Jubilar-Ehrung der IG Metall Schweinfurt: Engagement und langjährige Treue gewürdigt

Jubilar-Ehrung der IG Metall Schweinfurt: Engagement und langjährige Treue gewürdigt

SCHWEINFURT – Es ist eine gute und schöne Tradition der IG Metall Schweinfurt, jedes Jahr ihre Mitglieder zu ehren, die 40, 50, 60, 70, 75 oder sogar 80 Jahre mit ihrer Gewerkschaft verbunden sind. Im feierlichen Rahmen wurden am 19. Oktober 2026 die Jubilare im Konferenzzentrum Schweinfurt begrüßt.

Insgesamt freute sich Thomas Höhn, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Schweinfurt, in seiner Begrüßung über 531 Jubilare und insgesamt 23.899 Jubeljahre. Davon wurde ein Mitglied für 80 Jahre Mitgliedschaft, drei Mitglieder für 75 Jahre, 15 Mitglieder für 70 Jahre, 33 Kolleginnen und Kollegen für 60 Jahre, 161 Personen für 50 Jahre und 318 Kolleginnen und Kollegen für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt.

Höhn dankte den Jubilaren für die Treue, die jahrzehntelange Unterstützung und ihr Engagement – auch in schwierigen Zeiten, die man gemeinsam bewältigt habe. Durch das Bekenntnis zur IG Metall, über viele Jahrzehnte, haben sich die Mitglieder für gerechte Löhne und gute Arbeitsbedingungen eingesetzt. Deshalb nimmt die Jubilar-Ehrung der IG Metall Schweinfurt auch immer einen besonderen Platz unter den Veranstaltungen im Jahr ein.

Stellvertretend für alle anwesenden Jubilare ehrte Jens Knüttel, neu gewählter Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Schweinfurt, einzelne Jubilare. In einem gemeinsamen Interview mit den Kolleginnen und Kollegen berichteten diese über ihre Anfänge im Arbeitsleben, die Beweggründe Mitglied in einer Gewerkschaft zu werden und was für sie die IG Metall bedeutet. Die Verbundenheit zur Gewerkschaft war bei den Befragten deutlich spürbar.

In seiner Festrede würdigte Frank Firsching, ehemaliger DGB Regionsgeschäftsführer Unterfranken und nun beim DGB Bayern, die Jubilare und erinnerte eindrucksvoll daran, dass gesellschaftlicher Fortschritt nie vom Himmel gefallen ist, sondern stets von engagierten Beschäftigten und starken Gewerkschaften erkämpft wurde. Anhand historischer Errungenschaften wie der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, der Einführung der Fünf-Tage-Woche, des arbeitsfreien Samstags und kürzerer Arbeitszeiten zeigte er auf, wie sehr Gewerkschaften die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen verbessert haben. Mit Blick auf die aktuellen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen machte Firsching deutlich: „Das ist unser Fortschritt – und den lassen wir uns nicht nehmen.“ Gleichzeitig warb er für den Erhalt und Ausbau des Sozialstaats: „Wir sind für eine soziale Sicherung für alle.“ Bewegend wurde seine Rede, als er die Rolle der Gewerkschaften für die Demokratie hervorhob: „Es ist die historische Verantwortung der Gewerkschaften, dass die Demokratie erhalten bleibt. Dafür werden wir eintreten – heute, morgen und übermorgen.“ Seine Worte machten deutlich, dass gewerkschaftliches Engagement nicht nur für gute Arbeitsbedingungen steht, sondern auch für Zusammenhalt, soziale Gerechtigkeit und eine starke demokratische Gesellschaft.

Musikalische Begleitung der „Gaudiprofis“ rundete die Feierlichkeit ab und die Gäste nutzten die Gelegenheit, sich auszutauschen und den Nachmittag ausklingen zu lassen.

Auf den Bildern:

o Gruppenbild Schweinfurt

o Gruppenbild Haßberge

o Gruppenbild Bad Kissingen/Rhön-Grabfeld

Fotos: Angela Stock/IG Metall Schweinfurt

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