ABTSWIND – Wären da doch bloß mal nicht die letzten drei Partien gewesen. Bis Mitte November sah es so aus, als könne der TSV Abtswind über die Meisterschaft der Landesliga Nordwest sofort wieder in die Bayernliga zurück kehren. Doch dann das…
Die drei Niederlagen bei Vatan Spor Aschaffenburg und zuhause gegen Lichtenfels sowie Don Bosco Bamberg sorgten dafür, dass die Kräuter-Elf auf Rang drei zurück fiel und nach 21 der 34 Saisonpartien mit sieben Punkten Rückstand auf Tabellenführer Großbardorf überwintert.
Demzufolge war Thorsten Götzelmann alles andere zufrieden mit dem Jahresausklang und drei Partien sogar ohne eigenes Tor. Der Abtswinder Trainer beantwortete dennoch die Halbzeit-Fragen von www.mainfranken.news.
10 Punkte sind perfekt, deren 0 der Oberflop. Wie bewertet Ihr Eure erste Saisonhälfte – und warum?
Thorsten Götzelmann: Grundsätzlich würde ich sagen 7 Punkte, hätten wir die letzten drei Spiele besser performt, wäre ich bei 9 Punkten.
Welches war das bisher beste Spiel und welches das schlechteste? Und jeweils: Warum?
Thorsten Götzelmann: Wir hatten einige gute Spiele, von der Moral gesehen, war eventuell das Spiel in Karlburg mit am besten. Wir hatten aber auch einige schlechte Spiele. Da der Stachel noch tief sitzt, würde ich sagen, das letzte Spiel gegen Don Bosco Bamberg.
(Anm.d.Red.: Das letzte Spiel ging 2:6 verloren, in Karlburg gewann Abtswind das Duell der Bayernliga-Absteiger mit 2:1.)
Unterhalb geht´s gleich weiter, Zunächst das: Die ERGO Bezirksdirektion Daniel Koos, die Versicherungsagentur in Wiesentheid, drückt dem TSV Abtswind stets die Daumen:


Was hat Euch bisher in der Liga am meisten überrascht?
Thorsten Götzelmann: Die sehr gute, konstante Leistung von Großbardorf.
Wer ist für Dich der Spieler der Hinrunde: Bei Euch und in der Liga?
Thorsten Götzelmann: Der Stürmer von Großbardorf, Jannik Göller.
Nach dem letzten Spieltag 2026 steht Ihr auf welchem Platz und erreicht den genau dann, wenn was passiert?
Thorsten Götzelmann: Hoffentlich auf Platz zwei, wenn wir es im Kollektiv schaffen, bei jedem Spiel an unsere Leistungsgrenze zu gehen.
Was war für Dich DER außergewöhnlichste Moment der ersten Halbserie?
Thorsten Götzelmann: Nach einem Heimspiel, als TV Mainfranken und sogar die Schiedsrichter uns für unser sehr gutes Heimspiel beglückwünscht haben.
Bei welchem Auswärtsspiel hat´s Euch am besten gefallen und bei welchem Heimspiel waren die Gegner besonders gesellig?
Thorsten Götzelmann: Besonders gesellig bei unserem Heimspiel waren die Spieler aus Lichtenfels, die hatten ja allen Grund dafür… Auswärts war es bis jetzt bei allen Mannschaften gut. Der TSV Mönchröden ist mir sehr positiv in Erinnerung geblieben.
Wird sich den Winter über im Kader etwas verändern?
Thorsten Götzelmann: Das ist jetzt noch nicht absehbar.
Wirst Du als Trainer über den nächsten Sommer hinaus weiter machen? Wenn nein, was hast Du vor und wer wird Dein Nachfolger?
Thorsten Götzelmann: Hier müssen erst noch Gespräche geführt werden.
Wie schaut das Testspiel-Programm aus, gegen wen geht es um Punkte wieder los?
Thorsten Götzelmann: Wir haben sechs Testspiele, nach der Vorbereitung geht es gleich gegen Großbardorf.
Thema Nationalmannschaft: Sind Nagelsmanns Jungs auf dem Weg, um 2026 Weltmeister zu werden?
Thorsten Götzelmann: Wenn sie es schaffen, ähnlich motiviert und konzentriert zu spielen wie beim letzten Spiel, dann ist sicherlich viel drin. Weltmeister ist, glaube ich, noch zu früh.
Sollte man per Gesetz beschließen, beim FC Bayern München die Punkte zu halbieren, damit Bundesliga wenigstens ein bisschen spannend wird?
Thorsten Götzelmann: Auf keinen Fall, Leistung muss belohnt werden.
Was muss man beim 1. FC Schweinfurt 05 machen, damit sich die Schnüdel mal etablieren können im Profifußball?
Thorsten Götzelmann: Hier muss ein kleines Wunder passieren. Der Schritt von der fünfgleisigen Regionalliga Bayern in die eingleisige dritte Liga ist definitiv zu groß, auch im Hinblick auf die Qualität der Regionalliga Bayern. Hier wäre es, aus meiner Sicht, notwendig im Vorfeld von Struktur sowie Qualität im Kaderdiesen bereits in der Regionalliga auf Profiniveau zu heben. Ist sicherlich, aufgrund der hohen Kosten, nicht immer möglich.
Tee oder Kaffee, Berge oder Meer, Fisch oder Fleisch, Putin oder Trump, Eishockey oder Handball, Hardrock oder Elektropop, Zopf oder Glatze, Online oder Druck, Pornos oder Kirche, Smartphone oder Wählscheibe, AfD oder Linke, Zigeunerschnitzel oder Paprikaschnitzel, Christkind oder Osterhase – sucht oder zum Thema Gegensätze einen heraus und kommentiert ihn aus Eurer Sicht – damit sich hier nicht alles nur um Fußball dreht… 😉
Thorsten Götzelmann: Egal ob Zigeunerschnitzel oder Paprikaschnitzel, wichtig ist doch, dass es schmeckt, oder?
Wir danken für das Gespräch und wünschen für 2026 alles Gute!
www.mainfranken.news plant für die Winterpause so viele Halbzeit-Interviews wie möglich. Interessierte Vereine und Trainer, die wir noch nicht mit den Fragen kontaktiert haben, können sich gerne unter michael.horling@t-online.de melden – und werden dann bevorzugt behandelt.































































