SCHWEINFURT – Fast 1400 Zuschauer kamen unter der Woche trotz Faschings-Kehraus in den Icedome. Alleine diese Zahl zeigt, wie heiß die Schweinfurter derzeit auf Eishockey und die Mighty Dogs sind. Zu feiern gab´s aber nichts: Die Hausherren verpassten den vorzeitigen Sprung in das Play-off-Halbfinale.
Schuld daran hatten der Gast aus Miesbach und 20 Minuten seitens des ERV-Teams zwischen der 22. und der 42. Minute. Aus einem 4:2 für Schweinfurt machten die Oberbayern zwischenzeitlich ein 6:4 aus ihrer Sicht. Erst dann verkürzte Georg Pinsack nochmals, ehe der vierfache Torschütze Felix Feuerreiter elf Sekunden vor dem Ende ein langes Anrennen beendete. Mit dem entscheidenden Empty Net-Goal. Benedict Roßberg hatte sein Gehäuse verlassen, er löste ab dem 4:6 Leon Pöhlmann ab.
Dabei begann alles so gut aus Sicht der Mighty Dogs, die vor wieder großer Kulisse mit 1:0, 2:1 und 3:2 in Führung gingen. Als Konstantin Melnikov nach 135 Sekunden des zweiten Drittels sogar das 4:2 erzielte, schien es ein schöner Abend zu werden. Doch dann traf neben Feuerreiter auch Petr Gulda drei Mal. Zwei Mann von Miesbach waren am Dienstag genug für die Unterfranken.
Die müssen nun am Freitag wieder bis fast an den Schliersee reisen und können dort den Sack zumachen. Falls nicht, dann würde es 3:3 stehen und es käme zu einem Do or Die-Spiel am Sonntag ab 18 Uhr im Schweinfurter Icedome. Dann sicherlich vor nochmals mehr Zuschauern.
Gut: Ab Freitag ist der bislang gesperrte Petr Pohl bei den Mighty Dogs wieder an Bord. Und noch länger bleiben wird Tomas Cermak. Dessen Vertragsverlängerung um gleich zwei weitere Saisons gab der ERV vor dem Dienstagsspiel bekannt.
Zwei Duelle des Viertelfinals sind entschieden: Königsbrunn steht nach vier Siegen gegen Peißenberg genauso im Halbfinale wie Dingolfing (gegen Kempten). Landsberg gewann vor 1450 Fans gegen Klostersee nach Verlängerung und führt genauso wie die Mighty Dogs mit 3:2.
Eishockey, Bayernliga, Play-Offs, Viertelfinale, Spiel 5: ERV Schweinfurt Mighty Dogs – TEV Miesbach: 5:7 (3:2, 1:4, 1:1)
Tore für Schweinfurt: 1:0 (06.45) Josef Dana (Tomas Cermak, Kristers Donins), 2:1 (12:04) Konstantin Melnikov (Kevin Adam, Alexander Asmus), 3:2 (19:12) Arturs Homjakovs (Dana, Cermak), 4:2 (22:15) Melnikov (Lukas Krumpe, Lucas Kleider – 5:4), 5:6 (42:14) Georg Pinsack (Kleider, Pavel Bares).
Zuschauer: 1395

