HASSFURT – Am 12. Oktober durften die Teilnehmenden der RentenSCHMIEDE Frau Harfst von der Psychosozialen Beratungsstelle am Gesundheitsamt Haßfurt begrüßen. Im Mittelpunkt ihres Besuchs stand die Frage: „An wen kann ich mich wenden, wenn ich in einer schwierigen Lebenssituation Unterstützung benötige?“
In einem offenen und angenehmen Austausch stellte Frau Harfst die psychosoziale Beratung als niedrigschwelliges und kostenfreies Hilfsangebot vor. Die Beratungsstelle unterstützt Menschen, die sich emotional belastet fühlen, mit psychischen Erkrankungen, Suchterkrankungen, Behinderungen oder altersbedingten Einschränkungen leben. Auch Angehörige von Betroffenen können sich vertrauensvoll an die Beratungsstelle wenden. Besonders wichtig war der Hinweis, dass alle Gespräche der Schweigepflicht unterliegen.
Neben der Vorstellung des Beratungsangebots erhielten die Teilnehmenden auch die Gelegenheit, sich mit ihrer eigenen Lebenssituation auseinanderzusetzen. Dabei standen Fragen im Mittelpunkt wie: „Wer ist für mich da, wenn ich Unterstützung brauche?“ oder „An wen kann ich mich in schwierigen Zeiten wenden?“. Diese Reflexion machte vielen bewusst, über welche persönlichen und sozialen Netzwerke sie verfügen und wo sie bei Bedarf Hilfe und Unterstützung finden können.
Gerade in Zeiten, in denen bei vielen Unterstützungsangeboten lange Wartezeiten bestehen, bietet die psychosoziale Beratung schnell und unkompliziert die Möglichkeit, Gehör zu finden und Unterstützung zu erhalten. Die Teilnehmenden zeigten sich überrascht und zugleich erleichtert darüber, dass es ein solches Angebot in der Region gibt. Besonders positiv wurde aufgenommen, dass zeitnah Beratungstermine möglich sind und Menschen mit ihren Anliegen ernst genommen werden.
Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie wertvoll niedrigschwellige Informations- und Unterstützungsangebote für die Menschen vor Ort sind. Die RentenSCHMIEDE ist ein wöchentliches Angebot des Betreuungsnetzwerks für alle Generationen im Mehrgenerationenhaus Haßfurt. Im Rahmen des Netzwerks werden durch die Zusammenarbeit mit zahlreichen Kooperationspartnern regelmäßig Themen aufgegriffen, die die Lebenswirklichkeit der Teilnehmenden betreffen. Ziel ist es, Begegnung, Teilhabe und Orientierung zu fördern sowie wichtige Informationen und Unterstützungsangebote zugänglich zu machen. Das Projekt wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.
Auf dem Bild: Mit großem Interesse verfolgen die Teilnehmenden der RentenSCHMIEDE die Ausführungen von Frau Harfst zur psychosozialen Beratung.
Quelle: Katharina Körlin/MGH

