Barbarafest in Schweinfurt: Landsmannschaft der Oberschlesier feiert 65-jähriges Jubiläum

Barbarafest in Schweinfurt: Landsmannschaft der Oberschlesier feiert 65-jähriges Jubiläum

SCHWEINFURT – Die Landsmannschaft der Oberschlesier (LdO) in Schweinfurt hat bei ihrer diesjährigen Barbarafeier ein besonderes Jubiläum begangen.

Seit 65 Jahren bewahrt die Kreisgruppe Traditionen, Kultur und Gemeinschaftsgeist der oberschlesischen Heimat – und trägt diese Werte zugleich fest in der neuen Heimat Unterfranken weiter. Kreisvorsitzender Peter Wardenga blickte in einer Rückschau auf die Geschichte und die Entwicklung der Landsmannschaft in Schweinfurt zurück.

Den feierlichen Auftakt bildete der Einzug der Fahnen – begleitet vom Bergmannslied „Glück auf, der Steiger kommt …“. Es folgten ein geselliges Beisammensein bei Kaffee und Kuchen, eine Totenehrung sowie Grußworte der Gäste.

Unter den Ehrengästen war auch die Schweinfurter Landtagsabgeordnete Martina Gießübel (CSU), die in ihrem Grußwort die Bedeutung des Barbarafestes für die Landsmannschaft hervorhob. Die heilige Barbara – Patronin der Bergleute – stehe, so Gießübel, „für Mut, Vertrauen und Standhaftigkeit – gerade dann, wenn es unter Tage dunkel ist.“ Zugleich würdigte sie die Lebensleistung vieler oberschlesischer Familien, deren Geschichten mit Bergbau, harter Arbeit und Entbehrungen, aber auch mit „tiefem Glauben“ und starkem familiärem Zusammenhalt verbunden seien.

Ein Schwerpunkt der Feier war die Mitgliederehrung: Ausgezeichnet wurden langjährige Mitglieder – darunter Frau Elisabeth Busch für 60 Jahre, Peter Wardenga für 45 Jahre sowie Kathharina Zimon für 15 Jahre Mitgliedschaft. Nicht im Bild. Joachim Lauer, der für v45b Jahre geehrt wurde, aber nicht anwesend sein konnte. Begleitet wurden die Geehrten unter anderem von Kassiererin Monika. Giller (in Tracht) sowie dem emeritierten Diözesanvertriebenenseelsorger Pfarrer Adam Possmayer, der auch die Barbarazweige segnete.

Im kulturellen Programm stand traditionsgemäß die Segnung der Barbarazweige im Mittelpunkt. Die Barbarazweige sind ein lebendiges Symbol des Advents: Sie stehen für Hoffnung und Zuversicht – und dafür, dass Neues wachsen kann, auch wenn die Tage dunkel sind. Genau darin zeigt sich der Kern des Barbarafestes: gelebter Glaube, Erinnerung und Gemeinschaft über Generationen hinweg.

Zum Abschluss sorgte schließlich noch eine „Nikoläusin“ für einen heiteren Ausklang und unterstrich den besonderen Charakter der Feier als Brücke zwischen Barbaratradition, Adventszeit und oberschlesischem Brauchtum.

Fotos: Adam Szeczina

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