SCHWEINFURT – Zurück zum Amateurfußball und auf einheimische Akteure setzen: Das führte bei den Schnüdeln zum Erfolg. Sie wurden Regionalliga-Meister, spielen nun wieder im Profifußball – und setzen weiterhin auf überwiegend Eigengewächse und (Unter-)Franken. Ist das der richtige Weg?
Michael Horling von www.mainfranken.news sagt: „Ja, aber…“ Denn er war 1990/91 und 2001/02 als jeweils Reporter und Verantwortlicher für die Stadionzeitung mittendrin statt nur dabei. Und erinnert sich….
… an 1990 ein Team mit Einheimischen, das der damalige Vorsitzende Peter Galm nicht wirklich verstärken konnte oder wollte, obwohl mit beispielsweise Bernhard Winkler der Top-Torjäger in die Bundesliga anwanderte. Es ging mit einer beispiellosen Talfahrt gleich wieder zurück in den Amateurfußball.
2001 dann der nächste Anlauf in der 2. Bundesliga. Mit einem tollen Saisonstart, nach dem der damalige Vorstand Gerhard Hertlein plötzlich immer mehr Fremdspieler engagierte. Der Kader wuchs auf fast 40 Akteure – und es ging bergab.
Nun 3. Liga, die aufgrund von Mannschaften wie Hoffenheim, Leipzig, Heidenheim oder Wolfsburg in der ersten Bundesliga, die es damals noch nicht gab im Profifußball, genauso bedeutend ist wie damals die 2. Bundesliga.
www.mainfranken.news erinnerte an die jeweils grandiosen sieben Unterfranken in den damaligen Schnüdel-Teams und stellt kurz die sieben Hoffnungsträger der kommenden Saison vor, die es richten und besser machen sollen. Ja: Müssen, damit es diesmal klappt mit dem Klassenerhalt.
1990/91
Bernd Häcker: Der Schraudenbacher kannte auf der rechten Seite zwar immer nur einen Trick: Am Gegner vorbei und dann rennen. Aber das war über die Jahre höchst effektiv.
Oliver Wölfling: Der Libero aus Niederwerrn mir dem Mords-Schuss, ein sicherer Elfmeterschütze. Leider viel zu früh verstorben.
Elmar Drenkard: Ein spielstarker Mittelfeldmann auch aus dem Raum Werneck, guter Dribbler.
Charly Müller: Der Keeper aus Lohr war eine zuverlässige Stammkraf.
Rüdiger Mauder: Aus dem Landkreis Schweinfurt und ein zuverlässiger Verteidiger.
Werner Köhler: Flankengott als defensiver Außenbahnspieler, der mittlerweile lieber in Aubstadt zuschaut als bei den Schnüdeln.
Carsten Weiß: Der Polizist aus Sennfeld und wie Köhler einer, der an der Seite zuhause war.
Natürlich könnte man hier nun auch noch Martin Halbig, Rudi Gürtler, Jens Schürer oder Joachim Reuß nennen. alles prägende Figuren dieser Zeit.
2001/02
Ralf Scherbaum: Der Keeper aus Würzburg war kult, schmitt 1994 mit Vestenbergsgreuth die Bayern aus dem Pokal.
Dirk Dorbath: Manndecker aus dem Würzburger Umland mit Vorwärtsdrang. Trainer Vasic verbot ihm angeblich das Übertreten der Mittelinie.
Matthias Gerhardt: Mittelfeldmann aus der Rhön, der wohl fast sogar noch mehr aus seiner Karriere hätte machen können.
Steffen Rögele: Auch aus dem Würzburger Umland, ebenso im Mittelfeld zuhause – und heute aktuell U19-Trainer der Schnüdel.
Dieter Wirsching: Ein Stammheimer, der auch im Mittelfeld zuhause war und der heute noch ab und an für seinen Heimatverein aufläuft.
Steffen Stockmann: Der Hammelburger Offensivmann gab beim 1:0 eggen Bielefeld am Tag der Flutlicht-Einweihung die Flanke zum Goldenen Tor.
Martin Schneider: Der Schweinfurter kehrte zum Ende seiner Profilaufbahn in die Stadt zurück, spielte aber nur einige wenige Male aufgrund einer Veletzung.
Natürlich könnte man hier nun auch noch Thorsten Seufert, Jürgen Hein oder Florian Galuschka nennen.
Unterhalb geht´s weiter:

2025/26
Johannes Geis
Manuel Wintzheimer
Michael Dellinger
Kevin Fery
Thomas Meißner
Tim Latteier
Martin Thomann
Zu Ihnen kann man erst im Verlauf der nächsten Wochen und Monate etwas sagen. Mit der Herkunft aus Obersreu, Arnstein, Schweinfurt, Waigolshausen, Donnersdorf, Kitzingen und Dittelbrunn passen sie bestens zum Vorhaben, auf regionale Fußballer zu setzen.
Natürlich könnte man hier nun auch noch Leonard Langhans, Lauris Bausenwein, Nick Doktorczyk oder Valentin Schmitt nennen.
Übrigens: Anders als 1990/91 (auf Werner Lorant folgten Elmar Wienecke und dann Niko Semlitzsch) und 2001/02 (Djuradj Vasic) ist diesmal auch der Trainer ein Unterfranke: Victor Kleinhenz aus Wartmannsroth bei Hammelburg. Ein gutes Omen?
Unsere Bilder zeigen:
Als Aufmacher die 1990er Jungs in Schwarz und Weiß bei einem Treffen mit dem jüngst verstorbenen Werner Lorant.
Mittendrin einige der 2001er Helden bei einem Treffen letzte Saison
Unten die genannten sieben Akteure, die es in der kommenden Spielzeit richten sollen.


