURG UND HÖSBACH – Am Montag ist es zu zwei Verkehrsunfällen gekommen, bei denen die Verursacher mutmaßlich abgelenkt waren. Die unterfränkische Polizei warnt in einer aktuellen Kampagne vor Ablenkung im Straßenverkehr.
E-Bike-Fahrer übersieht Fußgänger in Obernau
In der Maintalstraße ist ein 57-jähriger Pedelec-Fahrer gegen 11:00 Uhr mit einem 61-jährigen Fußgänger zusammengestoßen, nachdem er, so der aktuelle Stand der Ermittlungen, von seinem am Lenker befestigten Smartphone abgelenkt worden war. Die beiden Deutschen stürzten zu Boden und erlitten leichte Verletzungen. Der Fußgänger musste in ein Krankenhaus eingeliefert und behandelt werden.
Pkw streift Leitplanke in Hösbach
Gegen 05:00 Uhr war eine 30-jährige Deutsche mit ihrem Pkw in der Hauptstraße unterwegs, als sie nach rechts von der Fahrbahn abkommt und die dortige Leitplanke touchiert. Die Unfallverursacherin räumte gegenüber der Polizei ein, dass sie sich zum Unfallzeitpunkt auf ihr Navi konzentriert hatte. Der Gesamtschaden wird auf rund 500 Euro geschätzt.
Präventionskampagne „Augenblick – Ablenkung hat viele Gesichter“
Ablenkung zählt zu den am meisten unterschätzten Unfallursachen im Straßenverkehr und bleibt in seinen Ausmaßen ein zu wenig beachtetes Risiko. Das Ziel der Präventionskampagne ist es, das Bewusstsein für das Thema Ablenkung nachhaltig zu schärfen und eine dauerhafte Verhaltensänderung zu fördern. Damit möchte das Polizeipräsidium Unterfranken einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten.
Die folgenden Aspekte können die Aufmerksamkeit so stark mindern, dass Sekunden über Sicherheit und Unfall entscheiden können:
Smartphone - Lasst die Finger davon!
Vermeiden Sie die Nutzung ihres Mobiltelefons und schalten Sie es vor Fahrtantritt auf lautlos, in den Flugmodus oder nutzen Sie Freisprecheinrichtungen.
Tagträume - Gedanken aus, Aufmerksamkeit an!
Interpretieren Sie frühe Warnzeichen für ein Abschweifen Ihrer Gedanken sensibel und richten Sie ihren Fokus wieder auf die Verkehrssituation. Halten Sie bei anhaltender Unaufmerksamkeit an und machen Sie eine Pause.
Mitfahrer - Passe Gespräche an die Situation an!
Scheuen Sie sich nicht davor, Ihren Mitfahren zu sagen, wenn Sie sich gestört fühlen.
Infotainment - Kenne die Systeme!
Setzen Sie sich vor Fahrtantritt mit den vorhandenen technischen Systemen auseinander, planen Sie Ihre Reiseroute vorab und sorgen Sie dafür, dass alle notwendigen Einstellungen im Stand durchgeführt werden. Beschränken Sie sich während der Fahrt auf die notwendigen Interaktionen.
Essen & Trinken - Plane Pausen ein!
Planen Sie Pausen ein, um in Ruhe zu essen und zu trinken. Ohnehin sind Pausen, insbesondere bei längeren Fahrtstrecken, sinnvoll um stets volle Konzentration zu gewährleisten.
Weitere Infos zur Präventionskampagne finden Sie hier:
Die Bayerische Polizei – Augenblick – Ablenkung hat viele Gesichter
Verdacht auf Verstöße nach dem Aufenthaltsgesetz
LOHR A. MAIN, LKR. MAIN-SPESSART. Am Montag konnten fünf Insassen mit georgischer Staatsangehörigkeit bei einer Kontrolle eines Kleintransporters keine Dokumente vorlegen. Es folgten Anzeigen nach dem Aufenthaltsgesetz und weitere Maßnahmen.
Gegen 11:40 Uhr führten Beamte der Lohrer Polizei eine Verkehrskontrolle bei einem Kleintransporter in der Rechtenbacher Straße durch. Die Insassen des Fahrzeugs, allesamt Georgier im Alter zwischen 29 und 55 Jahren, konnten keinen Reisepass oder gleichwertige Dokumente vorlegen.
Die fünf Männer wurden daraufhin zur Durchführung weiterer Überprüfungen zur Polizeidienststelle gebracht. Zwei der Männer, so stellte sich dabei heraus, waren polizeilich gesucht worden.
Nach Abschluss aller Maßnahmen und Abwendung eines Haftbefehls durch Geldzahlung, konnten die Männer aus dem Polizeigewahrsam entlassen werden. Die Polizei Lohr ermittelt in diesem Fall weiter.
E-Scooter ohne Versicherung geführt – Polizei unterbindet Weiterfahrt in zwei Fällen
MARKTHEIDENFELD, LKR. MAIN-SPESSART. Am Montag hat die Polizei nach Verkehrskontrollen zweier Tretroller mit Elektromotor deren Weiterfahrt unterbunden und Strafanzeigen gestellt. Diese verfügten über keine gültige Versicherung.
Am Mainkai stoppten die Beamten gegen 15:25 Uhr einen 19-jährigen Deutschen, dessen E-Scooter ein ungültiges grünes Versicherungskennzeichen trug. Der Fahrer rechtfertigte sich damit, dass es nicht sein Fahrzeug, sondern der Roller seines Vaters ist. Entsprechend erfolgte jeweils eine Anzeige an den Fahrer und eine an den Halter des E-Scooters.
Gegen 17:20 Uhr ist ein 37-jähriger tadschikische Staatsbürger in der Baumhofstraße ebenfalls mit einem E-Scooter ohne Versicherung angehalten worden. Auch er verfügte nur über ein abgelaufenes Kennzeichen.
Den beiden Männern, die sich nun einem Strafverfahren wegen Fahren ohne Pflichtversicherung stellen müssten, wurde die Weiterfahrt untersagt. Ihre E-Scooter mussten sie nach Hause schieben.
Im Zusammenhang mit dem Fahren von E-Scootern gibt die Unterfränkische Polizei die folgenden Hinweise:
Das Mindestalter für das Fahren mit einem E-Scooter liegt bei 14 Jahren
Für E-Scooter-Fahrer gelten dieselben Alkoholgrenzwerte wie für Autofahrer. Bei alkoholisiertem Fahren werden Bußgelder erhoben und es kann der Führerschein entzogen werden
E-Scooter-Fahrer dürfen nicht auf Gehwegen und in Fußgängerzonen fahren
Das Tragen eines Helmes ist nicht vorgeschrieben, wird jedoch empfohlen, um schwere Kopfverletzungen zu verhindern.
Der E-Scooter benötigt eine gültige Versicherung und ein entsprechendes Kennzeichen
Das Fahren zu zweit auf dem E-Scooter ist untersagt
23-jähriger Motorradfahrer kollidiert nach Sturz mit entgegenkommendem Pkw
GEMÜNDEN A. MAIN, LKR. MAIN-SPESSART. Am Sonntagnachmittag ist ein Motorradfahrer auf der Staatsstraße 2303 gestürzt und mit einem entgegenkommenden Pkw kollidiert. Der 23-Jährige wurde dabei schwer verletzt. Die Polizei Gemünden ermittelt zum Unfallhergang.
Gegen 13:30 Uhr kam der 23-jährige Deutsche mit seinem Motorrad der Marke Honda auf dem Weg von Gemünden nach Schaippach in einer Rechtskurve zu Fall, rutschte auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort mit einem Opel Corsa.
Der Motorradfahrer wurde bei dem Unfall schwer verletzt und musste in ein Krankenhaus verbracht werden. Auch der 26-jährige Fahrer des Opel sowie seine beiden Mitfahrerinnen, zwei Frauen im Alter von 34 und 72 Jahren, alle deutsche Staatsbürger, erlitten leichte Verletzungen.
Der Gesamtschaden an den Fahrzeugen wird auf rund 16.000 Euro geschätzt.
Nach ersten Ermittlungen war mutmaßlich nicht angepasste Geschwindigkeit des Motorradfahrers Ursache des Sturzes.

