Mindestens einen Euro und ein deutliches politisches Signal: Spendenaktion zu Gunsten des Schweinfurter Frauenhauses

Mindestens einen Euro und ein deutliches politisches Signal: Spendenaktion zu Gunsten des Schweinfurter Frauenhauses
Foto © Jochen Felbaum

GEROLZHOFEN – Mit der Aktion „Frauen halten zusammen – Wir tragen Euch“ rufen Initiatorinnen aus Gerolzhofen alle Frauen in Stadt und Landkreis Schweinfurt sowie den Landkreisen Rhön-Grabfeld, Bad Kissingen und Haßberge dazu auf, mit mindestens einem Euro das Schweinfurter Frauenhaus zu stärken und gleichzeitig ein deutliches politisches Signal zu senden.

Schutz vor Gewalt duldet keinen Aufschub – das Gewalthilfegesetz muss deutlich schneller vollständig umgesetzt und Frauenhäuser müssen endlich ausreichend unterstützt werden.

Eine symbolische Spende von einem Euro für das Schweinfurter Frauenhaus verbindet konkrete Hilfe mit einer klaren politischen Forderung: Schutz vor Gewalt muss schnell und flächendeckend Realität werden – und nicht erst wie geplant 2032.

Der Beitrag ist bewusst niedrigschwellig gewählt, soll aber ein Zeichen für Solidarität mit Hilfe suchenden Frauen und für ihren Anspruch auf Schutz und Beratung setzen.

Parallel zur Spendenaktion läuft eine Online-Petition auf der Plattform WeAct von Campact: Unter dem Titel ‚Offener Brief an die Bundestagsabgeordneten der Wahlkreise Schweinfurt-Kitzingen und Bad Kissingen‘ können Unterstützerinnen und Unterstützer mit ihrer Unterschrift verlangen, dass das Gewalthilfegesetz deutlich schneller umgesetzt und der Schutz vor Gewalt für Frauen und Kinder zügig ausgebaut wird

(Petition: https://weact.campact.de/petitions/offener-brief-an-die-bundestagsabgeordnete-der-wahlkreise-schweinfurt-kitzingen-und-bad-kissingen).

Die Initiatorinnen fordern, das im Februar 2025 beschlossene Gewalthilfegesetz deutlich früher vollständig umzusetzen, damit der Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung nicht erst ab 2032 vollständig greift.

Frauenhäuser und Fachberatungsstellen sollen dauerhaft ausreichend finanziert und flächendeckend ausgebaut werden, damit Schutz suchende Frauen nicht mehr vor verschlossenen Türen stehen.

Nach Vorgaben der Istanbul-Konvention fehlen in Deutschland weiterhin tausende Plätze in Frauenhäusern, die vorhandenen rund 7700 bis 7800 Plätze reichen bei weitem nicht aus.

Auch das Schweinfurter Frauenhaus als zentrale Anlaufstelle für die Region Main-Rhön arbeitet mit nur zwölf Plätzen am Limit und kann Schutzsuchenden nicht immer wohnortnah helfen.

Spenden – gerne auch über einen Euro hinaus– sind auf das Treuhandkonto bei der VR-MainBank (Ute Elisabeth Höfner, IBAN DE63 7936 2081 0001 0792 80, Zweck: Frauen helfen Frauen) möglich.

Auf dem Bild: Rund 100 Frauen setzen am dritten Advent in Gerolzhofen mit einem gemeinsamen Foto den Startpunkt der Aktion, viele mit einem weißen Handschuh an der rechten Hand als Symbol für den Schutz von Frauen vor Gewalt durch Männer.
Foto © Jochen Fehlbaum

Comments

No comments yet. Why don’t you start the discussion?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert