Stadthelfer und Abfallberatung klären auf: Positive Bilanz, erfolgreiches Projekt

Stadthelfer und Abfallberatung klären auf: Positive Bilanz, erfolgreiches Projekt

SCHWEINFURT – Das Projekt „Stadthelfer Schweinfurt“ wurde 2025 als Pilotprojekt gestartet und hat sich seitdem sehr positiv entwickelt. „Stadthelfer Schweinfurt“ ist ein Kooperationsprojekt der Stabsstelle Integration und der Integrationslotsinnen der Diakonie Schweinfurt.

Seit Ende Februar 2026 sind die Ehrenamtlichen regelmäßig im Stadtgebiet unterwegs, sprechen Menschen freundlich und kultursensibel an, wirken deeskalierend bei Konflikten und unterstützen im Alltag.

Im September fand im Châteaudun-Park eine gemeinsame Müllaktion statt. Ausgestattet mit mehrsprachigen Informationsflyern trafen sich Stadthelfer, Ehrenamtliche, Mitarbeitende der Stabsstelle Integration, Vertreterinnen und Vertreter der Kunsthalle sowie die Abfallberatung Schweinfurt an der Kunsthalle, sammelten Müll und informierten Besucherinnen und Besucher über Mülltrennung. Die Abfallberaterin der Stadt, Frau Hengstwerth, hatte die Stadthelfer zuvor in einer Gruppenstunde über richtige Mülltrennung und über die Besonderheiten der Kommunikation mit Menschen aus anderen Kulturkreisen informiert. Diese Vorbereitung zeigte Wirkung: Viele Gespräche entstanden, Missverständnisse bei der Mülltrennung konnten geklärt und praktische Tipps zur Entsorgung gegeben werden.

„Uns ging es vor allem darum, ins Gespräch zu kommen und niedrigschwellig über Mülltrennung zu informieren“, erklärte Mohammed Daoudi von der Stabsstelle Integration. Die mehrsprachigen Flyer und direkte Ansprache erwiesen sich als hilfreich, um Hemmschwellen abzubauen und auch Menschen mit Migrationshintergrund zu erreichen.

Die Aktion kombinierte Aufklärung mit praktischem Handeln: Während parallel Müll gesammelt wurde, nutzten die Teams Fotografien verschmutzter Stellen als Gesprächseinstieg bei Besucher:innen des Parks.

Die Resonanz war überwiegend positiv. Viele Familien zeigten Interesse an den Informationen, Jugendliche diskutierten über Konsumverhalten und Wege zur Müllvermeidung. Die Integrationslotsin der Diakonie Schweinfurt, Helene Zirkelbach, sieht in der Aktion einen erfolgreichen Beitrag zur lokalen Umweltbildung, gerade auch für Menschen mit Migrationsgeschichte. Die gemeinsame Initiative von Stadthelfern, Abfallberatung und der Kunsthalle zeigt, wie praktische Aktionen und direkte Ansprache das Bewusstsein vor Ort stärken können. Eine besondere Idee brachte Herr Glöckner von der Kunsthalle zum Tagesabschluss ein: Der gesammelte Müll soll eine Woche lang vor Ort separat gelagert und anschließend in einem Kunstprojekt sichtbar gemacht werden, um die Menge und die Folgen von achtlosem Wegwerfen eindrücklicher zu vermitteln.

Foto1: Mohammed Daoudi | Mitwirkende der Müllsammelaktion;
Foto2: Helene Zirkelbach | Michaela Hengstwert von der Abfallberatung (rechts) klärt die Stadthelfer über richtige Mülltrennung und über die Besonderheiten der Kommunikation mit Menschen aus anderen Kulturkreisen auf).

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