Tischtennis-Krimi mit Happy End: Bad Königshofen gibt die rote Laterne an die besiegten Grenzauer ab!

Tischtennis-Krimi mit Happy End: Bad Königshofen gibt die rote Laterne an die besiegten Grenzauer ab!

BAD KÖNIGSHOFEN – Was war das wieder für ein Kraftakt in der ShakehandsArena! Nach über 3,5 Stunden Bundesliga-Tischtennis auf höchstem emotionalem und sportlichem Niveau durfte der TSV Bad Königshofen endlich wieder jubeln: Exakt ein Jahr nach dem letzten Erfolg haben die Grabfelder einen Heimsieg eingefahren.

Mit dem hart umkämpften 3:2 gegen den TTC Zugbrücke Grenzau gaben sie zugleich die Rote Laterne ab und meldeten sich eindrucksvoll im Abstiegskampf zurück. Die Liga ist enger denn je – der Anschluss an das hintere Mittelfeld ist hergestellt.

Bastian Steger führt voran

Einmal mehr war Bastian Steger der Man of the Match. Trotz starker Erkältung zeigte Basti eine unglaubliche Energieleistung und baute seine Siegesserie auf acht und neun Erfolge in Serie aus. Damit steht er nun bei einer beeindruckenden 11:4-Bilanz und hat sich bis auf Platz fünf der Bundesligarangliste vorgearbeitet.

Zum Auftakt gegen Maciej Kubik begann Basti wie in besten Tagen und führte schnell mit 2:0 Sätzen. Doch der Pole kämpfte sich zurück, wehrte im vierten Satz gleich fünf Matchbälle ab und erzwang den Entscheidungssatz. Dort zeigte Basti einmal mehr seine Klasse und Nervenstärke und machte mit einem souveränen 11:6 den ersten Punkt perfekt.

Feng holt für Grenzau den Ausgleich

Filip Zeljko nutzte zunächst den Schwung und holte sich den ersten Satz gegen Grenzaus Nummer eins Feng Yi-Hsin. Danach zeigte der Taiwanese jedoch seine ganze Klasse und drehte die Partie zum 3:1-Erfolg für die Gäste – 1:1 zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel kam es erneut zum Duell zwischen Daniel Habesohn und dem ehemaligen TSV-Spieler Martin Allegro. Wie schon in der Vorrunde musste sich Dani (dieses Mal nach 5 Sätzen) geschlagen geben. Beim Stand von 1:2 schienen die Chancen Bad Königshofens angesichts Bastians angeschlagenem Zustand und der Doppelstärke Grenzaus dank eines Martin Allegro deutlich zu sinken.

Steger wächst über sich hinaus

Doch dann folgte der nächste Gänsehautmoment: Bastian Steger wuchs über sich hinaus und schlug Feng Yi-Hsin glatt mit 3:0. Besonders der erste Satz hatte es in sich, als Basti bei 7:10 drei Satzbälle abwehrte und sich den Durchgang noch mit 12:10 sicherte. Spätestens jetzt stand die Shakehandsarena Kopf – das entscheidende Doppel musste die Entscheidung bringen.

TSV-Doppel im wahren Spielrausch

Im alles entscheidenden Doppel spielten sich das neuformierte Doppel Daniel Habesohn – ehemaliger Europameister im Doppel – und Andre Bertelsmeier – aktueller Deutscher Doppelmeister – in einen wahren Spielrausch. Habesohn spielte die beiden Grenzauer routiniert und clever an, Bertelsmeier vollendete immer wieder mit seinen knallharten Vorhandtopspins und zeigte, warum ihn die halbe Liga verpflichten wollte. Mit einem klaren 3:0 gegen Walker/Allegro machten sie den ersten Heimsieg seit dem 18.01.2025 perfekt. Standing Ovations und pure Emotionen waren der verdiente Lohn.

Die Mannschaft lebt – Ausrufezeichen im Abstiegskampf

Drei Siege aus den letzten vier Spielen, die einzige Niederlage dabei denkbar unglücklich mit 2:3 gegen den BVB Dortmund – diese Mannschaft lebt! Nach dem sensationellen Auswärtssieg in Bremen haben die Grabfelder nun auch zuhause nachgelegt und die Rote Laterne an Grenzau weitergereicht. Deutlich zu spüren war, dass das Selbstvertrauen, das Selbstverständnis wieder zurück sind.

Jetzt wartet mit dem 1. FC Saarbrücken TT die nächste Mammutaufgabe, bevor dann zum nächsten Heimspiel am 31.01.2026 der TTC Fulda Maberzell in der Shakehandsarena erwartet wird.

Tischtennis-Bundesliga:
TSV Bad Königshofen – TTC Zugbrücke Grenzau 3:2
Bastian Steger – Maciej Kubik 3:2 (11:5, 11:8, 9:11, 12:14, 11:6)
Filip Zeljko – Feng Yi-Hsin 1:3 (11:9, 7:11, 9:11, 5:11)
Daniel Habesohn – Martin Allegro 2:3 (3:11, 11:8, 6:11, 11:9, 6:11)
Bastian Steger – Feng Yi-Hsin 3:0 (12:10, 11:8, 11:4)
Habesohn/Bertelsmeier – Walker/Allegro 3:0 (11:7, 13:11, 11:4)

Text: Text: Jürgen Halbig / TSV Bad Königshofen
Foto: Rudi Dümpert

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