SCHWEINFURT – Nach dem trainingsfreien Montag bereitet sich der FC 05 seit Dienstagabend wieder vor auf eine wegweisende Partie: Das siebte Heimspiel dieser Saison steht an – und der dritte Heimsieg MUSS her. Das weiß auch der Trainer.
Jan Gernlein stand den Medien am Dienstag vor dem Training für ein ausführliches Gespräch zur Verfügung. Dazu gleich viel mehr. Tags danach am Mittwochmittag wurde dann erst einmal gelost: Joachim Buchwieser, Vize-Präsident von LOTTO Bayern, zog die Kugeln für das Pokal-Halbfinale, das erst 2027 ausgetragen wird. Die Schweinfurter haben Heimrecht gegen den FC Ingolstadt, die zweite Partie lautet TSV Aubstadt gegen SSV Jahn Regensburg. Beide Halbfinal-Sieger bekommen schon mal jeweils 5.000 Euro an Prämie von Lotto Bayern.
Zur Regionalliga Bayern: Angesichts der nur 14 Punkte aus 14 Partien, der Serie von acht Spielen ohne Sieg, Greuther Fürth 2 auf einem Relegationsrang mit 13 Zählern, mit 29 Gegentreffern und mehr als zwei im Schnitt den meisten in der Liga und nun dem Schlusslicht TSV Landsberg als Gast am Freitagabend unter Flutlicht kann´s nichts anderes geben als ein Erfolgserlebnis für die Schnüdel.
„Irgendwann ist dann auch mal die Mannschaft in der Pflicht“, drückt es Gernlein aus, der grundsätzlich zufrieden war mit den Leistungen in den Heimspielen gegen Eltersdorf und Ansbach, auch wenn da jeweils nur ein Punkt heraussprang. Was gar nicht ging, war vor allem die ersten halbe Stunde beim FC Augsburg 2 am Sonntag mit der 0:3-Niederlage. „Ein sehr herber Dämpfer“, sagt der Coach.
Einzelgespräche gab´s danach. „Jeder bekommt gesagt, wo er steht! Und wir wollen wissen, wer den Weg, den der Verein gehen will, mitmachen möchte. Es geht nur mit Geschlossenheit, mit Zusammenhalt. ´Wir arbeiten Fußball´. Das müssen wir mit Leben füllen“, zitiert Jan Gernlein den Slogen und betont deutlich: „Freitag müssen wir das sicher kampfbetonte Spiel gewinnen und eine Reaktion zeigen. Wir sind in der Pflicht. Wichtig sind Ergebnisse. Nur die helfen.“
Die in ordentlicher Zahl nach Augsburg mitgereisten Fans hätten am Sonntag nach Spielende eine Rückmeldung gezeigt, „die nicht so war wie die Wochen zuvor. Und das zu Recht!“ Leistung und Herzblut hätten die Anhänger bis dazu anerkannt. Im Rosenaustadion war davon wenig zu spüren. Auch wenn Gernlein und sein Trainerteam in den jüngsten drei Partien über 50 Torabschlüsse gezählt haben: Gerade mal zwei Treffer sind dafür viel zu wenig. Zwei waren es auch nur aus den sogar vier Partien zuvor.
„Es gibt nicht immer nur Sonnenschein. Die Situation ist nicht easy und war so nicht vorhersehbar. Wir brauchen es nun nicht besser reden als es ist, aber auch nicht schlechter. Wir sind alle nicht zufrieden. Wichtig ist, dass nun etwas in der Umsetzung passiert. Es muss etwas in Dir wecken…“, drückt es der Trainer mit Blick auf seine Spieler aus, die nun in der Verantwortung stehen, damit die Stimmung auf den Rängen nicht kippt.
„Emotionen, Robustheit, Zweikämpfe…“, das alles vermisste er in Augsburg. „Und dabei hatten wir geglaubt, auf dem richtigen Weg sein zu können. Mit Siegen gegen Eltersdorf und Ansbach wäre das nicht ganz so schlimm gewesen. Und auch wenn man nicht zu Null spielt. Aber drei Gegentore mit diesen Fehlerketten so zu kassieren, das war ernüchternd und hat uns als Trainer geärgert.“ Die Vorstandschaft um Dominik Groß signalisierte, dass man weiter hinter dem Coach stehe.
In Richtung TSV Landsberg sagt Jan Gernlein: „Der Gegner wittert sicher seine Chance bei uns. Aber das Gesicht von Augsburg wird meine Mannschaft nicht mehr zeigen, da würden sich die Landsberger auf den falschen Gegner vorbereiten!“
1000 bis 1200 Zuschauer werden erwartet, das parallele Eishockeyspiel der Mighty Dogs dürfte ein paar Fans kosten. Vom Gegner reisen maximal Familienangehörige mit. Mustafa Özden stand bei den Schnüdeln schon in Augsburg wieder im Kader, auch Berkay Öztürk kehrt nun zurück. Nicolas Pfarr und Lukas Mrozek sind raus, freilich auch weiter Kristian Böhnlein. Dass mit dem 36 Jahre alten „Krieger“ vieles vielleicht besser laufen würde, dürfte allen Beteiligten klar sein.
Nochmal zum Thema Pokal: Vorgesehene Spieltage für das Halbfinale im sind Dienstag, der 23. März 2027, sowie Dienstag, der 20. April 2027. Bei Beteiligung von Drittligisten oder im Falle einer TV-Übertragung kann auch am Samstag, den 27. März 2027 gespielt werden. Das Endspiel wird im Rahmen des „Finaltags der Amateure“ am 29. Mai 2027 ausgetragen. Dort geht es dann um das Ticket für die erste Hauptrunde im DFB-Pokal-Wettbewerb 2027/28 – inklusive der garantierten Prämien in Höhe von rund 210.000 Euro aus den Vermarktungserlösen. Geld, was die Schnüdel dringend gebrauchen könnten…
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