SCHWEINFURT – Letztlich war die Wahlbeteiligung von gerade mal 52,2 Prozent überaus dünn und beweist, dass der Hälfte der Schweinfurter die Kommunalpoltik völlig egal ist. Aber: Es wird natürlich nach 16 Jahren unter Sebastian Remelé einen neuen Oberbürgermeister geben. Und die Frühlingsluft signalisierte am Sonntag eines: Wechselstimmung!
Mit 37,6 Prozent gewann der SPD-Favorit Ralf Hofmann im ersten Durchgang deutlich vor CSU-Mann Oliver Schulte (23,4), der es somit in die Stichwahl schaffte und Dr. Thomas Felsner (AfD, 16,2) letztlich deutlich distanzierte. Achtungserfolge gab es für Stefan Labus (Freie Wähler, 9,9) und Dr. Ulrike Schneider (Initiative Zukunft / ödp, 6,9 Prozent), während Holger Laschka (Grüne, 3,6) bei seinem zweiten Versuch, OB zu werden, komplett beim Bürger durchfiel und Axel Schöll (FDP, 2.5 Prozent) unter dem generell schlechten Abschneiden seiner Partei zuletzt in Deutschland (und auch bei den Wahlen in Baden-Württemberg) litt. Dort gewannen die Grünen knapp vor der CSU, ging die SPD mit 5,5 Prozent der timmen unter. In Schweinfurt ist das Bild also ein ganz anderes.
Nun entscheidet sich am Sonntag, den 22. März, in einer Stichwahl die Nachfolge von Remelé. Ralf Hofmann oder Oliver Schulte – es kann nur einen geben. Man darf gespannt sein, ob sich die ausgeschiedenen Kandidaten in den nächsten Tagen positionieren. So oder so geht SPD-Kandidat Hofmann als Favorit in den finalen Wahlgang.
Unser Bild hat die künstliche Intelligenz erstellt und zeigt den Aushang am Schweinfurter Rathaus: Ralf Hofmann (SPD) oder Oliver Schulte (CSU) – in knapp zwei Wochen kann es nur einen als neuen Schweinfurter Oberbürgermeister geben…
Oberbürgermeisterstichwahl am 22. März
Nachdem keiner der sieben Bewerber bei der Oberbürgermeisterwahl am 08. März 2026 mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen erhalten hat, findet am zweiten Sonntag nach dem Wahltag, dem 22. März 2026, eine Stichwahl unter den zwei Personen statt, die bei der ersten Wahl die höchsten Stimmenzahlen erhalten haben: Ralf Hofmann (SPD) und Oliver Schulte (CSU). Bei der Stichwahl ist gewählt, wer von den abgegebenen gültigen Stimmen die höchste Stimmenzahl erhält.
Die Wahlbenachrichtigungen aus der ersten Wahl gelten auch für die Stichwahl. Sie wurden deshalb den Wählern in den Abstimmungsräumen wieder ausgehändigt. Für den Urnengang sind sie nicht zwingend erforderlich. Die Wähler benötigen dann jedoch einen Personalausweis oder Reisepass, um im Abstimmungsraum wählen zu können. Die 37 Abstimmungsräume sind die gleichen wie bei der Wahl am 08. März 2026.
Stimmberechtigt bei der Stichwahl ist, wer auch bei der ersten Wahl stimmberechtigt war, unabhängig davon, ob man bei der Hauptwahl gewählt hat oder nicht.
Von den rund 38.100 Wahlberechtigten haben knapp 10.000 Wählerinnen und Wähler bei der Beantragung der Briefwahlunterlagen für die Hauptwahl auch bereits Briefwahlunterlagen für die Stichwahl angefordert. Diese werden ab Ende dieser Woche automatisch zugeschickt.
Wer für die Stichwahl bereits Briefwahl beantragt hat, kann am 22. März 2026 nicht im Abstimmungsraum wählen gehen. Sollten die Briefwahlunterlagen nicht bis zum 20. März 2026 durch die Deutsche Post zugestellt worden sein, wird dringend darum gebeten, mit dem Wahlamt Kontakt aufzunehmen (Tel. 09721 51-3360, E-Mail: wahlen@schweinfurt.de).
Die Beantragung von Ersatzunterlagen ist nur bis zum Samstag, 21. März 2026, 12 Uhr, möglich.
Wer noch keine Briefwahlunterlagen beantragt hat, dies für die Stichwahl aber noch tun möchte, kann dies online, schriftlich oder ab 12. März 2026 persönlich beim Bürgerservice im Rathaus tun.
Weitere Informationen und Fristen dazu finden sich auf www.schweinfurt.de/wahlen.

