Aufruf auf Facebook brachte großen Erfolg: Kinder, Jugendliche und Erwachsene beteiligten sich

Aufruf auf Facebook brachte großen Erfolg: Kinder, Jugendliche und Erwachsene beteiligten sich

SCHWEINFURT – Vor einem Jahr rief Yvonne Müller, Betreuerin im Friederike-Schäfer-Heim in Schweinfurt in Absprache mit der Heimleitung via Facebook dazu auf, die Heimbewohner mit Weihnachtspost zu erfreuen.

Und die Resonanz war sehr groß, wurde aber in diesem Jahr noch getoppt. Kindergärten, Schüler/innen der Friedrich-Rückert-Grundschule, der Frieden-Mittelschule, der Auenschule, der International School of Mainfranken, des Berufsschulzentrums Alfons Goppel und viele Einzelpersonen kamen der Bitte nach und schickten Weihnachtsgrüße und Präsente oder kamen sogar selbst vorbei.

So folgten auch Schulleitung, Lehrerschaft und Elternbeirat der Friedensschule dem Aufruf. Die beiden 6.Klassen der Lehrerinnen Julia Prescher und Kathi Lurz wählten Texte, bereiteten Weihnachtskarten vor, backten Plätzchen und verpackten diese ansprechend. Die Klasse 6b kam, so gerüstet, in das Friederike-Schäfer-Heim, wo sie schon erwartet wurden.

Gemeinsam mit den Heimbewohnern und dem Personal sangen die Kids verschiedene alte und neuere Weihnachtslieder, wobei viele Senior/inn/en eine überraschende Textsicherheit bewiesen. Die Gäste lasen die ausgewählten Texte vor, leider etwas zu leise für manche Senioren.

Yvonne Müller ließ einige Bewohner erzählen, wie sie früher Weihnachten gefeiert haben. Herr Marius erinnerte sich daran, dass die Familie zusammenkam, die sonst überall verstreut lebte, am Christbaum sang und es am 25. die Geschenke gab, viel weniger als heute. Dafür lag bis zu zwei Meter hoch der Schnee und er musste sechs Kilometer zur Schule laufen mit kurzer Hose und gestrickten Strümpfen.

Frau Geyer, früher Spielwarenverkäuferin, erzählte, dass sie eine Schildkrötpuppe bekam, einen Seppel. Ein Jahr später hatte die Mutter ein Puppenkleid genäht und dann war der Seppel ein Puppenmädchen.

Die Schülerinnen und Schüler verteilten ihre Weihnachtskarten und die Geschenkpackungen mit den Plätzchen. Bevor sie den Rückweg antraten, waren sie Gäste im Wohnheim.

Yvonne Müller berichtete von 150 handgeknüpften Glühwürmchen und 100 Gießharz-Engelchen, die liebe Mitmenschen ins Heim gebracht und verteilt hatten und von der Friseurin, die acht Stunden lang den Bewohnern kostenlos die Haare geschnitten hatte.

Auf den Fotos:

Beim gemeinsamen Singen bewiesen die Bewohner, wie gut sie manche Texte parat hatten.

Heimbewohner und das Personal bedankten sich bei den Lehrerinnen, Schülerinnen und Schülern der Friedenschule für ihren Besuch.

Im Foyer haben die Betreuer/innen Weihnachtspost aufgehängt, die zeigt wieviel Erfolg der Aufruf via Facebook hatte, die Heimbewohner weihnachtlich zu grüßen.

Text/Fotos: Peter Volz

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