OSNABRÜCK / KÖNIGSBRUNN / SCHWEINFURT – Man sollte als Schweinfurter Sportfan diesen Samstag genießen. Denn die Saure Gurken-Zeit kommt wieder viel zu früh. Fast 500 Kilometer Luftlinie voneinander entfernt, einmal 360 Kilometer Fahrtstrecke in Richtung Norden und dann fast 300 im Süden finden nacheinander zwei Top-Ereignisse statt.
Ab 14 Uhr treten die Schnüdel zum viertletzten Auswärtsspiel dieser Saison in der 3. Liga an. Diese Fußballrunde gilt zwar mehr oder weniger als komplett vergurkt und wird mit dem direkten Wiederabstieg in der Regionalliga Bayern enden. Doch bevor es auch noch bei Waldhof Mannheim auswärts gegen ein Kult-Team geht, steht diesen Samstag die Reise an die Bremer Brücke an. Zum Tabellenführer VfL Osnabrück, der in seiner Arena, die Fußballfans lieben, stets 15.000 Zuschauer anlockt. Ausverkauft ist das Stadion an den Bahngleisen und ziemlich zentral in der niedersächsischen Stadt gelegen eigentlich immer nur dann, wenn die Gästefans ihren Block nicht ausverkauft haben. Was mutmaßlich auch diesmal nicht der Fall sien wird. Dennoch dürften 250 Schweinfurter Anhänger mitreisen und auf eine Überraschung hoffen beim so ungleichen Duell Erster gegen Letzter.
Vier Stunden nach Anpfiff ist dann an einer ganz anderen Ecke Deutschlands Bully beim Aufeinandertreffen Erster gegen Zweiter. Wenn man die Hauptrunde der Eishockey-Bayernliga in Betracht zieht. Nach je 30 Partien waren die Königsbrunner Pinguine und die Schweinfurter Mighty Dogs die besten Teams der Liga. Nur logisch, dass sich beide in Viertel- und Halbfinale der Playoffs durcsetzten und nun in den Endspielen mit der Serie Best of-Seven tatächlich diesen Samstag im alles entscheidenden siebten Match den neuen Bayerischen Eishockey-Meister ermitteln.
Leider in Königsbrunn, denn hätte der ERV Schweinfurt Heimrecht – um die 3000 Zuschauer im Icedome wären wohl sicher. Die kleine Halle der Pinguine fast gerade mal 1200 Fans – und seitens der Hauherren ist die Euphorie nicht annährend so groß wie bei den Unterfranken. Die chartern ab Mittag gleich vier Busse zusätzlich zu dem der Mannschaft. Über 200 Anhänger reisen organisiert Richtung Schwaben mit einer Aktion, wie sie seitens der Schnüdel diese Saison nicht ein einziges Mal organisiert wurde. Mindestens 300 Schweinfurter dürften auf alle Fälle stimmlich am frühen Samstagabend für ein Heimspiel der Mighty Dogs sorgen – der Lohn dafür soll ein Pokal sein, der nach den 60 Minuten oder auch nach Overtime und notfalls Penaltyschießen überreicht wird.
www.mainfranken.news berichtet jeweils zeitnah von diesen sportlichen Hightlights, von denen es danach nicht mehr so viele geben wird. Die Eishockey-Saison verabschiedet sich mit diesem letzten Finale in die Sommerpause. Die künstliche Intelligenz, die das Foto dazu erstellt hat, tut sich leider etwas schwer mit den vier Vereinen, den Logos und deren Farben…
Die LVM-Versicherung präsentiert die gesamte Saison die Berichterstattung der Schnüdel aus der 3. Liga und drückt dem FC 05 stets die Daumen. Und heute gilt das auch für die Mighty Dogs:



