SENNFELD IM LANDKREIS SCHWEINFURT – „Menschen stärken, ihre Fähigkeiten entwickeln und sie auf ihrem beruflichen Weg weiterbringen“: So beschrieb Günter Scheuring, Leiter der zur Lebenshilfe Schweinfurt gehörenden Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) Sennfeld, das Ziel der einrichtungsinternen Fortbildung.
Am Freitag (23.10.2026) hat er im Beisein zahlreicher Gäste sieben WfbM-Assistenten zu ihrem erfolgreichen Abschluss gratuliert. Zwei Jahre lang hatten sich Jessica Dresch, Christian Fuchs, Christian Kreile, Domenik Rust, Alexander Schira, Susanna Süß und Nadine Vollert darauf vorbereitet. Neun Lernmodule und neun Prüfungsgespräche hatten sie dafür absolviert. Am 2. November starten die frischgebackenen WfbM-Assistenten nun in ihre neuen Tätigkeitsfelder. Dazu gratulierten ihnen auch Werner Kraus, der stellvertretende Vorsitzende der Lebenshilfe Schweinfurt, und Vorstandsmitglied Ronald Müller.
WfbM-Assistenten sind Mitarbeiter mit Behinderung, die erweiterte Aufgaben innerhalb der Produktion, Betreuung oder Verwaltung der Werkstatt Sennfeld übernehmen, wie Andreas Roth erklärte. Der stellvertretende Werkstattleiter hatte die erstmals 2017 angebotene Fortbildung entwickelt und während der vergangenen zwei Jahre als Kursleiter fungiert. „Wir geben unseren Mitarbeitenden mit diesem Angebot die Möglichkeit, sich beruflich zu qualifizieren, ihre Persönlichkeit zu stärken, und erleichtern ihnen den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt“, sagte er. Zugleich entlasteten die WfbM-Assistenten mit ihren Tätigkeiten die Gruppenleitungen der Werkstatt.
Die Fortbildung zum WfbM-Assistenten verlangt den Teilnehmenden einiges ab. Zwei Jahre lang stehen berufsbegleitend bei internen und externen Dozenten unter anderem Medienkompetenz, Datenschutz, Arbeitsorganisation, Gesundheitsschutz, Mathematik und Konfliktbewältigung sowie neun Prüfungsgespräche auf dem Programm. Wer an der Fortbildung teilnehmen möchte, muss sich vorab dafür bewerben. Wer zur Fortbildung zugelassen wird, erhält von der Werkstatt Sennfeld ein iPad und eine E-Mail-Adresse, um die Lernmodule zu bearbeiten und sich untereinander auszutauschen. „Wir wollten eine Qualifizierung schaffen“, so Roth, „die durch ihre Anforderungen ein gewisses Niveau hat.“
Die Werkstatt Sennfeld ist mit rund 530 Beschäftigten mit und ohne Behinderung die größte der sechs Werkstätten der Lebenshilfe Schweinfurt. Als Lohnfertiger bietet sie namhaften Industrieunternehmen ein breites Spektrum an Montage-, Verpackungs-, Zähl-, Maschinen- und Konfektionierungsarbeiten. Auch Handwerksbetriebe und Privathaushalte zählen zu ihren Kunden. Eine eigene Schreinerei und Schlosserei sowie Holzspielzeuge und Wohnaccessoires aus eigener Produktion runden das Angebot der nach ISO 9001 zertifizierten Lebenshilfe-Einrichtung ab.
Auf dem Bild: Herzlichen Glückwunsch: Vertreter des Vorstands der Lebenshilfe Schweinfurt, der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) Sennfeld sowie interne und externe Dozenten gratulieren den frischgebackenen WfbM-Assistenten Christian Kreile (2. v. l.), Domenik Rust (3. v. l.), Alexander Schira (5. v. l.), Christian Fuchs (7. v. l.), Jessica Dresch (7. v. r.), Susanna Süß (3. v. r.) und Nadine Vollert (r.).
Foto: Reto Glemser

