BAD KISSINGEN / SCHWEINFURT / JÖNKÖPING – Gleich drei Meldungen der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) gilt es an dieser Stelle gebündelt zu veröffentlichen.
Das Technologietransferzentrum Bad Kissingen (TTZ-KG) der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) stellt seine Arbeit im Bereich Medizintechnik und Laboranalytik bei einem Tag der offenen Tür der breiten Öffentlichkeit vor: Am Freitag, 21. November, können alle Interessierten aus nächster Nähe kennenlernen, was genau sich hinter diesen Begriffen verbirgt.
Vormittags sind Schulklassen für einen Blick hinter die Kulissen eingeladen. Ab 12.30 Uhr beginnt das öffentliche Programm mit Demonstrationen der Laboranlagen zu den Themen Robotik, 3D-Druck, künstliche Intelligenz und Bilderkennung. Von 13 bis 16 Uhr finden Impulsvorträge statt, beginnend mit einer Vorstellung des TTZ-KG durch die Leiterin, Prof. Dr.-Ing. Lisa Kiesewetter. Danach folgen Themen wie robotergestützte Automatisierung, digitale Diagnostik oder der Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Laboranalytik. Außerdem stellen sich die Stifterunternehmen vor, die auch mit Infoständen beim Tag der offenen Tür vertreten sein werden. An den Infoständen und bei Mitmachaktionen gibt es Gelegenheit, mit TTZ-Leiterin Prof. Dr.-Ing. Kiesewetter, ihrem Team und den Stifterunternehmen ins Gespräch zu kommen. Interessierte können sich außerdem über das Studienangebot und die Weiterbildungsmöglichkeiten an der THWS informieren. Food Trucks und Gewinnspiele runden das Programm ab.
Der Tag der offenen Tür findet in den Räumen des TTZ-KG, Sieboldstr. 7, in Bad Kissingen statt. Um von Würzburg und Schweinfurt aus nach Bad Kissingen zu kommen, gibt es einen kostenlosen Bustransfer. Da die Plätze begrenzt sind, wird um die Online-Anmeldung für den Bustransfer gebeten.
Über das TTZ-KG
Das TTZ-KG wurde 2023 gegründet, um angewandte Forschung auf dem Gebiet der nachhaltigen, digitalen Transformation von Laboranalytik und Medizintechnik zu betreiben. In Zusammenarbeit mit den Stifterunternehmen aus der Region Bad Kissingen, die über eine hohe Labordichte verfügt, soll so der Wissenstransfer zwischen Industrie und Hochschule gestärkt werden.
Gründungsteams treten in der Schweinfurter StudyFAB zum nachhaltigen Planspiel an
Nachhaltigkeit trifft Unternehmergeist: Ende Oktober hat das Startup-Lab Werk:Raum der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) gemeinsam mit Startbahn27 und dem „Social Startup Hub Bayern“ für die Region Mainfranken in die StudyFAB Schweinfurt zur „SDG Startup Challenge“ eingeladen. Das vom Startup-Lab Werk:Raum Team selbst entwickelte, interaktive Planspiel versetzt die Teilnehmenden in die Rolle von Gründerinnen und Gründern, die innovative Lösungen für globale Herausforderungen entwickeln.
Insgesamt traten drei Teams gegeneinander an. Die Teilnehmenden – darunter Studierende, Gründungsinteressierte sowie Schweinfurter Bürgerinnen und Bürger – entwickelten entlang des Design-Thinking-Innovationsprozesses Geschäftsideen, die auf die 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen einzahlen. In spannenden Wettbewerbsrunden wurden die Konzepte Schritt für Schritt verfeinert, von der Ideengenerierung über den Prototypenbau bis hin zum finalen Pitch.
Praxisnahes Lernen und Teamwork
Die SDG Startup Challenge verbindet Kreativität, Unternehmergeist und Nachhaltigkeit: „Die Teams haben ihre Problemlösungs- und Pitch-Kompetenzen geschärft und gelernt, wie aus einer Herzensidee ein greifbares Geschäftsmodell entstehen kann“, beschreibt Katharina Pfeuffer, Initiatorin und Mitentwicklerin des Planspiels. „Die Game-based-Learning-Methodik macht Innovation praxisnah erlebbar und sorgt gleichzeitig für jede Menge Lernspaß.“
Für Valentin Wild, der an der THWS Wirtschaftsingenieurwesen studiert, war es ein „interessanter Abend mit neuem Input über Ideenfindung, aber auch für die Herangehensweise, Ideen zu sammeln und in Lösungen umzuwandeln“. Auch für Florian Vogt von der Lokalen Agenda 2030 Schweinfurt (AG Klimafreundliche Mobilität und Energie) hat sich die Veranstaltung gelohnt: „Eine perfekte Möglichkeit, die 17 SDGs in spielerischer Form kennenzulernen und die Wirkkraft gerade in Bezug auf unser Handeln und Sein zu verstehen – unmittelbare Anwendung, um Ideen für neues Business oder in ehrenamtlichen Projektumfeldern zu kreieren und zu gestalten.“
Die SDG-Startup-Challenge findet in Kooperation mit dem Projekt transform.RMF statt, beides betreut von Prof. Dr. Volker Bräutigam. Ziel ist es, die Entwicklung neuer nachhaltiger Geschäftsmodelle und Geschäftsideen für die Region zu fördern. Wer Interesse hat, das Planspiel selbst auszuprobieren oder mehr über die SDG Startup Challenge erfahren möchte, kann das Werk:Raum-Team unter werkraum.idee@thws.de kontaktieren.
Preisverleihung bei Konferenz zur Cybersicherheit in Schweden
Bei der internationalen Konferenz „Critical Information Infrastructures Security” (CRITIS 2025) im schwedischen Jönköping hat THWS-Alumnus Jakob Rechberger den mit 1.000 Euro dotierten „Young CRITIS Award“ erhalten. Auf der Basis seiner Bachelorarbeit aus dem Studiengang Informatik, den er im Jahr 2024 an der THWS abgeschlossen hatte, entstand das Paper mit dem Titel „A Workflow for Secure and Tamper Resistant Software Test Reporting“.
Zusammen mit Prof. Dr. Steffen Heinzl von der Fakultät Informatik und Wirtschaftsinformatik hatte Rechberger sich mit Schwachstellen bei Software-Tests und Reporting beschäftigt, wie beispielsweise beim Abgasskandal im Volkswagen-Konzern. Darauf aufbauend entwickelte Rechberger einen Workflow, der verschiedene Sicherheitsmechanismen wie unter anderem digitale Signaturen verwendet und dafür sorgt, dass Test-Reports und die zugrunde liegenden Daten vor Manipulationen geschützt werden. „Das Risiko für solche Zwischenfälle wird dadurch zumindest deutlich gesenkt“, erläutert Rechberger, der aktuell im Masterstudiengang Informatik an der Julian-Maximilians-Universität Würzburg studiert.
Die CRITIS findet alljährlich in Europa statt, in diesem Jahr im schwedischen Jönköping mit Teilnehmenden aus 18 Ländern. Ziel ist es, verschiedene IT-Problemstellungen innerhalb der kritischen Infrastrukturen vorzustellen sowie Lösungswege aufzuzeigen. Jedes Jahr wird der „Young CRITIS Award“ für das beste Paper von Forschenden unter 32 Jahren verliehen. Bewertungskriterien sind dabei die Qualität des Papers und die Präsentation, außerdem der bisherige Lebenslauf sowie der potenzielle zukünftige Einfluss der Arbeit.
Auf den Bildern:
- Das Technologietransferzentrum in der Sieboldstraße 7 in Bad Kissingen lädt ein zum Blick hinter die Kulissen (Foto: THWS/Lisa Kiesewetter)
- Hart bei der Arbeit – die Teams während der SDG-Startup-Challenge (Foto: THWS/Annemarie Frank)
- THWS-Alumnus Jakob Rechberger (Foto: THWS/Ali-Recai Yekta)



