Sitzbank am Main-Radweg für die Stadt Haßfurt: Augsfelder Lebenshilfe-Werkstatt setzt mit dem Orange-Day-Projekt ein Zeichen gegen Gewalt

Sitzbank am Main-Radweg für die Stadt Haßfurt: Augsfelder Lebenshilfe-Werkstatt setzt mit dem Orange-Day-Projekt ein Zeichen gegen Gewalt
Fotos: Jessica Teuschler

AUGSFELD BEI HASSFURT – Im Rahmen des Orange Day hat die zur Lebenshilfe Schweinfurt gehörende Werkstatt für behinderte Menschen Augsfeld eine Sitzbank gebaut und am Mittwoch, dem 3. Dezember, an die Stadt Haßfurt übergeben.

Aufgestellt wurde die Bank am Main-Radweg. Mit der Aufschrift „Hier ist kein Platz für Gewalt“ setzt sie ein deutliches Zeichen. Der Orange Day am 25. November ist der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Die Bank ist in enger Zusammenarbeit mit dem Bauhof Haßfurt und weiteren ortsansässigen Firmen realisiert worden. „Es gibt eine hohe Bereitschaft von verschiedenen Firmen aus Haßfurt, die unser Projekt aus Überzeugung unterstützen“, erklärte Fritz Gocht, Gruppenleiter in der Werkstatt Augsfeld, bei der offiziellen Übergabe der Bank.

Die Schreinerei Minas Keil hat das Einfräsen der Schrift ermöglicht. Die Tischlerei Gocht sponserte das Lärchenholz, und das Metallbau-Unternehmen Felix Ditterich übernahm die Herstellung und Verzinkung der Metalteile, welche die Bank festigen. Mitarbeiter der Werkstatt Augsfeld kümmerten sich um die Laser-Arbeiten, welche auf der Bank eingraviert wurden. Darunter die orangene Aufschrift „Hier ist kein Platz für Gewalt“, welche in großen Buchstaben auf der Banklehne zu sehen ist, der QR-Code, der auf die Homepage der Lebenshilfe-Werkstatt Augsfeld verweist und über das Thema Gewaltschutz informiert und die Firmenlogos, welche auf der Bank verewigt wurden. Besonders dankbar sei die Werkstatt Augsfeld für die Zusammenarbeit mit dem Bauhof, sagte Gocht. „Vom Bauhof wurden uns die Holzlasur gesponsert und die Betonfüße der Bank hergestellt.“ Die Endmontage der Bank am Main-Radweg in Haßfurt hatten der Bauhof Haßfurt und die Werkstatt Augsfeld dann gemeinsam ausgeführt.

Günther Werner, der Bürgermeister von Haßfurt, bedankte sich für das Engagement der Augsfelder Lebenshilfe-Werkstatt. „Unsere Gesellschaft muss sich ausrichten, und mit dieser außergewöhnlichen Sitzbank setzen wir ein klares Zeichen“, so Werner. Werkstattleiter Harald Waldhäuser erinnerte an den Orange Day, der dieses Jahr in der Werkstatt Augsfeld mit einem Aktionstag begleitet worden war, und freute sich, dass die Übergabe der Sitzbank am 3. Dezember stattfand, dem Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung. Er betonte: „Es ist wichtig, dass alle Menschen unserer Gesellschaft geschützt werden.“

Auch der Behindertenbeauftragte der Stadt Haßfurt, Michael Schulz, war begeistert von der neuen Sitzgelegenheit am Main-Radweg. „Der gewählte Platz ist perfekt“, sagte er. „Die Leute suchen hier Ruhe und Frieden, und die Brücke entlang des Radwegs ist ein Symbol der Verbindung aller Menschen.“ Konrad Schneider, der stellvertretende Vorsitzende der Lebenshilfe Schweinfurt, bedankte sich für die selbstlose Mitwirkung aller Beteiligten. „Hier geht es nicht um Geld, wir setzen gemeinsam ein klares Zeichen gegen Gewalt.“

Auf dem Bild: Die Stadt Haßfurt freut sich über die neue und auffällige Sitzgelegenheit am Main-Radweg: Bauhofmitarbeiter Thomas Wölfel, der stellvertretende Vorsitzende der Lebenshilfe Schweinfurt, Konrad Schneider, Bettina Surkamp vom Fachdienst der Werkstatt Augsfeld (2. Reihe v. l.), der Leiter der Augsfelder Lebenshilfe-Werkstatt, Harald Waldhäuser, Carina Berger vom Landkreis Haßberge, der Behindertenbeauftragte des Landkreises, Edwin Oppelt, Werner Kilian, Mitarbeiter der Werkstatt Augsfeld, die Seniorenbeiratsvorsitzende Roswitha Stuhlfelder, der Behindertenbeauftragte der Stadt Haßfurt, Michael Schulz, und der Bürgermeister der Stadt Haßfurt, Günther Werner (1. Reihe v. l.), Werkstattmitarbeiter Werner Ditzel und Fritz Gocht, Gruppenleiter der Werkstatt Augsfeld (auf der Bank v. l.), bei der Übergabe der Sitzbank.
Fotos: Jessica Teuschler

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