NÜRNBERG / GRAFENRHEINFELD / SCHWEINFURT – Er ist ein Grafenrheinfelder und kehrt am Samstag in seine langjährige zweite Heimat zurück. Der heute erst 20 Jahre alte Gil Ebner wechselte schon vor zehn Jahren zum 1. FC Nürnberg und wurde dort fußballerisch im Nachwuchsleistungszentrum ausgebildet.
Diesen Sommer kam er nach Unterfranken zurück. Nach nur vier Einsätzen letzte Saison in der Regionalliga Bayern für die U23 des Clubs, immerhin aber einem Tor in der letzten Partie des Meisters beim 2:2 gegen Absteiger Spvgg Hankofen-Hailing. Und nach zuvor Bundesliga-Spielen für Nürnberg in der U17 und U19.
Für den Mittelfeldspieler ging´s ordentlich los beim FC 05. Der gebürtige Schweinfurter stand in allen sechs Punktspielen auf dem Platz, wurde vier Mal aus- und zwei Mal eingewechselt. Beim 2:1-Heimsieg gegen Bayreuth gelang ihm das frühe 1:0. Unser Bild unten zeigt ihn rechts in dieser Partie. Auch bei den Erfolgen in Vilzing und jüngst gegen Greuther Fürth 2 (da gelang ihm ein Assist) stand Gil Ebner in der Startelf. Beim 2:0 im Pokal in Großbardorf absolvierte er sogar die gesamten (knapp über) 90 Minuten.
„Mit der Bilanz bisher bin ich sehr zufrieden“, sagt er und bezeichnet sein Engagement bei den Schnüdeln als notwendige Luftveränderung, um neuen Schwung zu holen. Soll aber auch heißen: Die Träume vom Profifußball hat der Mittelfeldspieler noch nicht aufgegeben. Sein Lebensplan sieht jedenfalls aktuell nicht vor, die nächsten 15 Jahre im Amateurfußball zu verbringen. Mit dem FC 05 wieder in die 3. Liga aufzusteigen, das wäre da natürlich eine gute Lösung…
In Nürnberg hatte er eigentlich noch eine Saison Vertrag, wollte aber weg. „Ich war in der Jahren eigentlich immer Stammspieler oder sogar Kapitän. In der U23 aber saß ich oft 90 Minuten auf der Bank!“ Die Hoffnung, dass es diese Spielzeit beim Club besser wird, war nicht vorhanden. Aber manchmal muss man im Leben halt auch einen Schritt zurück gehen und dann neu durchstarten.
Nun ist Gil Ebner zurück in der alten Heimat, wohnt wieder in seinem früheren Kinderzimmer in Grafenrheinfeld. „Wir haben ein großes Haus, und das spart ja auch Geld“, lacht er. Mit 15 ging er von zuhause fort und ins Nürnberger Fußball-Internet. Die ersten fünf Jahre fuhr ihn noch sein selbstständiger Vater bis zu fünf Mal die Woche zum FCN zum Training und zu den Spielen.
Aktuell spielt der Fußball bei ihm die Hauptrolle, denkt er an vielleicht einen Quereinstieg nach und an eine Umschulung oder Ausbildung zum Versicherungskaufmann. In seiner Freizeit spielt Gil Ebner gerne Dart oder die Trendsportart Padel, was aktuell aber weitere Fahrten bedingt, auch wenn demnächst Plätze in der Region entstehen sollen. Auch beim Boxen hat sich Gil Ebner schon ausprobiert.
Und nun geht´s eben wieder nach Nürnberg, wo er einst in einer Mannschaft spielte mit Finn Jeltsch, inzwischen beim VfB Stuttgart und ein heißer Anwärter auf eine Nominierung für die A-Nationalmannschaft unter Jürgen Klopp. Auf ein Wiedersehen am Samstag freut er sich besonders mit den ehemligen Teamkollegen Luca Horst, Joel Skowronek, Noel Kaiser oder Keeper Lennart Pohlmann. Letzteren gilt es zu überwinden, wenn der FC 05 drei Punkte holen möchte.
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