Spitze Zungen: Zwei Wochen Olympischer Stress

Spitze Zungen: Zwei Wochen Olympischer Stress
Foto: ChatGPT / künstliche Intelligenz

Die letzten beiden Olympischen Winterspiele waren zwar aus der Sicht der Delegation Deutschlands sehr erfolgreich, aufgrund der Zeitverschiebung in Südkorea und China aber für TV-Junkies schwer zu genießen. Wird jetzt alles besser?

2018 bleibt vor allem das Eishockey-Finale in Erinnerung, als Deutschland am frühesten Morgen schon den Schläger am Gold hatte, dann aber doch gegen das längst vergessene Russland unglücklich verlor. Selten war eine Nacht zuvor so kurz…

Und 2022, zu den Corona-Games, griffen unsere Athleten im Eiskanal alle Medaillen ab bei den zugegeben langweiligsten Sportarten ever. Beim Rodeln oder Bobfahren gleicht ein jeder Lauf dem anderen. Fernsehtauglich wird das erst dann, wenn die Jungs und Mädels gegeneinander fahren.

Sotchi zuvor im längst vergessenen Russland waren schöne Fernsehspiele, auch vier Jahre zuvor in Vancouver konnte man abends angenehm sofalümmelnd gut live zuschauen. Ebenso 2026 bei Olympia in Turin. Und nun kehren die Spiele nach Italien zurück.

Ob das Konzept mit vielen Austragungsorten, weit voneinander verstreut, nun ein passendes ist? Naja, München wollte das ja auch so haben und in Oberstdorf, Garmisch, Berchtesgaden oder Ruhpolding Wettkämpfe austragen. Wurde abgelehnt. Und nun? Mailand, sogar Verona, diverse Alpen-Orte… In Cortina, dem Namensgeber, in erster Linie Curling in der legendären alten Olympia-Eishalle. Wer kennt noch Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler?

Und mit Curling ging´s diesen Mittwoch vorab schon los. Ab dem Wochenende dann: Zwei Wochen Sport-Stress mit leider Biathlon, Ski Alpin, Skispringen und den heißesten Wettberwerben eher tagsüber, wenn Ottonormalolympiazuschauer arbeiten muss.

Abends wird dann überwiegend Shorttrack, Curling, Bobrennen, Eiskunstlauf oder so ein Schnickschnack übertragen. Alles, was das Flutlicht hergibt. Weitestgehendst Uninteressantes. Aber auch Eishockey mit hoffentlich lange im Wettkampf vertretenen Nationalmannschaften Deutschlands.

Als Sportfan wird der Autor dieser Zeilen jeden Abend Olympia konsumieren. Alle vier Jahre für zwei Wochen: Wenn nicht jetzt, wann dann? Das Problem ist: Der Fernsehplan ist auch ohne Spiele eng gestrickt. Der Bergdoktor will beispielsweise verarztet werden und muss 90 Minuten geschaut werden. Genauso Simone Thomalla als Dorfhelferin im Bayrischzeller Frühling.

Und dann ist ja noch: „Dahoam is dahoam“, was der Verfasser dieses Textes erst seit 2023 anschaut, weshalb er auch die alten Folgen kucken muss, die der BR morgens ab 9 Uhr in Doppelfolgen zeigt. Montag bis Freitag. Vier Tage gibt´s dazu neue Erlebnisse.

Bedeutet: 14 mal knapp 30 Minuten Lanzing pro Woche sind Pflicht, also im Schnitt zwei Folgen am Tag mit einer Stunde vor der Glotze, wo nun aber Olympia fordernd sagt: „Schau´ mich, ich komme erst 2030 wieder!“ Dann übrigens aus Frankreich und wieder den Alpen. Und spätestens bis dahin sind hoffentlich die alten Erlebnisse von „Dahoam is dahoam“ durch…

Michael Horling
redaktion@mainfranken.news

Foto: ChatGPT / künstliche Intelligenz

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