Sprechen mit und über Russlanddeutsche – mit Ira Peter und Ella Schindler

Sprechen mit und über Russlanddeutsche – mit Ira Peter und Ella Schindler
Foto: Arthur Bauer

SCHWEINFURT – „Deutsch genug? Warum wir endlich über Russlanddeutsche sprechen müssen“, so lautet der Titel eines Buches der Journalistin, Autorin und Bloggerin Ira Peter.

Auf Einladung des Oberbürgermeisterkandidaten Ralf Hofmann kommt Ira Peter am 8. Februar nach Schweinfurt liest aus ihrem Buch und setzt sich mit Vorurteilen gegenüber Russlanddeutschen auseinander. Sie will über die Geschichte der 2,5 Millionen Russlanddeutschen in Deutschland sprechen und beklagt Folgen verfehlter Integrationspolitik. Ira Peter kam als Kind aus Kasachstan nach Deutschland und lebt heute in Mannheim. Sie wurde vielfach für ihre Arbeit ausgezeichnet.

Auch die vielen in Schweinfurt lebenden Russlanddeutschen sehen sich Vorurteilen wie „Sie wählen rechts, sprechen nur russisch und unterstützen Putin?“ ausgesetzt. Diesen Vorurteilen will Ira Peter Tatsachen und Hintergründe entgegensetzen. Moderiert wird diese Veranstaltung von Ella Schindler, einer aus der Ukraine stammenden Journalistin, deren Familie Verfolgungen unterschiedlicher Seiten ausgesetzt war. Sie hat eine besondere Verbindung zu Schweinfurt, wo ihre Mutter lebt. 2024 wurde ihr der Frauenpreis der Stadt Nürnberg verliehen, weil sie mit ihrer Lebensgeschichte eingewanderten Menschen ein Vorbild sein könne.

Ralf Hofmann freut sich viele am Thema Interessierte am Sonntag, 08.02.2026 um 17 Uhr im Gut Deutschhof begrüßen zu dürfen und auf interessante Beiträge der Autorin Ira Peter und der Moderatorin Ella Schindler wie auch von Menschen, die aufgrund ihrer Biografie das Thema „Deutsch genug“ aus eigener Perspektive betrachten können. „Menschen, deren Wurzeln im russischsprachigen Bereich liegen, sind ein fester und wertvoller Bestandteil der Gesellschaft in Schweinfurt. Wir müssen lernen uns gegenseitig besser zu verstehen und zu respektieren,“ so Hofmanns Wunsch an diese Veranstaltung und die Zukunft.

Der Eintritt ist frei.

Foto: Arthur Bauer

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