MÜNCHEN / BERLIN / SCHWEINFURT – Zur Eröffnung der Internationalen Handwerksmesse in München haben sich auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche zur Bedeutung des Handwerks geäußert.
Dazu erklärt die Schweinfurter Bundestagsbgeordnete Agnes Conrad, Sprecherin für ein starkes Handwerk der Fraktion Die Linke im Bundestag: „Dass das Handwerk auf der Messe in München politisch gewürdigt wird, ist richtig. Das Handwerk ist eine tragende Säule unserer Wirtschaft und unverzichtbar für Ausbildung, regionale Wertschöpfung und die sozial-ökologische Transformation.“
Viele Betriebe stünden jedoch weiterhin unter erheblichem Druck, so Conrad weiter. „Gerade deshalb braucht das Handwerk mehr als wohlklingende Worte auf einer Messe. Viele Betriebe kämpfen mit steigenden Kosten, Fachkräftemangel und unsicheren Rahmenbedingungen. Politik muss hier verlässliche Perspektiven schaffen, damit Betriebe planen, investieren und ausbilden können.“
Gerade in Bayern und in Regionen wie Schweinfurt werde deutlich, wie wichtig ein starkes Handwerk für die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort sei. „In Schweinfurt ist das Handwerk auch deshalb besonders geschätzt, weil es für viele Menschen eine stabile Perspektive bietet. Während die stark vertretene Automobil- und Zulieferindustrie konjunkturellen Schwankungen und Transformationsdruck unterliegt, steht das Handwerk vielerorts für verlässliche Arbeitsplätze und regionale Beständigkeit.“
Deshalb brauche das Handwerk auch politisch mehr Aufmerksamkeit, betont Conrad. „Viele kleine und mittlere Handwerksbetriebe sichern Arbeitsplätze, bilden junge Menschen aus und halten Pressemitteilung Wertschöpfung in der Region. Wer das Handwerk stärken will, muss deshalb auch die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung endlich ernst nehmen.“

