SCHWEINFURT – Am 1. Mai 2010 startete Sebastian Remelé durchaus denkwürdig in sein damals neues amt als Schweinfurter Oberbürgermeister: Es gab eine Demonstration größerer und unbeliebterer Gruppen, die als „Nazi-Demo“ in die Geschichte Schweinfurts einging.
Mit zuvor Gegenprotesten, tausenden Bürgern auf den Beinen und der gesamten Polizei aus Franken und Thüringen in der Stadt.
Und nun kommt´s: Zum Antritt von Nachfolger Ralf Hofmann, der am 1. Mai den sogar etwas jüngeren Remelé nach 16 Jahren ablöst, erwartet Schweinfurt ein ähnliches Szenario. Die AfD Thüringen hat nämlich eine Kundgebung angemeldet und will vom Hauptbahnhof zum Roßmarkt marschieren.
Der Weg ist nicht grundlos gewählt: Eisenbahn und Bus stehen im Mittelpunkt, viel mehr aber das Auto und die Spritpreise. Die Alternative für Deutschland protestiert gegen deutlich über 2 Euro für den Liter Benzin und vor allem Diesel.
Björn Höcke, der vielleicht mutmaßliche nächste Bundeskanzler, meldete die Demo an unter dem Motto „Autofahren muss bezahlbar sein, wer´s verhindert, ist ein Schwein!“ Damit fiel die Wahl der Kundgebung fast schon zwangsweise auf Schweinfurt. Allerdings stand auch das Motto „Günstig Strom und Gase, wer´s nicht will, ist ein Hase“ im Raum und die Demo würde in Haßfurt stattfinden….
Jedenfalls dürften am 1. Mai nun mindestens 5000 Polizisten in Schweinfurt auflaufen und erwartet Ralf Hofmann ein ähnlicher Start ins Amt wie damals Sebastian Remele. Über Gegenkundgebungen wird www.mainfranken.news zu gegebener Zeit noch berichten.

