BANZ / BAD KÖNIGSHOFEN – „Ich freue mich, dass wir den Erhalt des Rathauses in Bad Königshofen im Landkreis Rhön-Grabfeld mit 3.279.000 Euro aus dem Entschädigungsfonds unterstützen können“.
Das gab Kunstminister Markus Blume bei der Übergabe der Förderzusage in Kloster Banz bekannt. „Hier schlägt seit dem Mittelalter das Herz der Stadt Bad Königshofen: Das Rathaus ist steingewordene Bau- und Stadtgeschichte und erzählt von fürstbischöflicher Macht, bürgerlichem Selbstbewusstsein und fränkischer Baukunst. Von seiner Errichtung im 15. Jahrhundert über die Renaissance-Umbauten unter der Herrschaft der Würzburger Fürstbischöfe bis zu den heutigen Restaurierungs- und Modernisierungsarbeiten steht es für ein herausragendes Stück Baugeschichte.“
Königshofen ist eine hennebergische Gründungsstadt des 13. Jahrhunderts (Stadtrecht um 1235). Der Marktplatz ist von Bürgerhäusern des 18. und des 19. Jahrhunderts umgeben. Beherrschend steht auf seiner Südseite das Rathaus des 15. und 16. Jahrhunderts. Das historische Gebäude ist von einem mächtigen Mansarddach gedeckt und von einem zweigeschossigen Eckerker mit Zwiebelhaube und Laterne geziert. Dieser fällt durch die aufwendige Durchbildung der Werksteinteile mit Gesimsen, Profilen, Nischen, Figurenreliefs sowie die Wappen von Fürstbischof Friedrich von Wirsberg und Fürstbischof Julius Echter auf. Unter der Herrschaft des Fürstbischofs Julius Echters wurde das Rathaus umfassend neu gestaltet. Dreimal täglich hört man das Glockenspiel des Rathauses mit sich drehenden Puppen. Das Glockenspiel soll an die Sage zur Entstehung der Stadt erinnern.
Die Schwerpunkte der Sanierung liegen auf Instandsetzungsarbeiten des spätbarocken Dachwerks, der Restaurierung des historischen Fassadenputzes und seiner Stuckelemente sowie der Erneuerung der Ladenfronten der Verkaufsgewölbe im Erdgeschoss.
Eigentümer des Baudenkmals ist die Stadt Bad Königshofen i. Grabfeld. Der Entschädigungsfonds wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verwaltet und gemeinsam vom Freistaat und den Kommunen getragen. Den Bewilligungsbescheid erlässt das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege, mit dem die Maßnahme abgestimmt ist. Die Maßnahme wird durch das Landesamt für Denkmalpflege auch fachlich begleitet.
Auf dem Bild: Kunstminister Markus Blume (r.), Steffen Vogel, MdL (l.) und dem Ersten Bürgermeister von Bad Königshofen Thomas Helbling (M.) bei der Übergabe der Förderzusage in Kloster Banz. © Axel König/StMWK

