Versuchtes Tötungsdelikt am Hauptbahnhof: 35-jähriger Afghane ging mit einem Messer auf Menschen los, Passanten greifen beherzt ein

Versuchtes Tötungsdelikt am Hauptbahnhof: 35-jähriger Afghane ging mit einem Messer auf Menschen los, Passanten greifen beherzt ein
Bild von Maria Saveleva auf Pixabay

WÜRZBURG – Am Montagvormittag ist es am Hauptbahnhof Würzburg zu einem versuchten Tötungsdelikt gekommen. Ein 35-jähriger afghanischer Staatsangehöriger versuchte dem Sachstand nach mit einem Messer auf mehrere Personen einzuwirken.

Der Tatverdächtige konnte durch mehrere Unbeteiligte überwältigt werden und wurde vorläufig festgenommen.

Tat gegen 08:00 Uhr

Nach derzeitigen Erkenntnissen befand sich der 35-jährige Tatverdächtige gegen 07.50 Uhr im Bereich der Eingangshalle des Hauptbahnhofs. Er trat an einen Stand der Zeugen Jehovas heran und führte in der Folge unvermittelt mehrere Stichbewegungen in Richtung eines 68-jährigen Mannes aus und ging auch einen 55-Jährigen und einen 51-Jährigen körperlich an.

Mehrere Passanten, unter anderem ein Polizeibeamter in zivil, griffen sofort ein und konnten den 35-Jährigen überwältigen. Eine Streife der Bundespolizei war nur kurze Zeit nach Eingang des ersten Notrufs vor Ort und konnte den Tatverdächtigen vorläufig festnehmen. Auch mehrere Streifen der Würzburger Polizei waren umgehend an der Einsatzörtlichkeit.

Dem Sachstand nach wurden die drei genannten Personen durch den Tatverdächtigen leicht verletzt. Sie erlitten jedoch keine Schnitt- oder Stichverletzungen. Sie werden gegenwärtig durch unsere Einsatzkräfte betreut.

Kriminalpolizei übernimmt Ermittlungen

Der Bereich um die Tatörtlichkeit wurde weiträumig abgesperrt. Die Kriminalpolizei Würzburg hat noch vor Ort ihre Ermittlungen aufgenommen. Neben Spurensicherungsmaßnahmen werden nun auch die Videoaufzeichnungen des Hauptbahnhofs gesichert. Zudem erfolgt eine Durchsuchung der Wohnung des 35-Jährigen.

Die Beamten ermitteln nun mit Hochdruck insbesondere zum genauen Tatablauf und den Hintergründen der Tat.

Hinweise von Zeugen

Im Zuge der Ermittlungen setzten die Beamten auch auf Hinweise aus der Bevölkerung:

Wer konnte die Tat in der Eingangshalle beobachten?
Wer hat den Tatverdächtigen im Vorfeld des Geschehens am Hauptbahnhof oder auch im Bereich der Kaiserstraße wahrgenommen?
Wer konnte Ausrufe oder Gesten des Mannes wahrnehmen?
Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben?

Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 mit der Kriminalpolizei in Verbindung zu setzen.

Würzburgs Oberbürgermeister Martin Heilig erklärt: „Was heute am Bahnhof passiert ist, bewegt uns alle sehr. Mein ausdrücklicher Dank gilt den Einsatzkräften, die schnell vor Ort waren und die Lage zügig gesichert haben, ergänzend zu dem beherzten Eingreifen der Bürgerinnen und Bürger. Wir stehen als Stadt zusammen und lassen uns nicht verunsichern. Wichtig ist es jetzt, bei den gesicherten Informationen zu bleiben.“

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