Protest gegen geplanten Arbeitsplatzabbau bei Bosch Rexroth in Augsfeld: Belegschaft und Betriebsrat erhöhen den Druck

Protest gegen geplanten Arbeitsplatzabbau bei Bosch Rexroth in Augsfeld: Belegschaft und Betriebsrat erhöhen den Druck
Foto: IG Metall

AUGSFELD BEI HASSFURT – Nach mehreren Verhandlungsrunden auf Konzernebene zum geplanten Personalabbau bei Bosch Rexroth in Augsfeld wurde die Belegschaft in der Betriebsversammlung am Montag, den 12. Mai, informiert.

Die Versammlung wurde nach Kenntnisstand der IG Metall Schweinfurt unterbrochen und wird am Donnerstag, den 15. Mai, um 12:30 Uhr am Werkstor fortgesetzt.

Betriebsrat und Belegschaft wollen ihren Protest gegen die geplante Verlagerung von Arbeitsplätzen sowie gegen die fehlenden Produktalternativen verstärken und ihre Forderungen öffentlich sichtbar machen. Bosch Rexroth hatte im November 2024 gegenüber der Belegschaft angekündigt, dass in Augsfeld bis Ende 2027 insgesamt bis zu 135 Stellen abgebaut werden sollen.

„Die Beschäftigten haben über Jahrzehnte hinweg mit hoher Kompetenz und großem Engagement zur Wettbewerbsfähigkeit des Werks beigetragen. Der geplante Stellenabbau gefährdet nicht nur 135 Arbeitsplätze, sondern die Zukunft des gesamten Standortes“, betont Gewerkschaftssekretär Matthias Gebhardt von der IG Metall Schweinfurt. Bereits im November 2024 hatte der Konzern angekündigt, zentrale Produkte aus Augsfeld zu verlagern, was gravierende Folgen für die derzeit rund 400 Beschäftigten hätte. Die IG Metall und der Betriebsrat sehen die langfristige Existenz des Werkes ernsthaft bedroht.

Delegationen aus dem Bosch Rexroth-Standort in Schweinfurt sowie dem Bosch-Werk in Bamberg werden am Protest an diesem Donnerstag teilnehmen, um ihre Solidarität mit den Beschäftigten in Augsfeld zu zeigen. Zudem wird der Ausschuss des Gesamtbetriebsrates von Bosch Rexroth eine Sitzung im Werk abhalten und die Belegschaft über seine Einschätzung informieren.

Die IG Metall Schweinfurt unterstützt die Beschäftigten und den Betriebsrat bei ihrem Protest gegen den geplanten Stellenabbau und wird ebenfalls vor Ort sein.

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