MÜNNERSTADT – 27 Punkte nach 18 der 30 Saisonpartien bedeuten zur Winterpause für den TSV Münnerstadt einen überaus ordentlichen fünften Tabellenplatz mit allerdings wenig Kontakt nach oben, aber nach unten noch keine echte Sicherheit.
Fünf Siege aus den letzten sechs Partien des Jahres 2025 ohne eine Niederlage waren ein grandioser Abschied in die freie Zeit, die Anfang März mit dem Punktspiel-Re-Start ausgerechnet beim Tabellenführer endet.
www.mainfranken.news sprach zur Pause mit Trainer Christian Brauner.
Wie bewertet Ihr Eure erste Saisonhälfte – und warum?
Christian Brauner: Wir vergeben 5 von 10 Punkten. Der Saisonstart verlief positiv mit dem Unentschieden in Geo und dem Heimsieg gegen Ettleben. Im weiteren Verlauf hatten wir jedoch erhebliche Schwierigkeiten. Gegen Ende des Jahres konnten wir uns stabilisieren, wichtige Punkte einfahren und eine gute Serie starten. Wir hoffen, aus den Rückschlägen gelernt zu haben.
Welches war das bisher beste Spiel und welches das schlechteste? Und jeweils: Warum?
Christian Brauner: Das beste Spiel war das Heimspiel gegen Trappstadt – fußballerisch und spielerisch eine sehr starke Leistung. Das schlechteste Spiel hatten wir in Altbessingen. Dort waren wir chancenlos und haben verdient deutlich verloren. Besonders bitter war dies, da es gegen meinen Ex-Verein ging.
Was hat Euch bisher in der Liga am meisten überrascht?
Christian Brauner: Die Ausgeglichenheit der Liga. Viele etablierte Mannschaften tun sich schwer, und es ist kaum vorhersehbar, wer wann und wo sicher gewinnt.
Wer ist für Dich der Spieler der Hinrunde: Bei Euch und in der Liga?
Christian Brauner: Bei uns gibt es keinen einzelnen Spieler, den ich besonders hervorheben möchte. Wir haben uns als Team weiterentwickelt und aus Niederlagen gelernt. Spieler der Liga ist für mich nicht relevant – mein Fokus liegt ausschließlich auf meiner Mannschaft und deren Entwicklung.
Nach dem letzten Spieltag 2026 steht Ihr auf welchem Platz und erreicht den genau dann, wenn was passiert?
Christian Brauner: Wir wollen die Saison auf einem einstelligen Tabellenplatz beenden. Voraussetzung dafür ist, dass wir den Klassenerhalt frühzeitig sichern und anschließend konzentriert an der Weiterentwicklung unserer jungen Spieler arbeiten.
Was war für Dich DER außergewöhnlichste Moment der ersten Halbserie?
Christian Brauner: Der Auswärtssieg in Sand. Niemand hatte uns dort etwas zugetraut, wir kamen vom Relegationsplatz und starteten mit diesem Erfolg unsere Serie bis zur Winterpause.
Bei welchem Auswärtsspiel hat’s Euch am besten gefallen und bei welchem Heimspiel waren die Gegner besonders gesellig?
Christian Brauner: Am besten gefallen hat uns das Auswärtsspiel in Altbessingen – dort haben wir nach dem Spiel gemeinsam mit bekannten Gesichtern noch lange zusammengesessen. Bei den Heimspielen war Strahlungen besonders gesellig; nach dem Spiel wurde bis in die Nacht gefeiert.
Wird sich den Winter über im Kader etwas verändern?
Christian Brauner: Nein, es sind keine Veränderungen geplant.
Wirst Du als Trainer über den nächsten Sommer hinaus weitermachen?
Christian Brauner: Ja, ich habe meinen Vertrag um zwei weitere Jahre verlängert.
Wie schaut das Testspiel-Programm aus, gegen wen geht es um Punkte wieder los?
Christian Brauner: Wir absolvieren im Winter vier Testspiele. Der Punktspielstart erfolgt am 1. März gegen Aubstadt.
Thema Nationalmannschaft: Sind Nagelsmanns Jungs auf dem Weg, um 2026 Weltmeister zu werden?
Christian Brauner: Nein, aktuell fehlt uns die individuelle Qualität auf Weltklasse-Niveau. Wir liegen hinter der internationalen Spitze zurück.
Sollte man per Gesetz beschließen, beim FC Bayern München die Punkte zu halbieren, damit die Bundesliga wenigstens ein bisschen spannend wird?
Christian Brauner: Nein. Bayern hat sich den Vorsprung erarbeitet und spielt attraktiven Fußball.
Was muss man beim 1. FC Schweinfurt 05 machen, damit sich die Schnüdel mal etablieren können im Profifußball?
Christian Brauner: Es braucht einen langfristigen Plan – und den verfolgt Markus Wolf bereits. Kontinuierlicher Aufbau über Jahre ist entscheidend, nicht kurzfristige Lösungen. Dann ist auch die Etablierung in der 3. Liga realistisch.
Tee oder Kaffee, Berge oder Meer, Fisch oder Fleisch, Putin oder Trump, Eishockey oder Handball, Hardrock oder Elektropop, Zopf oder Glatze, Online oder Druck, Pornos oder Kirche, Smartphone oder Wählscheibe, AfD oder Linke, Zigeunerschnitzel oder Paprikaschnitzel, Christkind oder Osterhase – sucht oder zum Thema Gegensätze einen heraus und kommentiert ihn aus Eurer Sicht – damit sich hier nicht alles nur um Fußball dreht… 😉
Christian Brauner: „Smartphone oder Wählscheibe?“ – Ganz klar Smartphone! Einige Jungs aus der Mannschaft würden mit der Wählscheibe wahrscheinlich immer noch versuchen, Pizza zu bestellen, während andere schon gegessen haben und längst beim Dartspielen wären.
Wir danken für das Gespräch und wünschen alles Gute!


























