SCHWEINFURT – Im Bau- und Umweltausschuss des Stadtrats geht´s am Donnerstag ab 8.00 Uhr in öffentlicher Sitzung im Rathaus um innovative Vorhaben zweier Unternehmen. Um eine Anlage zur Herstellung von Wasserstoff und um eine Batteriespeicheranlage.
Die Tyczka GmbH hat eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb einer Anlage zur Herstellung von Wasserstoff (Wasserstoff-Elektrolyseur) auf dem Betriebsgelände in der Hafenstraße 22 in 97424 Schweinfurt beantragt.
Die Anlage zur Lagerung von Wasserstoff bis zum Abtransport mittels LKW ist laut Beschlussvorlage der Stadt Schweinfurt als Nebenanlage einzuordnen. Die Gesamtlagermenge beträgt 8,3 Tonnen Wasserstoff. Aufgrund der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben ist die Genehmigung zu erteilen.
Die Anlage erzeugt mit einem Elektrolyseur Wasserstoff auf Basis regenerativer Energien. Der so erzeugte grüne Wasserstoff substituiert in und außerhalb der Stadt Schweinfurt fossile Energieträger. Die Anlage leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und liegt im Sinne der Energiewende. Aus Klimaschutzperspektive ist die Anlage zu begrüßen.
Und: Die Batteriespeicher Schweinfurt GmbH & Co. KG beabsichtigt die Errichtung einer Batteriespeicheranlage mit zwölf Batteriespeichern, vier Transformatoren und einem Betriebsgebäude auf dem Grundstück Fl. Nr. 842 Gemarkung Oberndorf in Schweinfurt.
Das Grundstück grenzt unmittelbar an das bestehende Umspannwerk Vorderer Kindleinsweg, Gemarkung Oberndorf in Schweinfurt an, welches der Umspannung von Hoch- auf Mittelspannung dient. Die geplante Anlage weist eine Nennleistung von insgesamt 20 Megawatt auf.
Die beteiligten Nachbarn haben dem Vorhaben nicht zugestimmt. Konkrete Einwendungen wurden nicht erhoben. Dem Vorhaben stehen öffentlich-rechtliche Vorschriften nicht entgegen. Die Baugenehmigung ist zu erteilen.
Das Vorhaben hat negative Auswirkungen auf den Naturschutz, die durch artenschutzrechtliche Maßnahmen sowie Kompensationsmaßnahmen ausgeglichen werden.
Batteriespeicher stabilisieren im Rahmen der mit der Energiewende voranschreitenden Elektrifizierung und Dezentralisierung der Energieversorgung die Stromnetze. Sie erhöhen die Verfügbarkeit erneuerbarer Energien. Sie sind damit wichtige Bestandteile der Energiewende und wirken sich positiv auf den Klimaschutz aus. aufgenommen.
Durch das Vorhaben wird aus stadtklimatischer Sicht Ausgleichsraum im Außenbereich durch neue Versiegelung beeinträchtigt. Laut Klimaanpassungskonzept ist dieser Ausgleichsraum an der betreffenden Stelle jedoch von „geringer Bedeutung“ für das Stadtklima.
Der Beschlussvorschlag sieht, vor, dass dem Bauantrag stattgegeben wird. Nichts anderes dürfte der Bau- und Umweltausschuss beschließen.
Bilder: Stadt Schweinfurt / Tyczka GmbH


