MAINFRANKEN – Maler streichen mehr Lohn ein: Wer in Mainfranken mit Pinsel, Farbeimer und Tapezierbürste arbeitet, sollte auf seinen Lohnzettel gucken. „Denn da müsste jetzt jede Arbeitsstunde, die der Chef per Tarif bezahlt, mit 19,42 Euro abgerechnet werden. Wer einen Vollzeitjob macht, hat damit am Monatsende gut 90 Euro mehr im Portemonnaie“, sagt Michael Groha von der IG BAU Mainfranken.
Das Lohn-Plus gibt es rückwirkend ab April, so die Maler-Gewerkschaft. Bereits im kommenden Jahr stehe die nächste Lohnerhöhung an. Vorausgegangen seien allerdings „äußerst harte Tarifverhandlungen“. Insgesamt arbeiten nach Angaben der IG BAU im Landkreis Schweinfurt rund 220 Beschäftigte in 27 Malerbetrieben und Lackierereien. In den Haßbergen sind es 170 in 24, im Landkreis Rhön-Grabfeld 100 in 17, in der Stadt Schweinfurt 80 in sieben. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf Zahlen der Arbeitsagentur. Und verrät damit nicht, ob auch in der Stadt Würzburg oder in den Landkreisen Kitzingen, Bad Kissingen, Würzburg oder Main-Spessart die Maler und Lackierer mehr Geld bekommen.
„Wer von den Malern und Lackierern in Mainfranken keinen Tariflohn bekommt, der hat allerdings Anspruch auf den Mindestlohn der Branche. Und der liegt ab Juli bei 15,55 Euro“, sagt Michael Groha. Azubis im Maler- und Lackiererhandwerk bekämen ab August 50 Euro mehr, so die IG BAU Mainfranken. Auch für das nächste Lohn-Plus habe sich die Maler-Gewerkschaft bereits stark gemacht: „Ab Sommer nächsten Jahres steigen die Löhne und die Azubi-Vergütung dann noch einmal“, so Groha.
Auf dem Bild: Der „Euro-Smiley“: Maler in Mainfranken verdienen mehr Geld.
Foto: IG BAU | Florian Göricke

