Vorschläge gesucht: Entwicklung des Klimaschutzkonzepts des Landkreises Würzburg schreitet voran

Vorschläge gesucht: Entwicklung des Klimaschutzkonzepts des Landkreises Würzburg schreitet voran
Foto: Hanna Frech

LANDKREIS WÜRZBURG – Der Landkreis Würzburg treibt die Entwicklung seines integrierten Klimaschutzkonzepts voran. Nach der Auftaktveranstaltung im September fanden kürzlich drei vertiefende Fachworkshops zu unterschiedlichen Themenfeldern statt.

Währenddessen können Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen und Vorschläge zum Klimaschutz im Landkreis Würzburg weiterhin online auf einer Ideenkarte einbringen.

Zu Beginn aller drei Workshops stellte der Klimaschutzmanager des Landkreises Würzburg, Christian Graf, die Hintergründe und Motivation des Landkreises Würzburg zur Erstellung des integrierten Klimaschutzkonzepts vor. So stellt der Klimawandel mit seinen Folgen wie Hitzerekorden oder Starkregen auch den Raum Unterfranken vor gewaltige Herausforderungen. Um diesen zu begegnen und den fortschreitenden Klimawandel zu bremsen, hat der Gesetzgeber auf verschiedenen politischen Ebenen Klimaneutralitätsziele ausgerufen. Der Landkreis Würzburg muss als Teil des Freistaates Bayern bis 2040 klimaneutral sein. „Das Klimaschutzkonzept wird unser Fahrplan hierfür“, so der Klimaschutzmanager.

Unterstützt wird die Erstellung des Klimaschutzkonzepts vom Leipziger Institut für Energie, welches den Anwesenden den derzeitigen Stand des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen im Landkreis Würzburg vorstellte. Der erste Workshop beschäftigte sich mit dem Klimaschutz in der Regionalentwicklung. In zwei Gruppen arbeiteten die Teilnehmenden an Maßnahmen in den Themenfeldern „Kreisentwicklung“ bzw. „Energie“. In Ersterer wurde vor allem die Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit hervorgehoben während in der zweiten Gruppe zahlreiche Ansätze zur Neugestaltung der Energielandschaft besprochen wurden.

Im zweiten Workshop waren die Mitarbeitenden der Landkreisverwaltung gefragt. Als wichtiger Punkt zur Steigerung der Energieeffizienz wurde die Einführung eines kommunalen Energiemanagements für die kreiseigenen Liegenschaften genannt. Gleichzeitig wurde eine Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeitenden zu Nachhaltigkeitsthemen als künftige Maßnahme aufgegriffen. Den Abschluss bildete ein Workshop zum Thema „nachhaltige Mobilität“. Ein zentraler Gedanke der anschließenden Maßnahmendiskussion war, dass Bequemlichkeit maßgeblich über die Wahl des Verkehrsmittels entscheidet. Entsprechend wurde debattiert, durch welche Maßnahmen der ÖPNV in Sachen Schnelligkeit und Komfort Vorteile gegenüber dem Auto erlangen könnte. Die Bevorrechtigung des ÖPNV an Ampelanlagen wurde hierbei genauso genannt wie eine Ausweitung des Bedarfsverkehrsangebots.

Online-Ideenkarte als Beteiligungsplattform der Bürgerinnen und Bürger

Die Workshops bildeten einen wichtigen Baustein der interaktiven Maßnahmenentwicklung. Die gesammelten Ideen werden nun im Maßnahmenkatalog des Klimaschutzkonzepts weiterverarbeitet. Parallel dazu besteht weiterhin die Möglichkeit über die digitale Ideenkarte Vorschläge zu Klimaschutzmaßnahmen im Landkreis Würzburg einzubringen. Das Angebot ist ohne Registrierung unter www.ideenkarte.de/landkreis-wuerzburg oder über die Homepage des Landkreises abrufbar. Bis Januar 2026 eingegangene Vorschläge werden geprüft und nach Möglichkeit als Anregungen für künftige Klimaschutzmaßnahmen aufgenommen. Nach Fertigstellung des Klimaschutzkonzeptes wird dieses dem Kreistag zum Beschluss vorgelegt. Im Sommer 2026 sollen erste Maßnahmen daraus umgesetzt werden.

Die Veranstaltungsdokumentationen der Workshops können auf der Homepage des Landkreises Würzburg unter www.landkreis-wuerzburg.de/Klima-I-Energie-Mobilität/Klimaschutzkonzept/ abgerufen werden. Dort gibt es auch weitere Informationen rund um die Erstellung des Klimaschutzkonzeptes.

Auf dem Bild: In den Fachworkshops entstand unter Mitwirkung regionaler Expertinnen und Experten der Grundstein für den Maßnahmenkatalog des Klimaschutzkonzepts.
Foto: Hanna Frech

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