SCHWEINFURT – Gleich zum Start um 13 Uhr regnete es mal genz heftig und der Faschingsumzug durch die Innenstadt stand kurzzeitig unter einem schlechten (und heulenden) Stern. Doch dann wurde es doch noch ein ordentliches Wetter und die paar zehntausend Zuschauer an den Straßen hatten ihre Freude, ohne nass zu werden.
Dienstag rundet traditionell der große Gaudiwurm vom Spitalseeplatz am Theater bis zum Marktplatz (über Zeughaus, Kornmarkt, Roßmarkt und Spitalstraße) den Reigen der Umzüge in der Region ab. Im Landkreis Schweinfurt ging´s schon am Freitag los mit dem Nachtzug in Mühlhausen, wonach beispielsweise Forst, Unterspiesheim, Bergrheinfeld oder Kützberg folgten. Und am Ende dann eben: Schweinfurt!
Den wahrscheinlich orginellsten Wagen hatten die Wirtschaftsjunioren am Start, die ihre Werbung für den Schweinfurter Berufsinformationstag – kurz SBIT – am 14. März im Konferenzzentrum auf der Maininsel, die große Ausbildungsmesse mit rund 100 Unternehmen, verbanden mit dem „Event“ sechs Tage zuvor: Die Oberbürgermeister-Wahlen in Schweinfurt.
Alle sieben Kandidaten (eine zog ja noch zurück…) wurden als Boxer abgebildet und mit einem Slogen versehen. Die einzige Kandidatin Dr. Ulrike Schneider ist die „Veto Ulli“, was bei ihr absolute Zustimmung fand „angesichts der vielen Fehlentscheidungen im Schweinfurter Stadtrat, gegen die ich aufgestanden bin“, wie sie unmittelbar nach dem Faschingsumzug kommentierte.
Ralf Hofmann, mit roter Nase im Publikum zu entdecken, wurde „Farbverwechsler“ genannt, Holger Laschka „Karrieregrüner“, Oliver Schulte der „#Selfie Oli“, Axel Schöll „Krawall Axel“ und Stefan Labus „Trittbrett Labus“. Und dann war da noch der nicht gezeigte und auch nicht namentlich genannte „Der Disqualifizierte“.
Ja, es fällt halt nicht leicht zu akzeptieren, dass die AfD auch einen Kandidaten aufstellt und der womöglich noch nicht mal Siebter im Ranking wird… Der AfD Kreisverband Schweinfurt-Stadt reagierte prompt via soziale Medien, sprach von „Wahlpropanda“ und von angenommenen Wetten, „…wie viele dieser Kandidaten von unserem OB-Kandidaten Dr. Thomas Felsner im 1. Wahlgang ausgeknockt werden“.
Die Schweinfurter Kindertafel hatte wieder einen eigenen Wagen, die drei Schweinfurter Karnevalsvereine ESKAGE, Antöner und Schwarze Elf fuhren Sehenswertes auf. Und neben der ein oder anderen Tanzgruppe mischten sich wieder viele „Auswärtige“ in den Wurm, die man die Tage zuvor schon hier wie da gesehen hatte.
Auf dem Wagen der ESKAGE: Zumindest ein letztes Mal in seiner Funktion als Oberbürgermeister fuhr der seit Mai 2010 amtierende Sebastian Remelé mit. Neben ihm das Prinzenüaar des Vorjahres: Thorsten und Frank waren die fleißigsten Bonbon-Werfer des Nachmittags…
Und hier nun ein langes Video, danach folgen zahlreiche Fotos. Viel Spaß beim Anschauen! Und die Berichterstattung auf www.mainfranken.news darf gerne weiter empfohlen werden…










































