HETTSTADT / MAGDEBURG / BAD KÖNIGSHOFEN – Nach weniger als zweieinhalb Stunden und dem Spielstand von 6:2 war beim ersten Auftritt des Doppelspieltags des TSV Bad Königshofen II am Samstag in Hettstedt der erste Sieg schon vorzeitig eingefahren.
Am Ende stand es 7:3, wonach die gemischte Truppe aus Jugend und Erfahrung in der Gewissheit, auch diese Runde für die Tischtennis-Regionalliga Süd gerüstet zu sein, zum zweiten nach Magdeburg weiterfahren konnte. „Ja, wir konnten den Auftakt sehr erfolgreich gestalten“, vermeldete der Kapitän Hermann Mühlbach als Chauffeur auf dem Transfer kurz vor Magdeburg, wo es gegen den Aufsteiger ging.
„Es ist alles so aufgegangen, wie wir es uns ausgerechnet hatten.“ Dazu gehörte auch ein 1:1 nach den Eröffnungsdoppeln, wo sich schon abzeichnete, dass Hettstedts Neuerwerbung aus Finnland Aleksi Räsänen der härteste und am schwersten zu knackende Brocken sein würde. Er und Mariano Lockward waren für die Jüngsten im TSV-Team Kazuto Itagaki (14) und Arda Yenen (19) noch eine Nummer zu groß, während Hermann Mühlbach/Vova Nevizhyn den Ausgleich herstellen konnten. „Das war erst mal eine gute Grundlage“, bilanzierte Mühlbach, der als herausragender Königshöfer Kapitän nicht nur das Doppel, sondern auch seine beiden Einzel gewann.
Weshalb es auch nach dem vorderen Paarkreuz ausgeglichen 2:2 stand, weil Räsänen auch dem Ukrainer im TSV-Team Oleksii Naplokov die Grenzen eines Abwehrspielers aufzeigte und Mühlbach gegen Lockward gewann. Anschließend holten die zwei Junioren Kazuto Itagaki und Vova Nevizhyn vom hinteren Paarkreuz drei Punkte, Vova sogar beide Male mit 3:2. „Das Erfreuliche“, so des Kapitäns Bilanz, „es war eine geschlossene Mannschaftsleistung.“
MSV Hettstadt – TSV Bad Königshofen II 3:7
Punkte: Mühlbach/Nevizhyn (1), Mühlbach (2), Nevizhyn (2), Naplokov (1), Itagaki (1)
Raus aus den Klamotten, rein in die Klamotten und ins Auto für die 75 Kilometer von Hettstadt in die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt gegen den Aufsteiger TTC Börde Magdeburg. Erholungsphase nach Ankunft weniger als eine Stunde. „Wir hatten unserer Vorstellung nach die schwerere Aufgabe bereits erledigt und uns diesen unbekannten Gegner nicht so stark vorgestellt. Ging es im ersten Spiel schon knapp genug zu, vielleicht sogar ein bisschen glücklich mit vier Fünf-Satz-Siegen, 22:20 Sätzen und 396:383 Bällen, so wurde es in der Elbestadt noch enger.
Was rein sportlich zu vermeiden gewesen wäre, dem Teamgeist aber der Vorrang gegeben wurde. Mit dem Neuzugang Arda Yenen integrierte man einen hörgehandicapten Spieler, der für Deutschland die Paralympics bestreiten soll. „Er ist noch nicht ganz so weit, wird sich aber im Lauf der Saison bestimmt noch steigern“, befand Mühlbach. Auch diesmal kam man mit 1:1 aus den Doppeln, wobei Mühlbach/Nevizhyn mit jeweils 12:10 im ersten und fünften Satz Nerven wie Drahtseile bewiesen. Anschließend zog der TSV II nach der ersten Runde des vorderen Paarkreuzes auf 3:1 davon.
Im hinteren bewies der U15-Jugendliche Vova Nevizhyn, dass er in seiner zweiten Regionalliga-Saison schon maximale Unterstützung für den Gesamterfolg liefern kann. Erneut gewann er sein Doppel und seine zwei Einzel mit für seine Jugend unglaublicher technischer und emotionaler Stabilität. Er ist nach zwei Spielen, zwei Doppeln und vier Einzeln immer noch ungeschlagen. Hätte Kazuto Itagaki nicht auf der Bank schmoren müssen, wäre vermutlich ein zweiter Team-Erfolg möglich gewesen. So gab es ein 5:5-Unentschieden, das bei drei Fünf-Satz-Siegen der Gäste, 20:21 Sätzen und 365:379 Bällen vollauf gerechtfertigt war.
TTC Börde Magdeburg – TSV Bad Königshofen II 5:5
Punkte: Mühlbach/Nevizhyn (1), Mühlbach (1), Nevizhyn (2), Naplokov (1),
Kommenden Samstag ab 17 Uhr steht das Derby gegen Etwashausen an, eine Woche später dann kommt es zuhause zu einem Doppel-Spieltag erst gegen den FC Bayern München und dann gegen die SpVgg Thalkirchen.
Text und Fotos: Rudi Dümpert für www.mainfranken.news


