OSNABRÜCK / SCHWEINFURT – Exakt 14.599 Fans an der fast ausverkauften Bremer Brücke, Livespiel im dritten Programm des NDR: Ja, das war nochmals großer Fußball mit den Schnüdeln mittendrin. Der Tabellenführer der 3. Liga und designierte Zweitligist empfing den FC 05 auf dessen Abschiedstour. Und die Gäste brachten Geschenke mit. In Form einer verwundbaren Defensive und einer enttäuschenden Leistung.
Überraschend stand der 22 Jahre alte Grieche Nikolaos Vakouftsis in der Startelf, wohingehen zahlreiche namhafte Akteure erst einmal auf der Bank Platz nahmen. Wie erwartet gab Osnabrück al soveräner Tabellenführer in der Anfangsphase mächtig Gas und erspielte sich schnell drei überaus gute Möglichkeiten – jeweils mit Keeper Toni Stahl als Sieger. Und das vor den wieder dauersingenden rund 300 mitgereisten Fans aus Schweinfurt.
In der 27. Minute fiel das 1:0 durch den Abstauber von Abwehrmann Niklas Wiemann demzufolge verdient. Vakouftsis, zur Pause ausgewechselt, hatte zuvor einen Freistoß verursacht, der zum Eckball abgefälscht wurde. Und nach dem klingelte es nicht mehr sonderlich überraschend. Zehn Minuten später gar das 2:0, als die Schnüdel sich auskontern ließen und Lars Kehl völlig frei vor Stahl treffen konnte. Das war einfach zu billig, aber so erklärt sich dann halt auch eine Rote Laterne.
Die erste Halbzeit war schon ein kleiner Klassenunterschied. Kommende Saison werden dann (wohl) zwei Ligen beide Vereine trennen. Und auf die Osnabrücker kommen Dienstag in Duisburg und kommenden Sonntag zuhause gegen Cottbus zwei schwere Aufgaben in dieser Englischen Woche zu.
Für diese konnten sich die Niedersachen nach der Pause schonen. Um freilich nach exakt einer Stunde alles klar zu machen: Beim 3:0 stand Robin Meißner wieder völlig frei vor Toni Stahl. Den Querpass verhinderte ausgerechnet Namenskollege Thomas Meißner nicht. Damit war die Partie endgültig entschieden. Zweifel am Sieger gab´s aber freilich ohnehin zu keiner Zeit.
In der 83. Minute machte Frederik Christensen mit dem 4:0 den Kantersieg perfekt. Es war ein gebrauchter Nachmittag für die Schweinfurter bei einam eller dings auch komplett übermächtigen und in allen Belangen besseren Gegner.
Und dann auch noch das: In drei Parallelspielen hatten drei Teams, die alle noch in die Riedel Bau-Arena im Sachs-Stadion kommen werden, jeweils Heimrecht: Erzgebirge Aue wahrte seine Chancen auf den Klassenerhalt nicht so recht durch das 3:5 gegen Hoffenheim 2 (wo es nach einer halben Stunde bereits 0:4 stand), Hansa Rostock (2:3 gegen Viktoria Köln) und der TSV 1860 München (1:1 gegen Waldhof Mannheim) kassierten echte Dämpfer im Aufstiegsrennen.
Erst am späten Samstagnachmittag erwartet Rot-Weiß Essen, der Gegner der Schnüdel am Dienstagabend, zum großen Derby und Spitzenspiel den MSV Duisburg. Zumindest für Aue dürfte es am letzten Spieltag beim Gastspiel in Schweinfurt wohl um nichts mehr gehen, da bliebe dann der Ansturm der Gästefans im Duell der fixen Absteiger aus…
Schweinfurt: Stahl – Zeller (ab 62. Endres), Meißner (ab 68. Grimbs), Langhans, Celebi, Geis, Vakouftsis (ab 46. Osawe), Angleberger, Böhnlein (ab 62. Müller), Latteier, Wintzheimer (ab 46. Shuranov).
Auf der Bank: Weißbäcker – Fery, Özden, Forkel; Trainer: Jones
Foto: Screenhot NDR
Die LVM-Versicherung präsentiert die gesamte Saison die Berichterstattung der Schnüdel aus der 3. Liga und drückt dem FC 05 stets die Daumen:


