Der Gemeinderat von Wasserlosen begutachtete die Situation des Waldes

Der Gemeinderat von Wasserlosen begutachtete die Situation des Waldes

WASSERLOSEN – Die Gemeinde Wasserlosen zählt mit rund 800 Hektar Eigenwald zu den waldreichsten Kommunen im Landkreis Schweinfurt. Daher lässt sich der Gemeinderat jährlich in einem Waldbegang über den hiesigen Zustand des Waldes informieren.

Vor kurzem trafen sich deshalb der Bereichsleiter für Forsten am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schweinfurt, Stephan Thierfelder, die zuständige Revierleiterin Selina Schott, Bürgermeister Dominik Zeißner mit seinen beiden Stellvertretern Christian Hofmann und Tim Weis, sowie einige Mitglieder des Gemeinderats, der gemeindliche Forstwirt Martin Wenk und drei Vorstandschaftsmitglieder der Rechtlergemeinschaft aus Wülfershausen, darunter Burkard Schmitt, am Rathaus in Greßthal, um zum diesjährigen Waldbegang zu starten.

Verschiedene Punkte im Gemeindewald wurden dazu im Vorfeld ausgesucht und anschließend von der Gruppe angefahren. Erster Stopp war der „Dürrenfirst“ in Greßthal. Mit viel Fachwissen und Expertise, erläuterten die Forstangestellten dort die Verfassung des Waldes. Dabei kam oft das Wort „Klimawandel“ zur Aussprache. Der Zustand des Gemeindewaldes von Wasserlosen ist durch den Klimawandel und die dadurch verbundene und immer mehr zunehmende Trockenheit zur Naturverjüngung geprägt. Durch den Klimastress leidet der heimische Wald, so dass auf klimastabile Baumarten, wie etwa Eiche oder Elsbeere zukünftig gesetzt werden muss. Klimastabile Baumarten sind widerstandsfähiger gegen Hitze und Trockenheit.

Im gleichen Waldabteil wurde dem Gemeinderat auch ein mit Weiserzaun eingegrenztes Gebiet gezeigt.

Im „Sänftner Grund“, einer Fläche die von der Rechtlergemeinschaft Wülfershausen bewirtschaftet wird, wurden im Zuge des Klimawandels bereits alternative Baumarten in den letzten Jahren mühevoll angepflanzt und gesetzt, wie etwa eine Schwarznuss aus Nordamerika oder eine Baum-Hasel aus dem Balkanbereich. Mit dem Speierling reiht sich im Rechtlerwald glücklicherweise aber auch eine seltene heimische Baumart ein.

Die anhaltende Trockenheit und Hitze der letzten Jahre haben die Widerstandskraft der lokalen Eichen stark geschwächt. Dadurch konnte sich der Eichenprachtkäfer vermehren. Forstbereichsleiter Stephan Thierfelder und Revierförsterin Selina Schott pflegen engen Kontakt mit der bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft in Freising (LWF), die seit einigen Jahren besonders im Gemeindewald von Wasserlosen den Eichprachtkäfer erforschen und untersuchen. Extra dazu kamen sogar Exkursionen aus ganz Deutschland in die Gemeinde.

Mit vielen interessanten Eindrücken und neuen Erkenntnissen, endete der diesjährige Waldbegang des Gemeinderats von Wasserlosen nach gut vier Stunden wieder am Rathaus. Die Beteiligten hatten dort nochmals Gelegenheit mit den Vertretern des Forstamtes ins Gespräch zu kommen. Bürgermeister Dominik Zeißner dankte am Schluss Herrn Thierfelder sowie Frau Schott für die zuverlässige Betreuung sowie allen Beteiligten für die aktive und lebhafte Teilnahme.

www.mainfranken.news berichtet gerne aus allen Städten, Gemeinden und Dörfern Mainfrankens – wer Texte und Bilder hat, kann das Material jederzeit an uns senden. Damit verbreiten wir dann mainfrankenweit ohne Bezahlschranken alles Wissenswerte über Vereine, Verbände, Parteien oder das gesellige Leben.

Comments

No comments yet. Why don’t you start the discussion?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert