SCHWEINFURT – Das Leopoldina-Krankenhaus Schweinfurt hat für sein Uroonkologisches Zentrum die Erstzertifizierung der Deutschen Krebsgesellschaft erhalten.
Zum Zentrum gehören das bereits seit 2024 zertifizierte Prostatakarzinomzentrum, das nun erstmals zertifizierte Nierenkarzinomzentrum sowie das im Aufbau befindliche Harnblasenzentrum. Damit wird die hohe Qualität der interdisziplinären Versorgung von Patientinnen und Patienten mit urologischen Tumorerkrankungen offiziell bestätigt.
Im zertifizierten Uroonkologischen Zentrum des Leopoldina-Krankenhauses erhalten Patientinnen und Patienten mit Prostata-, Nieren- und Harnblasenkrebs eine wohnortnahe Versorgung nach überprüften Qualitätsstandards – von der Diagnostik über die Therapie bis hin zur Nachsorge. Kern der Behandlung ist eine enge strukturierte Zusammenarbeit der beteiligten Fachdisziplinen.
„Die Erstzertifizierung ist eine wichtige Bestätigung für die hohe fachliche Qualität und das große Engagement unseres gesamten Teams“, sagt Chefarzt Dr. Krebs. „Unser Ziel ist es, Menschen mit urologischen Krebserkrankungen eine moderne, sichere und zugleich menschlich zugewandte Versorgung anzubieten – von der ersten Diagnose bis zur Nachsorge.“
Im vergangenen Jahr behandelte die Klinik für Urologie und Kinderurologie unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Alexander Krebs 227 Primärfälle an Prostatakrebs, 48 neu diagnostizierte Nierenkarzinome sowie 133 Primärfälle von Harnblasenkrebs. Neben der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Prostatakrebs liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Versorgung von Menschen mit Nierenzell- und Harnblasenkarzinom.
Wie bei allen Krebserkrankungen erfordert auch die Behandlung urologischer Tumoren eine individuell abgestimmte Strategie. Deshalb arbeiten auch im Uroonkologischen Zentrum Spezialistinnen und Spezialisten der Urologie, Tumordokumentation, Onkologie, Radiologie, Strahlentherapie, Radioonkologie, Nuklearmedizin und Pathologie eng zusammen, um für jede Patientin und jeden Patienten ein passgenaues Behandlungskonzept zu entwickeln.
„Bei einer Krebserkrankung ist es entscheidend, die Behandlung exakt auf die individuelle Situation der Patientinnen und Patienten abzustimmen“, erklärt Dr. med. Ute Neff, Oberärztin und Zentrumskoordinatorin des Uroonkolgischen Zentrums. „Durch die enge Vernetzung der beteiligten Fachdisziplinen können wir komplexe Fälle gemeinsam bewerten und die bestmögliche Therapieentscheidung treffen.“
Das Leistungsspektrum des Zentrums umfasst moderne Diagnostik und individuell abgestimmte Tumortherapien. Ein besonderer Schwerpunkt der operativen Therapie liegt auf der roboterassistierten Chirurgie. Sie kommt sowohl bei Prostataoperationen als auch bei der präzisen, möglichst organerhaltenden Entfernung von Nierentumoren zum Einsatz. Seit diesem Jahr wird die Blasenentfernung mit Harnableitung (kontinent oder inkontinent) komplett robotisch angeboten.
„Ich freue mich sehr, dass wir mit der Zertifizierung zum Uroonkologischen Zentrum unsere Rolle als zentraler onkologischer Versorger in der Region weiter ausbauen“, erklärt Leopoldina-Geschäftsführer Jürgen Winter. „Unsere Patientinnen und Patienten profitieren von einer wohnortnahen Versorgung, kurzen Wegen, abgestimmten Behandlungsabläufen und einer Behandlung nach überprüften Qualitätsstandards.“
Seit dem vergangenen Jahr bündelt das Onkologische Zentrum des Leopoldina-Krankenhauses die Kompetenzen der zum Teil seit vielen Jahren etablierten Organkrebszentren. Dazu zählen das Brustkrebszentrum, das Gynäkologische Krebszentrum, das Viszeralonkologische Zentrum mit Pankreaskarzinom- und Darmkrebszentrum sowie das Uroonkologische Zentrum mit dem Prostata- und Nierenkarzinomzentrum.
Auf dem Bild: Chefarzt Dr. med. Alexander Krebs (rechts) freut sich mit Zentrumskoordinatorin Dr. med. Ute Neff (links) und Stefanie Stäblein (2.v.l., Qualitätsmanagement) und Tanja Sperl (2.v.r., Tumordokumentation) über die Zertifizierung zum Uroonkologischen Zentrum.

