Spitze Zungen: Was für eine friedliche Silvesternacht!

Spitze Zungen: Was für eine friedliche Silvesternacht!
Foto: ChatGPT / künstliche Intelligenz

Was war das doch für ein beruhigender Moment, als gleich am frühen Morgen des Neujahrstags die Medien in den Hauptnachrichten von einer weitestgehend friedlichen Silvesternacht sprachen. Nun gut, das galt in erster Linie für die großen und organisierten Veranstaltungen in Deutschland wie beispielsweise in Berlin.

Auch da natürlich, in der Hauptstadt wie in Leipzig oder Hamburg, nur kleinere Zwischenfälle mit Böller- und Raketen-Angriffen auf verletzte Polizisten. Und auch nur ein paar brennende Mülleimer, um die 400 Festnahmen und kiloweise beschlagnahmte illegale Pyrotechnik. Weit weniger Stress als die Jahre zuvor. Alles hielt sich im Rahmen.

Klar, im Berliner Unfall-Krankenhaus Marzahn wurden 25 Patienten mit schweren Handverletzungen eingeliefert, zum Teil mussten ihnen Finger komplett amputiert werden. Aber was sind schon 25 künftige Krüppel in einer Millionenstadt, wenn man als Gegenleistung doch mächtig Spaß haben konnte?

Bielefeld gibt´s ja bekanntlich gar nicht, weshalb die Geschichte auch nicht stimmen kann mit den beiden jungen Männern. Fake-News! Welche Medien melden sowas? Kann ja auch gar nicht sein, dass unabhängig voneinander gleich zwei 18-Jährige mit selbstgebauter Pyrotechnik hantieren und dabei angeblich tödliche Gesichtsverletzungen erleiden. Niemand muss wegen eines Feuerwerks sterben, weil im Vorfeld ja auch davor eindringlich gewarnt wurde. Und wenn es schon die jungen Leute nicht mitbekommen, dann haben es ihnen doch garantiert die Eltern verboten.

Erst 14 Jahre alt war ein Junge, der in Rostock durch einen Böller seine Hand verlor. Erstens ein tragischer Einzelfall, zweitens halb so schlimm. Ist doch nur die Hand. Auch 2026 werden Ende des Jahres nicht nur die die Rostocker und Bielefelder tonnenweise Raketen kaufen. Und abschießen dürfen. So einen Spaß kann man nicht verbieten.

In Stuttgart musste die Feuerwehr gerade mal 60 kleinere Brände löschen. Natürlich stand keiner im direkten Zusammenhang mit Silvester. Auch nicht der Vollbrand nachts in Aschaffenburg. Genauso das geräumte brennende Hochhaus im Würzburger Stadtteil Lindleinsmühle nicht. Oder der Balkonbrand in Heuchelhof, bei dem eine Seniorin starb. Alles war so friedlich!

200 Brände alleine in Mittelfranken, darunter der Millionenschaden an einem Mehrfamilienhaus und eine komplett ausgebrannte und umgestürzte Scheune, 878 Notrufe bei der Integrierten Leitstelle Nürnberg – Peanuts. Die tausende Einsatzkräfte in dieser Region hatten in der Silvesternacht eh nichts Besseres vor.

In Baunach bei Bamberg brannte eine Scheune ab. 100.000 Euro Schaden. Regelt die Versicherung! Sieben Verletzte gab´s bei Blaichach im Landkreis Oberallgäu. Wohl durch einen Feuerwerkskörper in einer Mülltonne. Ja, irgendwo muss man die Dinger doch entsorgen! In Bad Endorf in Oberbayern brannte gleich ein komplettes Fitnesscenter. Nicht weiter schlimm, trainiert hat ja niemand. Waren alle im Freien beim Raketenschießen!

Bei Passau hat ein Mann seine ehemalige Lebensgefährtin durch Schüsse aus einer Waffe verletzt. Voll fies, wenn jemand sowas ausgerechnet in der Silvesternacht macht und damit die Bilanz verfälschen will! Das nächste Mal bitte an Weihnachten schießen, ja?!

Und klar, außerhalb von Deutschland passierte auch nicht wirklich viel. Beim Großbrand einer Kirche in Amsterdam wurde niemand verletzt. Gibt ja ohnehin immer weniger Gläubige. Und ganz ehrlich: Wer im Schweizer Skiort Crans-Montana eine Nobelbar besucht, ist doch selbst schuld. Die Explosion, die zum Feuer mit vielen Toten führte, wurde bestimmt von einer Pommes-Friteuse ausgelöst. Das kann immer wieder passieren.

Silvester war klasse – und sooo friedlich! Ein frohes Neues 2026 – auf weitere so viele gute Nachrichten in genau einem Jahr. Bis dahin möge bitte die bundesdeutsche Regierung weitere Waffenlieferungen in die Ukraine beschließen. Für die nächsten 12 Monate Feuerwerk in Russland.

Michael Horling
redaktion@mainfranken.news

Foto: ChatGPT / künstliche Intelligenz

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