Halbzeit beim FC Rottershausen: „Gegen Ende konnten wir uns wieder etwas zusammennehmen!“

Halbzeit beim FC Rottershausen: „Gegen Ende konnten wir uns wieder etwas zusammennehmen!“

ROTTERSHAUSEN – Nach 16 der 28 Saisonpartien belegt der FC Einigkeit Rottershausen in der Rhöner Kreisliga mit 18 Punkten den zehnten Platz und befindet sich noch in Abstiegsgefahr.

Gerade auswärts lief es gar nicht für das Team von Trainer Jens Mammitzsch. In der Fremde holte das Team gerade mal drei Punkte, der einzige Sieg gelang aber ausgerechnet im Derby in Reichenbach mit einem 5:0 zum Jahresende, als sich der FC mit drei Partien ohne Niederlage in den Winter verabschiedete.

www.mainfranken.news sprach zur Pause mit Kapitän Maximilian Seufert als Vertreter vom Coach.

10 Punkte sind perfekt, deren 0 der Oberflop. Wie bewertet Ihr Eure erste Saisonhälfte – und warum?
Maximilian Seufert: Ich würde uns 3–4 Punkte geben. Wir sind eigentlich ganz gut in die Runde gestartet, haben dann aber den Faden verloren und durch Unvermögen und Pech einige Punkte liegen gelassen. Gegen Ende konnten wir uns wieder etwas zusammennehmen und so noch einen einigermaßen versöhnlichen Jahresabschluss schaffen.

Welches war das bisher beste Spiel und welches das schlechteste? Und jeweils: Warum?
Maximilian Seufert: Unser bestes Spiel war meiner Meinung nach das erste Saisonspiel gegen Reichenbach. Von der ersten bis zur letzten Minute haben wir keinen Zweifel am Sieg aufkommen lassen.
Als schlechteste Spiele muss ich die Auswärtspartien in Garitz und Wollbach nennen. Dort haben wir uns komplett reindrücken und verunsichern lassen und konnten kaum eigene Aktionen nach vorne entwickeln.

Was hat Euch bisher in der Liga am meisten überrascht?
Maximilian Seufert: Trotz der teilweise klaren Tabellensituation ist es immer möglich, dass eine tabellarisch deutlich schlechter platzierte Mannschaft eines der Top-Teams schlägt. Das zeigt, wie auch in den letzten Jahren, die hohe Ausgeglichenheit der Liga.

Wer ist für Dich der Spieler der Hinrunde: Bei Euch und in der Liga?
Maximilian Seufert: In der Liga ist sicherlich Lukas Tartler von Untererthal zu nennen. Er ist der torgefährlichste und zugleich wichtigste Spieler der aktuell besten Mannschaft.
Bei uns möchte ich keinen Einzelspieler herausheben. Wir haben mehrere junge Spieler, die den nächsten Schritt gemacht haben, deutlich mehr Minuten bekommen und dadurch auch spürbar mehr Einfluss auf unser Spiel nehmen.

Nach dem letzten Spieltag 2026 steht Ihr auf welchem Platz und erreicht den genau dann, wenn was passiert?
Maximilian Seufert: Ein Platz zwischen 7 und 10, also außerhalb der Abstiegsränge, vorausgesetzt wir arbeiten im Winter gut, kommen verletzungsfrei durch die Vorbereitung und können an die Leistungen aus den letzten Spielen anknüpfen.

Was war für Dich DER außergewöhnlichste Moment der ersten Halbserie?
Maximilian Seufert: Hier fällt mir direkt nichts ein, was ich nennen würde.

Bei welchem Auswärtsspiel hat´s Euch am besten gefallen und bei welchem Heimspiel waren die Gegner besonders gesellig?
Maximilian Seufert: Da würde ich das Derby in Rannungen nennen. Die Spiele sind zwar auf dem Platz immer intensiv umkämpft, aber nach dem Spiel werden die Abende dann doch meistens sehr lang. Als besonders geselligen Gegner möchte ich außerdem die Mannschaft aus Untererthal hervorheben.

Wird sich den Winter über im Kader etwas verändern?
Maximilian Seufert: Fabio Erhard wird aus Münnerstadt zurückkehren und unseren Kader verstärken. Ansonsten gibt es keine Änderung.

Wird der Trainer über den nächsten Sommer hinaus weiter machen? Wenn nein: Wer wird sein Nachfolger?
Maximilian Seufert: Wir haben uns mit unserem Trainer Jens Mammitzsch bereits darauf geeinigt, auch in der Saison 2026/27 weiter zusammenzuarbeiten. Jens passt super zu unserer Mannschaft und zu unserem Verein und wir sind sehr glücklich darüber, dass er bei uns ins dritte Jahr gehen wird. Julian Göller hat derweil sein Co-Traineramt zur Winterpause abgegeben. Ob es zukünftig zum Cheftrainerposten zusätzlich noch einen zweiten Trainerposten geben wird, wird in den kommenden Wochen und Monaten geprüft.

Wie schaut das Testspiel-Programm aus, gegen wen geht es um Punkte wieder los?
Maximilian Seufert: Wir haben einen bunten Mix an Testspielgegnern und spielen unter anderem gegen die Kreisklassisten Hambach und Oehrberg sowie gegen die Bezirksligisten Ettleben/Werneck und Münnerstadt. Ende Februar geht es für uns in Nordheim in der Rhön wieder um wichtige Punkte.

Thema Nationalmannschaft: Sind Nagelsmanns Jungs auf dem Weg, um 2026 Weltmeister zu werden?
Maximilian Seufert: Die Mannschaft ist nach der enttäuschenderen Phase vor Nagelsmann wieder auf einem besseren Weg. Die Leistungen sind zwar teilweise noch etwas schwankend, aber es ist ein klarer Trend in die richtige Richtung zu erkennen. Wenn es jedoch um die Favoriten für die WM 2026 geht, müssen zunächst andere Kandidaten genannt werden.

Sollte man per Gesetz beschließen, beim FC Bayern München die Punkte zu halbieren, damit die Bundesliga wenigstens ein bisschen spannend wird?
Maximilian Seufert: Ich bin zwar kein Bayern-Fan, aber man muss neidlos anerkennen, dass sie sehr guten Fußball spielen und mit Abstand die konstanteste Mannschaft sind. Ich würde ihnen keine Punkte abziehen, denn aus meiner Meinung heraus liegt es vielmehr an der Konkurrenz, die zu häufig einfache Punkte liegen lässt und dadurch deutlich mehr Spannung in die Liga bringen könnte.

Tee oder Kaffee, Berge oder Meer, Fisch oder Fleisch, Putin oder Trump, Eishockey oder Handball, Hardrock oder Elektropop, Zopf oder Glatze, Online oder Druck, Pornos oder Kirche, Smartphone oder Wählscheibe, AfD oder Linke, Zigeunerschnitzel oder Paprikaschnitzel, Christkind oder Osterhase – sucht oder zum Thema Gegensätze einen heraus und kommentiert ihn aus Eurer Sicht – damit sich hier nicht alles nur um Fußball dreht… 😉
Maximilian Seufert: Wenn ich mich bei einem Urlaub zwischen Meer und Bergen entscheiden müsste, würde meine Wahl auf die Berge fallen. Dort findet man meiner Meinung nach die besten Voraussetzungen, um wirklich abzuschalten und dem oft stressigen Alltag zu entkommen.

Wir danken für das Gespräch und wünschen alles Gute!

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